3D-Drucker Übersicht: meine Top 5 der besten 3D Drucker

- - von

In den vergangenen Jahren habe ich sicherlich schon um die zwanzig 3D-Drucker testen können. Die sind natürlich nicht mehr aktuell und vermehrt kommt die Frage auf welcher 3D-Drucker denn der Beste sei? Pauschal beantworten kann ich das natürlich auch nicht. Zumindest nicht wenn kein Preissegment genannt wird. Außerdem gibt es natürlich auch eine Unmenge an 3D-Druckern die ich noch nicht in Test hatte.
In diesem Artikel befasse ich mich mit ein paar günstigeren Druckern für den Einstieg sowie auch sehr guten, aber etwas hochpreisigeren Modellen die ich auch selbst testen konnte. Aber keine Angst, denn ein Vermögen müsst ihr nicht investieren, um euer neues Hobby zu finanzieren.

top 5 3d drucker

Wer komplett neu im 3D-Druck Bereich ist, wird so oder so überfordert sein bei der Unmenge an unterschiedlichen Herstellern und Geräten. Und es werden immer mehr, aber es bieten eben nicht alle ein gutes Preis- / Leistungsverhältnis oder eine gute Qualität der Bauteile/Komponenten an. Kennt man aber die ein oder andere gute Marke wie Creality3D, Anycubic, Geeetech oder Artillery wird es schon übersichtlicher. Apropos Übersicht: fangen wir mit den günstigen Einstiegs-Modellen doch direkt an. Und dann gibt es noch Ultimaker, Monoprice, QDI, Makerbot und viele weitere die ich allerdings nie im Test hatte.

In den folgenden Textzeilen werde ich meine Erfahrungen und ein paar technische Unterschiede erläutern, kleinere Vergleiche aufstellen, aber nicht auf alle Details der jeweiligen Drucker eingehen.

Creality Ender-3 / V2

Den Creality Ender 3 gibt es tatsächlich schon in 3 Versionen. Die günstigste Version in Form des Ender-3 beginnt aktuell bei ~150€. Das Ender-3X Modell liegt momentan bei unter 200€. Der neuste Ableger der erfolgreichen Serie ist der Ender-3 V2.

Creality 3D Ender 3 V slot Prusa 2020 08 19 09 50 34 Creality Ender 3 V2 Advantages the best 3d printer for beginners Sale Price  R
(Creality Ender-3 und der verbesserte Ender-3 V2)

Das günstigste und „kleinste“ Modell setzt auf einfache Komponenten und ist im Druck deutlich hörbar. Wer es leiser sucht, sollte sich das Ender-3 V2 Modell anschauen. Das Ender-3 V2 Modell ist in der Anschaffung mit ~225€  direkt etwas teurer, bietet aber eben andere Komponente wie ein Silent Mainboard, Schnellspanner für die Bänder der einzelnen Achsen (X und Y Achse) und ein kleines Fach zum Unterbringen des Zubehörs. Beide Drucker liefern aber eine gute Materialqualität des Rahmens und unterscheiden sich nicht wirklich von den großen Modellen.

 Creality Ender-3Creality Ender-3 V2
UVP~150€~225€
MainboardStandardsilent Mainboard, TMC2208 Stepper Treiber
ExtruderMK10MK10
Filament ZuführungBowdenBowden
Druckfläche220x220x250mm, beheizt 220x220x250mm, beheizt
Besonderheiten überarbeitetes UI
Levelsensormanuelles Ausrichten manuelles Ausrichten 
Filamentsensorneinnein
 

Zum Artikel

Zum Artikel

Im Gesamten ist der Ender-3 V2 das durchdachtere 3D-Drucker Modell. Die Druckfläche ist bei beiden Geräten mit 22x22x25cm identisch und beide Drucker verfügen über ein beheizbares Druckbett. Ebenso könne beide Modelle alle gängigsten Filamentsorten drucken. Flexibles Filament oder ABS würde ich vermutlich nicht drucken. Wobei ABS durchaus möglich ist, aber eher eine geschlossenen Konstruktion verlangt die mehr Wärme speichert.
Lediglich der Aufbau ist etwas umfangreicher, denn die Modelle bestehen aus recht vielen Teilen. Das ist auch dem günstigen Preis geschuldet. Aber mit der beiliegenden Anleitung oder zur Not einem Aufbau Video auf YouTube ist es kein Ding der Unmöglichkeit diesen Drucker aufzubauen. Der Zeitansatz liegt hier so bei ~1,5 Stunde. Eventuell benötigt man auch etwas mehr, wenn man so einen Drucker das erste Mal aufbaut.

2021 02 16 10 11 47 Window

2021 02 16 10 14 36 Window
(Einiges an Bauteile, Ender-3 V2, sowie das praktische blaue Stellrad auf dem Feeder für die Filamenteinführung)

Zusammenfassung

Je nach dem wie viel Geschick man im Aufbau hat, umso besser werden die ersten Druckergebnisse. Durchweg bekommen wir hier auf beiden Druckern ziemlich guter Ausdrucke, an denen per Software oder manchmal auch noch mittels Stellschraube gefeilt werden kann.
Der Aufbau nimmt etwa mehr Zeit in Anspruch, so kann man aber den Drucker und seine Funktionen gleich etwas besser kennenlernen. Für ein „Ich möchte mal 3D-Druck probieren“ ist der Ender-3 eine sehr gute und recht günstige Anschaffung. Wer technisch gleich etwas besser aufgestellt sein möchte , greift zum Ender-3 V2. Bei beiden Geräten verzichtet man aber auf einen Filamentsensor der den Druck stoppt sofern das Filament zur Neige geht. Ebenso muss man das Druckbett manuell per Stellräder auf der Unterseite der Druckplatte ausrichten. Sollte der Strom während des Druckes ausfallen kann man hier den Druck aber wieder aufnehmen.

Creality3D CR-6 SE

Tatsächlich stammt der nächste Drucker auch von Creality3D und hört auf den Namen CR-6 SE. Der Drucker ist in Zusammenarbeit mit der Community entstanden und wurde quasi aus der Ender-3 Generation weiter entwickelt und besitzt einen eingebauten Levelsensor um das Druckbett automatisch auszurichten. Stellräder auf der Unterseite gibt es hier nicht. Letzteres ist tatsächlich eine Besonderheit das Creality3D komplett auf die Stellräder verzichtet.

2021 02 16 10 04 40 Window

Ebenso wurde ein Filamentsensor verbaut und auch das Wiederaufnehmen des Drucks nach einem Stromausfall klappt natürlich auch.
Weiterhin wurde an der Usability geschraubt. Somit gibt es einen Tragegriff auf der Oberseite, einen abklappbarer Filamenthalter, eine Schublade für Werkzeuge und Tools sowie die praktischen Gurtspanner wie beim Ender-3 V2.

 Creality CR-6SE
Preis~270€
Mainboardsilent Mainboard
ExtruderMK10
Filament ZuführungBowden
Druckfläche235x235x250mm, beheizt 
BesonderheitenDual-Z Achse, Farb-Touchdisplay
Levelsensorautomatisches Ausrichten 
Filamentsensorja
 

Zum Artikel

2021 02 16 10 04 14 Window

Die Materialbeschaffenheit ist recht identisch zu den vorherigen, beiden Creality3D Druckern, allerdings ist das Kabelmanagement ebenso verbessert worden. Gerade auf der Rückseite des Druckbettes, das im Druck ja viel Bewegung hat, wurde der Kabelbaum verstärkt und stabilisiert. Kabelbruch sollte der Vergangenheit angehören. Am Druckkopf wurde ebenso die Kühlung und der Aufbau veränder. Das Druckbett erhielt eine andere Oberfläche für mehr Haftung. Durch den Dual-Achsen Aufbau wird in der Höhe auch gleichmäßiger gedruckt.

2021 02 16 10 06 34 Window 2021 02 16 10 07 02 Window
(Leichter Aufbau, Filamentsensor und der eigens entwickelte Level Sensor)

Zusammenfassung

Mit einer minimal größeren Druckfäche, aber deutlich durchdachteren Features wie dem Sensor zum automatischen Ausrichten, Dual-Z Achsen Aufbau, Filamentsensor, die Zahnriemenspanner (wie beim Ender-3 V2), ein sauberes, durchdachtes Kabelmanagement, ein leises Betriebsgeräusch im Druckvorgang macht es ihn zur ersten Wahl wenn man unter 300€ (je nach Angebotslage) Anschaffungspreis bleiben will und auch keine 30cm Druckfläche benötigt. Die Druckergebnisse auf der Glasplatte waren wirklich super und heben sich sichtbar vom Einstiegsbereich der Ender-3 Drucker ab.

Creality3D CR-10 V2 / V3

Wie solls auch anders sein, der nächste Drucker stammt auch aus dem Hause Creality3D. Dieser wurde in den letzten 3 Jahren konsequent weiterentwickelt und gehört nach wie vor zu den beliebtesten 3D-Druckern. Die CR-10 Reihe kann durch eine hohe Stabilität im Druck überzeugen. Das sieht man direkt auf den ersten Blick, denn das sogenannte „Golden Triangle“ sorgt gerade bei größeren Druckvorgängen auf der Dual Z-Achse für mehr Stabilität. Die Druckfläche misst im übrigen 300x300x400mm. Preislich bewegen wir uns hier bei ~330 bis ~430€.

2021 02 16 14 42 19 Creality CR 10S v2 30 30 40 cm large build size 3D printer CR 10S V2 24383 2.jpg

Allerdings muss man hier schon etwas genauer schauen, da kürzlich der Creality Cr10-V3 veröffentlicht wurde der sich im Kern nur durch den Direct Extruder zum V2 Modell das mit dem herkömmlichen Bowden Extruder arbeitet. Preislich liegt man hier aktuell bei ~482€. Den Direct Extruder kann man aber auch recht einfach beim V2 Modell wechseln. Ein Neukauf ist entsprechend nicht nötig.

 Creality CR-10 V2Creality CR-10 V3
UVP~330€~480€
Mainboardsilent Mainboard, TMC2208 silent Mainboard, TMC2208
ExtruderMK8, Metall/
Filament ZuführungBowden ExtruderTitan Direct Extruder
Druckfläche300x300x400, beheizt 300x300x400, beheizt 
BesonderheitenDual-Z AchseDual-Z Achse
Levelsensornachrüstbarnachrüstbar
Filamentsensorjaja
 

Zum Artikel

Zum Artikel

Eines bleibt den CR-10 3D-Druckern gleich: die Bedieneinheit mit Lüfter und Stromzufuhr bleibt extern ausgelagert. Das nimmt auf dem zukünftigen Stellplatz seitlich mehr Platz in Anspruch. Das sollte man nicht vergessen. Allerdings ist es für mich nicht ganz verständlich, da Creality so viele Modelle auf dem Markt hat, die auf ein Bedieneinheit unter dem Druckbett zurückgreifen. Das Kabelmanagement fällt hier entsprechend etwas ausladend aus.

IMG 20191024 165105

Ebenso bleibt die Bedingung des Displays auf dem alten Stand von vor 3 Jahren. So gibt es weiterhin nur ein blaues Display mit weißem Text und einem Dreh/Druckknopf zum Einstellen und Auswählen. Ein automatisches Ausrichten des Druckbettes ist möglich, muss aber separat erworben werden. Auch hier wird per Stellräder auf der Unterseite das Druckbett zur Düse ausgerichtet. Der Druckkopf selbst wurde aber zum Original verbessert und angepasst und kühlt entsprechend die Drucke effektiver.

IMG 20191024 165115 IMG 20191024 165146

Zusammenfassung

Wenn der Preis stimmt macht man mit beiden Creality CR-10 Modellen nichts falsch. Das Druckergebnis kann überzeugen und die Betriebsgeräusche während des Druckes sind angenehm zurückhaltend. Wenn ich da an den ersten CR-10 aus dem Jahre 2018 zurückdenke, ist das ein Unterschied wie Tag und Nacht. 😁
Der Aufbau wiederum ist recht schnell erledigt und sollte auch für einen Anfänger nicht länger als 1 Stunde dauern.
Schade ist, dass man hier trotz des teils hohen Preises auf eine Level Sensor zum Ausrichten verzichtet hat. Zum Aufstellen braucht man etwa mehr Platz und auch die Bedienung ist altbacken aber ausreichend. Der V3 glänzt mit dem Direct Ectruder der sich das Filament selbst zieht und nicht über die Bowden Schläuche in den Extruder geschoben wird. Flexibles Filament kann ich so ganz bequem drucken.
Die Druckfläche reicht auch aus, um größere Dinge wie 1:1 Utensilien (in mehreren Dateien) zu drucken oder Projekte wie eine Büste oder einen Helm anzugehen. Die allgemeine Druckqualität ist sehr gut.
Die Haftung au dem Druckbett ist auch gut, wenn es mal nicht haften will hilft hier das blaue M3 Klebeband sehr gut aus. :). Das gilt übrigens für alle Drucker 😀

Artillery Sidewinder X1

Dieser 3D-Drucker hat es mir angetan und ist ganz klar mein absoluter Favorit, den ich auch zu gerne bei Anfragen empfehle. Im Grunde ist er rein technisch dem Creality Cr-10 V3 ebenbürtig, verbraucht aber weniger Platz beim Aufstellen da die Bedieneinheit unter dem Druckbett gelagert ist. Zudem ist der Aufbau noch etwas einfacher gestaltet und die Flachbandkabel sorgen für ein astreines, sauberes Kabelmanagement.

2019 09 03 10 20 01 Artillery Sidewinder X1 Hochpräziser 3D Großdrucker SW X1 mit zwei Z Achsen und

Ebenso macht der Preis den Sidewinder X1 zum beliebtesten Drucker in meiner Liste: für ~300€ bekommt man Top Technik, eine große Druckfläche von 300x300x400mm und einen sehr zuverlässigen Drucker mit sehr guter Druckqualität.

Der Direct Extruder zieht ohne Probleme das Filament in den Druckkopf und auch flexibles Filament nimmt er ohne zu murren. Das war hier auch tatsächlich der erste Drucker bei dem bei mir flexibles Filament im Einsatz war. Die Betriebsgeräusche beim Drucken sind selbstverständlich auch leise, Silent Mainboard sei dank, aber hier unterscheiden sich die etwas teureren Geräte eh kaum noch.

 Artillery Sidewinder X1
UVP~300€
Mainboardsilent Mainboard, TMC2208
Extruder/
Filament ZuführungTitan Direct Extruder, Volcano Düse
Druckfläche300x300x400, beheizt 
BesonderheitenDual-Z Achse, farbiger Touch Screen
Levelsensornachrüstbar
Filamentsensorja
 

Zum Artikel

IMG 20200225 194054 IMG 20200225 194100
(Leichter Aufbau, ein bisschen Zubehör)

Ein paar Raffinessen hat der Drucker aber dennoch gegenüber dem Cr-10 V2/V3. Als erstes wären da die Flachbandkabel, die eben wie erwähnt das Kabelmanagement sehr sauber machen. Ebenso seien die induktiven Stopp Sensoren genannt, die geräuschlos aktiviert werden und nicht den typischen „Klick“ haben. Letztendlich macht das keinen Unterschied, aber die Betriebsgeräusche belaufen sich so nur auf den Lüfter im Extruder und minimal bei den Bewegungen auf den Achsen. Ebenso verbaut man eine Volcano Düse zum Drucken, und keinen unbekannten Hersteller oder Eigenbau. 

IMG 20200225 221558 IMG 20200225 221547
(praktische Flachbandkabel und induktive Stopp Sensoren)

Zusammenfassung

Letztendlich habe ich wohl schon alles bereits erwähnt was mir gut am Artillery Sidewinder X1 gefällt. Der Aufbau ist einfach und schnell erledigt, die Bedingung angenehm über den farbigen Touchscreen und auch die Druckergebnisse können direkt überzeugen. Der Direct Extruder arbeitet sehr zuverlässig und der Filamentsensor ebenso. Lediglich der fehlende Auto Level Sensor fällt negativ auf, ist aber nicht zwingend notwendig. Nach dem initialen Ausrichten habe ich die Stellräder auf der Unterseite so gut wie nicht mehr gebraucht. Über die Monate der Nutzung hab ich einmal die Düse wechseln müssen. Ansonsten läuft der Drucker immer noch sehr zuverlässig bei mir. Wenn es nicht der Sidewinder X1 wäre, dann würde meine aktuelle Wahl auf den CR-10 V2 mit dem Direct Extruder Upgrade fallen.

Noch ein Satz zur Software

Im Kern kann fast jeder Drucker nach dem Zusammenbau wirklich gute Ergebnisse abliefern. Letztendlich ist nicht unbedingt die Maschine dafür ausschlaggebend, sondern auch vielmehr die verwendete Software. Und hier liegt auch der Hase im Pfeffer begraben. Cura, Repetire-Host, Slic3er, Simply3D, IdeaMaker und viele weitere Slicer könnten genutzt werden.
Tatsächlich hab ich mich in den letzten Monaten aber auf den Creality Slicer eingeschossen. Entweder den Slicer 4.2 oder den Slicer 1.2.3 der auf der Webseite zum Download bereit steht. Die Software basiert ebenso auf einer alten Cura Version, hat aber schon einige Einstellungen von Werk aus die auch, wenn man keine Ahnung hat, schon bessere Ergebnisse liefern als ein frisch heruntergeladenes Cura. Je nach Creality Slicer Version habt ihr auch die Möglichkeit kleinere oder größere Änderungen vorzunehmen.

Wer jetzt nach meinen Anpassungen/Einstellungen fragt: ich hab eigentlich keine wirklichen Anpassungen vorgenommen. Lediglich die Schichthöhe oder das Infill passe ich an das jeweilige Modell an (max. 5-7%). Ebenso belasse ich die Stützstrukturen so wie sie eingestellt waren, oder schalte sie aus. Für kleine und feine Drucke gehe ich lediglich mit der Geschwindigkeit herunter. Das wars auch schon fast. 
Natürlich könnte man das Potenzial der Software und des Druckers auch komplett ausnutzen und an jeder Schraube drehen. Da ich aber immer wieder regelmäßig neue Geräte zum Testen habe, spare ich mir das. Letztendlich will man als Einsteiger, Anfänger oder auch fortgeschrittener Nutzer wissen was der Drucker nach dem Aufbau  kann und genau das soll dieser Beitrag widerspiegeln.

Haftung der Drucke auf der Druckplattform

Auch das ist ein oft und gern gefragtes Thema. Grundsätzlich muss das ausrichten der Druckplattform zur Düse korrekt sein. Zudem darf die Druckfläche nicht staubig, schmutzig oder mit Fingerabdrücken übersäht sein. Denn auch die Finger sondern Fett ab, welches eben die Haftung verringern kann. Hier kann man auf normale Reinigungsmittel oder reinen Alkohol zum drüber wischen nutzen. 

2021 02 17 09 54 56 Window

Wenn trotz korrekter Einstellung und Abstand zum Druckbett, der Druck partout nicht haften will, so liegt es eventuell auch an der Wärme auf dem Druckbett. Mindestens 50°C sollten hier genutzt werden, ich schwanke meist bei 55°C, gelegentlich auch mal 60°C. Letzteres ist aber nicht so unbedingt nötig.
Eventuell hier auch noch mal den Hinweis: im Luftzug sollte ein Drucker auch nicht stehen, eher in einer neutralen Ecke wo kein Lüftchen so schnell hinkommt. Denn so kühlt die Fläche oder der Druck schneller ab, könnte sich verwerfen und die Haftung verlieren.

Wenn alle Faktoren ausgeschlossen sind und dennoch der Druck nicht haftet, gibt es noch die für mich ultimative Lösung um die Drucke auf dem Druckbett zu halten.
Das blaue M3 Klebeband. Eine Rolle ist nicht ganz günstig, aber selbst nach monatelanger Nutzung geht die Rolle nicht zur Neige.
Wer jetzt nicht verstanden hat was ich will: das blaue M3 Tape wird vollflächig auf die Druckplatte geklebt.

2021 02 17 09 55 09 Window
(Unscheinbar aber verdammt wirkungsvoll: M3 Tape)

Neben der deutlich besseren Haftung kann man so auch Unebenheiten ausgleichen. Zum Beispiel wenn eure Druckplatte mittig eine Senkung hat. Im Allgemeinen sollte man nach dem aufkleben des Tapes aber nochmals das Druckbett ausrichten. Danach sollte aber eigentlich nichts mehr schief gehen. 🙂

Kommentar schreiben

Optional, wird nicht veröffentlicht.
Bild entfernen Bild zum Kommentar hinzufügen (JPG, PNG)