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Doogee S68 Pro Testbericht – ab 209€ 5,9″ FHD+, Helio P70, NFC, IP68, induktives laden

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Mit Liefeung aus einem EU Lager ist das Outdor Smartphone bereits für ~169€ bestellbar.

Technische Daten 5,9" • 2280x1080 • MediaTek Helio P70 • 6+128GB • LTE (inkl. Band 20) • USB Typ-C • 6300mAh • Android 9.0
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Hier findest du unseren Video-Testbericht.

Das Doogee S68 Pro gehört aktuell wohl zu den günstigsten Outdortelefonen die mit ansprechender Hardware bereits ab für 209,00€ auf Cect-shop.com auftrumpfen. Ein 5,99 Zoll Großes IPS Display, Sturz,-Stoß und Wasserdichtigkeit sowie NFC und induktives Laden in Kombination mit einem Mittelklasse Helio P70 im Gepäck 

Auf dem Papier lesen sich die technischen Daten schon ziemlich gut: 5,99″ IPS Display mit einer Auflösung von 2280×1080 Pixel, Helio P70, 6+128GB RAM (erweiterbar), NFC, induktives Laden, inklusive Reverse Charging per Kabel oder auch Kabellos, großer 6300mAh Akku, eine IP68 Zertifizierung und somit Sturz-Stoß- und Wasserdicht. Wie gut es sich im Test geschlagen hat, lest ihr hier.

Optik & Verarbeitung

Optisch geht das Doogee S68 Pro keinen anderen Weg wie die normale Riege der robusten Outdoortelefone auf dem Markt. Man hat in das Gehäuse, mit dicken Gummi und seitlichen verschraubten Metallstreifen, ein eher kleineres 5,9″ IPS-Display im 19:9 Format mit einer Auflösung von 2280×1080 Pixel in das Gerät verbaut. Oberhalb mittig ist aber eine recht breite Notch mit der 16 Megapixel Kamera integriert worden. Optisch hat man aber breite Ränder und ebenso ein breites Kinn. Hier hätte man das Display auch etwas tiefer nach unten ziehen können um die meist ungeliebte Notch zu umgehen. Platz wäre in dem gut verarbeiteten und ebenso gut in der Hand liegenden, aber dicken Gehäuse dafür gewesen. Die Abmessung des Handy belaufen sich auf 80.0 x 163.5 x 16.5mm.

 

Das Gewicht ist wie gewohnt recht hoch. Hier muss man mit 245g in der Hand leben. Rückseitig befindet sich die 3er Kamerakonstellation mit einem 21 Megapixel starken Sony IMX230 Sensor, einem 8 Megapixel Weitwinkelsensor und eine weiteren 8 MP Sensor der für Makro bzw. Teleaufnahmen sorgen soll. Zumindest auf dem Papier. Das Display selbst bietet die üblichen, guten Betrachtungswinkel und eine saubere Lesbarkeit ist aber etwas zu dunkel. Für sonnige Tage ist es daher wohl eher weniger zu gebrauchen.

 

Seitlich liegen die Bedienelemente vor, die sich gut drücken lassen und ein gutes Feedback geben. Linksseits ist ein frei konfigurierbare Taste angebracht die mit unterschiedlichen Funktionen belegt werden kann. Der Fingerabdrucksensor auf der Rückseite arbeitet recht gut, benötigt knapp 1 Sekunde um das Gerät zuverlässig zu entsperren, die Face Unlock Funktion ist ebenso zuverlässig unterwegs und soweit sicher das es, mit einem Bild nicht ausgetrickst werden konnte. Der große 128GB Speicher ist erweiterbar, die Gummikappe die vor Feuchtigkeit und Nässe schützen soll ist ebenso wie der Sim Karten Schlitten etwas fummelig aus dem Gehäuse entnehmbar.

System & Leistung 

Das System läuft soweit gut und recht flüssig, größere Ladezeiten erwarten uns nicht. Unnötige Software ist auch nicht vorzufinden. Leider bleiben einige Bereiche, gerade in den Einstellungen in Englisch, hier hat man nach wie vor eine komplette Anpassung der Texte. Der Rest des Systems ist aber in deutsch oder auch anderen Sprachen nutzbar. Ein kleines Update trudelte ein, mehr wird wohl auch nicht mehr kommen. Die Leistung im Inneren liefert ein MediaTek Helio P70 Octa-Core Prozessor mit 2,1 GHz sowie 6 GB RAM und erweiterbare 128GB Speicherplatz. Das Smartphone sollte normalerweise auf ca. 180.000 Antutu Punkte kommen. Leider schafft es das Doogee S68 Pro kaum über die 134.000 Antutu Punkte im Test. Die Leistung drosselt aufgrund der Hitzeentwicklung im Inneren recht schnell und man erreicht nur das Niveau eines Helio P60. Im CPU Stresstest sieht man das ziemlich gut.

Wer sich jetzt etwas betrogen fühlt: Entwarnung, denn beim Spielen fällt die fehlende Leistung nicht auf, egal ob PUBG oder Shadowgun: Legends laufen sauber und ziemlich flüssig in mittleren Details. Eine größere Abwärme, auch beim Konsumieren von Youtube ist aber rückseitig zu spüren. Dennoch lässt das ganze ein eher ungutes Gefühl aufkommen. Weiterhin stehen 6 GB RAM und 128 GB Speicherplatz zur Seite die mit guten aber normalen Lese- und Schreibraten arbeiten. 

Wie gewohnt fehlt es am DRM Widevine L1 Level, denn hier liegt nur L3 vor, dass zwar für Amazon Prime und Netflix nutzbar ist aber nur in eingeschränkter Auflösung. Full-HD Streams werden so nicht unterstützt. Für Youtube und co. spielt das aber keine Rolle. Das System selbst läuft gut und rund, im direkten Vergleich mit anderen Helio P70 Geräten aber nicht ganz so flüssig. Zum Glück bzw. wie in den letzten Jahren gewohnt ist keine Malware, Bloatware oder Schadsoftware zu finden.

Kamera


(bitte nicht schon wieder ein Fake Sensor…)

Die Kameras auf der Rückseite bestehen aus einem 21 MP Sony IMX230 Sensor, einem 8MP 130° Weitwinkel Sensor und einem weiteren 8 Megapixel Sensor der für Makro- und Telefotos sorgen soll. Letzterer Sensor ist eine Mogelpackung ohne Funktion. In keinem Bild- oder Videomodus zeigt dieser 8 MP Sensor eine Funktion auf. Ein digitaler 5x Zoom soll wohl darüber hinweg täuschen. Ebenso wird kein echter Blur oder Bokeh Modus unterstützt. Hier setzt man auf eine Softwarelösung. Ein einzelner Sensor dafür wurde aber auch nicht beworben. 

Qualitativ liegen wir hier im etwa 100-130€ Bereich. Die Bilder sind im gesamten gesehen nur durchschnittlich und lassen viele Details und Schärfe vermissen. Bei kleineren Motiven/Nahaufnahmen oder Ausschnitten fällt nur der kleine Schärfebereich auf. Darüberhinaus bis zum Rand ist es oft unscharf. Der Dynamikumfang ist nicht besonders gut die Farben werden teils zu blass dargestellt und sehr oft liegt eine Überbelichtung vor. 

 

Bei der 16 Megapixel Frontkamera findet man kaum einen scharfen Bereich, die Überbelichtung ist zu hoch, im gesamten wirken die Bilder blass und unschön. Den Weitwinkelsensor sollte man erst gar nicht nutzen, starke Verzerrung am Bildrand, zu dunkel, detailarm und ein kleiner Fokusbereich machen keinen Spaß. Ebenso machen Portrait oder Bokeh Bilder keine Laune da sie per Software errechnet werden, das sieht man am kreisrunden Ausschnitt bzw. an den sichtbaren Übergängen. 

Bei wenig Licht kommt es oft zu verwackelten Bildern, der Blitz verfälscht die Farben ins gelbliche und Bildstörungen sind auch zu sehen. Der Nachtmodus ist eher unnütz, denn im normalen Modus aufgenommene Bilder sind meist besser, aber auch hier oft etwas unscharf oder verwaschen. Mit der Frontkamera solle man bei wenig Licht keine Aufnahmen machen. Hier gibt es Bildrauschen und unschöne verkrisselte Bildstörungen.

Bei den Full-HD Aufnahmen wird es nicht besser, denn die Qualität, gerade auf großen Bildschirmen oder PCs, ist kaum genießbar. Der Autofokus arbeitet zwar soweit gut, dass Bild selbst wirkt jedoch sehr unsauber, detailarm und auch grob, nicht wie eine Full-HD, sondern eher wie interpolierte 720p Aufnahme. Als Dateiformat wird hier noch das veraltete .3gp Container Format genutzt. Die Frontkamera ist da auch nicht wirklich besser. Der Ton der Aufnahmen ist auch nicht so besonders, soweit aber noch brauchbar.

Konnektivität und Empfang

Die Konnektivität geht für den Preis absolut klar auch wenn man sicher den 3,5mm Port vermisst oder wenigstens ein passendes USB-Typ-C Adapter Kabel beigelegt hätte. Alles notwendige ist nutzbar: Dual-Band WLAN, Dual-Sim (Hybrid Slot) LTE (inkl. Band 7/20, Band 28 fehlt), GPS, NFC, Bluetooth 4.2, kabelloses Laden inklusive Reverse Charge verkabelt mit 10 Watt und Kabellos mit 5 Watt.
Die WLAN Reichweite und auch der maximale Durchsatz sind gut. Entfernt man sich etwas zum genutzten Router springt beispielsweise der 5GHz Empfang gerne auf 2,4 GHz zurück, dennoch kann man auch im 2,4GHz Frequenzband noch eine sehr hohe Bandbreite erreichen sofern es der Router zulässt.
Das GPS Signal ist schnell gefunden und lieferte soweit gute Ergebnisse ab, der Hardware Kompass funktionierte nach einer Kalibration gut, wenngleich auch etwas ruckelig. Der Empfang ist gut, die Gesprächsqualität auch, durch die IP68 Zertifizierung aber etwas dumpf. Der verbaute Lautsprecher strahlt rückseits ab, klingt soweit auch gut, lässt Bässe aber wie gewohnt vermissen, ist aber auch laut genug um umstehende Personen nerven zu können.

Akku

Der Akku misst 6300mAh Kapazität und kann mit dem beiligenden 24 Watt Netzteil recht schnell aufgeladen werden. Die Laufzeit ist stark abhängig der persönlichen Verwendung. Wer nur YouTube oder andere Streamingdienste Konsumiert kann gut und gerne 11-13 Stunden erreichen, eventuell sogar länger. Mit einer normalen Nutzung kommt man so gut und gerne 2 Tage hin, je nach Nutzungsverhalten auch etwas länger. Wer viel spielt oder die volle, aber auch zu schwache Display Helligkeit nutzt schafft dennoch locker einen Tag und mehr zu überstehen.

Testberichte / Erfahrungen / Meinungen

Auf dem Papier liste sich das Doogee S68 Pro für den gegebene Preis ziemlich gut und ist damit aktuell auch das best ausgestattetste Smartphone im unter 200€ Bereich, offenbart aber dennoch einige Schwächen. Wäre die Technik auch so nutzbar, bzw. mit voller Leistung ansprechbar und hätte man nicht wieder einen fake Sensor verbaut, wäre das Gesamtpaket wirklich interessant. Aber gerade mit der ebenso wichtigen Kamera verhaut Doogee wieder wichtige Punkte. Der fehlende 3,5mm Port oder die ebenso fehlende Nachrichten LED fallen dahingegen nicht so stark ins Gewicht. Im Prinzip spricht nichts gegen das Gerät (aus Mangel an günstigen Alternativen), man muss sich aber bewusst sein wo die Schwächen liegen. Wer eine gute Kamera und ein helles Display für den Außenbereich sucht ist hier fehl am Platz, ebenso wer das volle Potential des Helio P70 Ausschöpfen will.

Features

  • 5,9″, 2280×1080 Pixel
  • MediaTek Helio P70, Octa-Core, 2,1GHz
  • 6GB RAM, 128GB Speicherplatz (erweiterbar)
  • 21+8MP Dual-Kamera, 16MP Frontkamera
  • Dual-Band WLAN, Dual-SIM, LTE (inkl. Band 20), Bluetooth 4.2, USB Typ-C
  • 6300mAh Akku, Android 9.0
  • Plastikgehäuse, Fingerabdrucksensor
YouTube Review
Kommentare (2)
  • Christian

    20.04.2020, 21:06

    Schade, tausende Handys auf dem Markt aber keines erfüllt meine – gar nicht hohen – Erwartungen.

    1. Akku 4.000 mAH oder mehr
    2. Brauchbare – keine Spitzen – Kamera
    3.Und max 5,8-6 Zoll großer Bildschirm

    Gewicht, Breite, Prozessor, Ram spielt alles kaum ein Rolle solange das Handy hosentauglich ist. Nur auf halbwegs aktuellem Stand von 2019 sollte es dann doch sein.

  • Ronny

    21.04.2020, 08:56

    Klar auch im Outdoorbereich gibt es brauchbare Telefone, an zu kleinen Akkus scheiterte es da eigentlich auch noch nie.
    Was die Größe angeht: da kommst du dann 1-2 Jahre zu spät, wirklich kleine Displays werden nicht mehr verbaut und selbst wenn: ist das Gehäuse drumherum genauso groß wie bei einem 6,5 Zoll Outdoortelefon. Das Ulefone Armor 6 hat mir hier bis her am besten gefallen: ist aber aktuell etwas im Preis gestiegen:
    https://www.nerdsheaven.de/ulefone-armor-6-62-fhd-helio-p60-ip69k/#tab-id-1

    Grüße Ronny

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