Dreame A3 AWD Pro braucht kein RTK-Modul – das müsst ihr über den Mäher wissen Allrad, 40cm Schnittbreite, bis 5000m2 Mähfläche, bis 80% Steigung
Dreame stellt mit dem A3 AWD Pro einen Mähroboter mit Allradantrieb vor, der Steigungen bis 80 Prozent bewältigen soll. Statt RTK-Antenne navigiert er per 360-Grad-3D-LiDAR und eignet sich für Flächen bis 3.500 bzw 5.000 Quadratmeter. Die Reichweite könnte bei extremen Steigungen allerdings deutlich sinken.
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Wenn euer Garten aussieht wie ein Trainingsgelände für Mountainbiker, kennt ihr das Problem: Viele Mähroboter geben bei Steigungen jenseits der 30 Prozent auf und drehen frustriert um. Dreame will dieses Dilemma mit dem Dreame A3 AWD Pro lösen, einem Mähroboter, der mit Allradantrieb und 3D LiDAR-Navigation ausgestattet ist und Steigungen bis 80 Prozent bewältigen soll. Klingt nach der Lösung für alle Hanggrundstücke, oder?
Allradantrieb und LiDAR statt RTK-Antenne
Das Herzstück des A3 AWD Pro ist sein 360 Grad 3D LiDAR-System, das die Umgebung permanent scannt. Im Gegensatz zu klassischen Mährobotern mit RTK-Modulen und dazugehöriger Antenne navigiert der Dreame komplett autonom ohne zusätzliche Hardware. Das System kartiert den Garten und erstellt Mähpläne, ohne dass ihr mühsam Begrenzungskabel verlegen müsst.
Der Allradantrieb sorgt für die nötige Traktion auf steilen Flächen. Während herkömmliche Modelle meist nur zwei angetriebene Räder haben, zieht der A3 AWD Pro mit allen vier Rädern. Kombiniert mit einer Leistung, die für 80 Prozent (~38,5°) Steigung ausreicht, sollte er theoretisch auch anspruchsvolle Hanglagen meistern. Zum Vergleich: Die meisten Konkurrenten schaffen maximal 35 bis 45 Prozent.
Was der Mähroboter wirklich kann
Die Schnittbreite liegt bei üppigen 40 Zentimetern dank 2 Drehtellern und die Schnitthöhe lässt sich mit 3 und 10 Zentimetern elektronisch einstellen. Die zwei Modelle des Dreame A3 AWD Pro sollen für sehr große Flächen bis 3.500 oder 5.000 Quadratmeter ausreichen, zumindest bei ebenen Grundstücken. Bei Steigungen dürfte der Energieverbrauch deutlich höher ausfallen.
Die LiDAR-Navigation erkennt laut Dreame Hindernisse wie Gartenmöbel, Spielzeug oder schlafende Katzen und weicht ihnen aus. Das funktioniert in der Praxis deutlich zuverlässiger als einfache Stoßsensoren, wie es bei vielen sehr günstigen Modellen noch üblich ist. Über eine App lassen sich Sperrzonen definieren und Mähpläne erstellen. Auch Rasenkanten sollen auf bis zu 3cm gemäht werden können. Dreame setzt hier auf das vom Dreame A2 bekannte EdgeMaster System in der 2. Generation und soll so auf bis zu 3cm an den Rand mähen können.
Der Haken an der Sache
Laut Marktrecherche gibt es allerdings einen entscheidenden Punkt, der potenzielle Käufer aufhorchen lassen sollte: Die maximale Flächenleistung von 3.500 bzw. 5.000 Quadratmetern ist zwar sehr großzügig ausgelegt, gilt jedoch für optimale Bedingungen. Bei Hanglagen mit den beworbenen 80 Prozent Steigung schmilzt diese Zahl vermutlich deutlich zusammen. Der Energieverbrauch steigt bei Steigungen exponentiell und der Roboter verbringt unter Umständen mehr Zeit mit Laden als mit Mähen.
Außerdem erfordert das 3D LiDAR-System klare Sichtverhältnisse. Starke Sonneneinstrahlung, Nebel oder dichtes Gestrüpp können die Navigation beeinträchtigen. Und während der Verzicht auf RTK-Antennen praktisch ist und die Installation vereinfacht, funktioniert das System nur, wenn genug markante Strukturen im Garten vorhanden sind. In sehr offenen, strukturlosen Flächen könnte die Orientierung schwieriger werden.
Verfügbarkeit und Preisfrage
Der Dreame A3 AWD Pro ist bereits für Deutschland angekündigt und in den ersten Onlineshops erhältlich. Die Preisgestaltung liegt beim 3500er Modell bei 2.599 € und beim 5000er Modell bei 2.999€ UVP. Zum Vergleich: Aktuelle Highend-Mähroboter mit RTK kosten oft zwischen 2.000 und 3.500 Euro.
Dreame hat bereits mit dem A1 und A2 Mährobotern gezeigt, dass sie ordentliche Technik zu fairen Preisen liefern können. Ob diese Strategie auch beim neuen Dreame A3 AWD Pro aufgeht, wird sich zeigen.
Für wen sich der A3 AWD Pro eignet
Der Mähroboter richtet sich primär an Besitzer von mittleren bis großen Hanggrundstücken. Wer einen komplett ebenen Rasen hat, braucht weder Allrad noch die Steigungsfähigkeit und ist mit günstigeren Modellen oft besser bedient. Für große Flächen jenseits der 1.000 Quadratmeter solltet ihr realistisch durchrechnen, ob die Akkukapazität ausreicht, gerade bei Steigungen.
Die Integration ins Smart Home funktioniert vermutlich über die Dreame-App, die auch die anderen Haushaltsroboter der Marke steuert. Das bedeutet zentrale Verwaltung aller Geräte, aber auch Abhängigkeit von der Cloud-Infrastruktur des Herstellers.
Habt ihr Erfahrungen mit Mährobotern an Steigungen gemacht? Oder kämpft euer aktuelles Modell auch regelmäßig mit Hügeln im Garten? Schreibt eure Erlebnisse in die Kommentare. Ich bin gespannt, ob jemand schon einen Allrad-Mäher im Einsatz hat.





