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Fiido M1 / Pro E-Bike Testbericht – ab 802€ 20″, 25km/h, 100km Reichweite

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Alles in allem ist das Fiido M1 aber immer noch eines der besten Import E-Bikes die ich in dem letzten Jahren getestet habe. Sicherlich könnte man durch schmalere Reifen eine höhere Reichweite bekommen, sicherlich würde es sich auch beim Manövrieren besser fahren.

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Technische Daten 250W • faltbbar • max 25km/h • Reichweite max 100km
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Technische Daten 500W • faltbbar • auf 25km/h gedrosselt (theoretisch 45 km/h) • Reichweite max 130km (realistisch 30-60km unterstützend • 15-20km rein-elektrisch)
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Hier findest du unseren Video-Testbericht.

Wir hatten bereits mit dem Fiido D1 und dem Fiido D2S zwei E-Bikes des chinesischen Herstellers im Test und waren recht angetan angesichts der kompakten Abmessung und des Preis-/Leistungsverhältnisses. Mit dem neuen Fiido M1 geht der Hersteller nun jedoch eine etwas andere Richtung und bietet weiterhin ein recht kompaktes und faltbares E-Bike, dass jedoch mit recht großen 20″ Felgen mit überdimensionaler Bereifung eher dem aktuellen Lifestyle-Trend folgt. Aktuell kann man das Fiido M1 für 802,13€ auf Banggood.com bestellen.

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Fat-Tire E-Bike aus China

Neben dem üblichen Rahmen aus Aluminium kommt man auf ein Gesamtgewicht von rund 25kg inklusive dem Akku. Der Akku hat mit 12,5 Ah (36V) eine recht hohe Kapazität für chinesische E-Bikes und soll damit eine Reichweite von bis zu 100km im unterstützenden Modus ermöglichen. Im rein elektrischen (Moped-)Modus sollen es immerhin noch bis zu sehr hohe 65km sein. Als dritten Modus kann man die elektrische Unterstützung auch komplett abschalten.

 FIIDO M1 Federluftgabel

Auffällig sind die großen 20″ Felgen mit einer 4″ breiten Bereifung (~10cm) die auch für Offroad-Fahrten geeignet sein sollen. Dank starker Elektromotor-Unterstützung wird man sicherlich dadurch auch im Gelände seinen Spaß haben können. Dadurch kommt das E-Bike auch auf eine Gesamtlänge von 1,72m und eine Höhe von 1,06m wobei sich die Sattelhöhe wieder individuell anpassen lässt. Dank Faltmechanismus lässt sich diese Größe auf lediglich 96cm Länge und 79cm Höhe reduzieren. Neben den 2 mechanischen Scheibenbremsen bietet das Fiido M1 auch eine 7-Gangschaltung von Shimano. An der Vorderseite wurde eine LED-Beleuchtung integriert. Für die Rückseite gibt es keine Beleuchtung.

FIIDO M1 Lenkstange 

Der 250W starke Elektromotor beschleunigt das E-Bike auf eine maximale Geschwindigkeit von bis zu 31km/h je nach Untergrund, Steigung und Gewicht des Fahrers. Fiido limitiert das E-Bike vorab jedoch auf 25km/h weshalb man diese Drosselung vorab wohl entfernen muss.
Für den Einsatz auf Deutschen Straßen darf man eh mit E-Bikes nicht schneller als 25km/h im unterstützten Modus  fahren Wie genau das bewerkstelligt wird, ist noch nicht bekannt.
Der verbaute Akku im Fiido M1 besteht aus 18650er Akkuzellen und liefert eine Gesamtkapazität von 12,5 Ah (36V). Da die Kapazität und auch die Reichweite recht hoch ausfallen, benötigt man auch bis zu 9 Stunden für eine vollständige Akkuladen von 0 bis 100%.
Am Lenker verbaut Fiido wie gewohnt ein Display das Informationen zur Geschwindigkeit als auch zur Akku-Restkapazität gibt.

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Fiido M1 im deutschen Straßenverkehr

Beim Fiido M1 handelt es sich um ein E-Bike. Allerdings ist der vollautomatische Modus nicht nach deutscher Gesetzgebung erlaubt. Darum ist eine Zulassung in Form eines Versicherungskennzeichens, Betriebserlaubnis und eine entsprechende Fahrerlaubnis für den legalen Betrieb des E-Bikes unabdingbar. Man kann natürlich das M1 auch wie ein Pedelec nur mit der Tretunterstützung fahren, jedoch entspricht es nicht den rechtlichen Bedingungen zum legalen Betrieb eines E-Bikes und/oder S-Pedelecs und bei einer Kontrolle könnte man folglich Probleme bekommen. Somit ist auch dieses spannende und gute E-Bike wieder nur auf Privatgelände oder Privaten Flächen nutzbar.

Testberichte / Erfahrungen / Meinungen

Erster Eindruck 

Unser Testgerät ist eingetroffen und war im Prinzip sofort einsatzbereit wenn man es aufklappt und den Lenker und Sitz auf Höhe bringt. optisch sieht das Bike ziemlich gewaltig und irgendwie monströs aus. Rein auf den ersten Blick wirkt die Verarbeitung auch sehr gut, die Schweißnähte am Rahmen sind sauber gezogen, das Kabelmanagement ist nicht unsichtbar aber ebenfalls soweit sauber am mattschwarzen Rahmen verlegt. Das LC-Display wirkt hochwertiger und zeigt rudimentäre Infos wie Geschwindigkeit, Akkustand oder welchen Modi man von den 3 wählbaren gefahren wird. Die Hupe und das helle Licht haben einen extra Knopf in Daumen Nähe.

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(die breite Bereifung, das versteckte Schloss und das neue, gut lesbare Display)

Rückseitig liegt leider nur ein Reflektor vor. Wie bei jedem Import Bike gibt es auch wieder einen Gashebel der das E-Bike voll automatisch beschleunigt. So leider in Deutschland nicht erlaubt. Die Endgeschwindigkeit von eigentlich 30km/h wurde zugunsten der hiesigen Gesetze auf 25km/h gedrosselt. Ein entsprechender hinweis lag in Form eines Zettels dabei. Etwas ungewöhnlich ist Schloss für den Schlüssel und die damit verbundene elektrische Nutzung versteckt: auf der Unterseite des Großen Rahmenstückes in dem sich auch der Akku befindet ist das schloss, kaum sichtbar, versteckt. Diebstahlsicher ist da Fiido M1 aber dadurch nicht, ein normales in die Pedale treten ist auch ohne Schlüssel im Schloss möglich. Hier also eine entsprechende Fahradkette besorgen.

Probefahrt & Fahrgefühl

Für eine kurze Probefahrt hatten wir schon mal Zeit. 😛 Schlüssel einstecken, Display an der Lenkstange einschalten, Licht wenn man mag gleich dazu, daraufgesetzt und kurz in die Pedale getreten. Der Motor ist leise und zieht gleich ordentlich flott die Geschwindigkeit an. Die Shimano Gangschaltung ist auch wieder ein Einstiegsmodell, aber deutlich besser als beim kürzlich getesteten Same Bike eingestellt, kaum hörbar und das Schalten geht eben so merklich sauber von der Hand. In den meisten fällen bin ich im 6. der 7 möglichen Gänge gefahren, das war für mich am angenehmsten. Theoretisch könnte man auch ganz entspannt mit sehr wenig Eigenleistung im ersten Gang fahren. Das würde den Akku aber zusätzlich belasten und die Reichweite stärker einschränken.

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(zwar auch nur die günstigste Version der Shimano Schaltungen, aber sauber eingestellt und nur wenig hörbar beim Schalten, kein Schleifen oder Rattern)

Der Sitz ist straff gefedert, die Frontgabel ist ebenso gefedert. Beide können nach Bedarf auf das Gelände oder das eigenen Gewicht eingestellt werden. Der Sitz selbst ist mir aber zu hart, klar kann man sich dran gewöhnen, für den zartbesaiteten Popo ist das aber nur bedingt angenehm. Die 25km/h sind schnell erreicht (je nach Gewicht, bei mir waren es nur 22km/h), dazu muss ich aber die Gangschaltung benutzen, ansonsten strample ich mich zu Tode. Man hat die Wahl zwischen 3 Stufen der Unterstützung, selbst Stufe eins zieht schon ordentlich an, das ist bei Drehungen/Wenden oder Lenkmanövern auf engen Raum tatsächlich schnell zu viel wenn man langsam fahren möchte. Das schalten der Gänge geht zum Glück bequem über den rechten Daumen an der Schaltkulisse. Beim Wenden merkt man aber schnell die breiten Reifen, im ersten Moment fühlt es sich etwas seltsam an.

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(Heckansicht, Gangschaltung und der nicht erlaubte, vollautomatische Gashebel, sowie die Frontgabel mit anpassbarer Federstärke)

Das Fahrgefühl ist angenehm, die dicken Reifen schlucken viel der Unebenheiten des Untergrundes, beim lenken verspürt man aber durch die deutlich dicker Breite der Reifen ein schwereres Gefühl und mehr Widerstand. Daran gewöhnt man sich aber sicher schnell. Der Motor selbst surrt leise vor sich hin, kaum wahrnehmbar, vom umstehenden Passanten oder Fußgängern aber dezent wahrnehmbar, bzw durch die Abrollgeräusche der breiten Reifen.
Alles in allem schon mal ein ziemlich guter Start. Nun bin ich gespannt wie hoch die Akkureichweite tatsächlich ist.

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Akku

Der Hersteller bewirbt das Fiido M1 mit bis zu 100km Reichweite. Das mag sicherlich auch irgendwie hinkommen, aber nicht wenn man Spaß auf dem Bike haben möchte und mit über 20km/h unterwegs ist. Immerhin hab ich hier eine Reichweite von bis zu 40km erreicht. Wer nur im ersten der 3 möglichen Unterstützungsmodie fährt und auch leichter ist als ich, wird definitiv weiter kommen. Ebenso ist es vom gefahrenen Untergrund und auch dem Wetter abhängig wie weit man fahren kann, durch die großen Reifen wird man auch gerne mal abseits der Straße im Gelände unterwegs sein wollen. Dennoch ist die Akkureichweite etwas besser als beim Durchschnitt der 300-500€ Import E-Bikes aus China. Das hat mir gut gefallen. Das Beladen nimmt allerdings auch gut und gerne bis zu 9 Stunden in Anspruch.
Natürlich könnte man auch den vollautomatischen, in Deutschland nicht erlaubten, Moppedmodus nutzen. Hier reduziert man die Reichweite aber locker auf die Hälfte oder geringer. Bei uns kamen wir so auf maximal 20km. Wer tatsächlich so fahren wollen würde, sollte sich ein E-Roller kaufen. 😛 

Fazit

An meinem Ersteindruck hat sich auch nach Wochen des testen nicht viel geändert. Es fährt sich super, bietet einen Straffen, flotten Anzug, ist soweit gut gefedert und hat eben eine deutlich höhere Reichweite als die herkömmlichen Importe. Das wichtigste erfüllt das Fiido M1 auf jeden Fall: es macht einfach Spaß damit auf der Straße oder auch im Gelände zu fahren. 😀

Es gibt auch nur wenige Punkte auf meiner Liste die mich störten: 

gefällt mirgefällt mir nicht
angenehmes, aber straffes FahrverhaltenReichweite weicht deutlich von der Herstellerangabe ab
Gute VerarbeitungSchlüssel unter dem Rahmen etwas deplatziert
coole OptikSchutzbleche fehlen
Ordentlicher unterstützender Anzugkein LED Rücklicht
sehr gute BremsenLadebuchse etwas ungünstig gelegt
Gangschaltung funktioniert gut, auch wenn EinsteigerbereichLadezeit mit 9h recht hoch
 der vollautomatische Mopedmodus für die Nutzung auf deutschen Straßen nicht erlaubt
 hoher Preis

Alles in allem ist das Fiido M1 aber immer noch eines der besten Import E-Bikes die ich in dem letzten Jahren getestet habe. Sicherlich könnte man durch schmalere Reifen eine höhere Reichweite bekommen, sicherlich würde es sich auch beim Manövrieren besser fahren, aber es macht so wie es ist einfach Spaß und zugegebener Maßen schaut es auch irgendwie cool aus. Lediglich das fehlen der Schutzbleche nervt tierisch bei regnerischen Wetter, die Klamotten sind vorn und hinten versaut. Hier muss man für Abhilfe sorgen oder sich entsprechen anziehen.

Fiido M1 Pro

Baugleich aber flotter unterwegs

Optisch unterschiedet sich dieses E-Bike nicht vom normalen Fiido M1. Auch die Verarbeitung ist identisch, gründe zum Meckern hab ich nicht gefunden. So gesehen sind beide Modelle Baugleich.
Es fährt sich super, macht spaß, lenkt sich recht angenehm, fährt vor allem auf sandigen Untergrund echt gut. Da sind die breiten Reifen absolut von Vorteil.
Die Mängel an Zubehör blieben leider auch identisch: fehlende Schutzbleche, kein LED Rücklicht, deplatzierter Schlüssel für die Inbetriebnahme/sperren des Akkus. Allerdings ist der Akku nun einfach entnehmbar.

In der Leistung hingegen gibt es größere Unterscheide. Der 500W Motor leiste doppelt so viel wie das M1, entsprechend zieht das M1 Pro E-Bike spürbar besser an und kommt somit auch schneller auf die maximale Geschwindigkeit. Diese wiederum ist für uns in Deutschland auf ~20km/h gedrosselt. Je nach Auslieferungsland könnte es auch 25/km/h sein.  Für die ganz mutigen könne man das Fahrrad sogar freischalten und mit bis zu 45km/h Geschwindigkeit fahren.

Mehr oder weniger gleiche Akkuleistung

Die Akkuleistung unterscheidet sich auch nicht wirklich vom M1, je nach Eigengewicht, Untergrund und gefahrener Geschwindigkeit variieren die Ergebnisse stark.15-20km sind auch als schwerere Person möglich. Je leichter ich bin, oder eben nur Stufe 1 von den 3 Möglichen Unterstützungen nutze, kann ich auch 30-35km erreichen. 

Ebenso wenig auf Deutschen Straßen zugelassen

Wie schon beim normalem M1 E-Bike ist auch hier das Nutzen auf deutschen Straßen untersagt. Hier ist diesmal nicht nur der Automatische Modus schuld, sondern auch die deutlich höhere Leistung. Normale E-Bikes dürfen nach der STVO nur mit einem 250W Motor ausgestattet sein. Demnach würde das M1 Pro in die S-Pedelec schien fallen. Da es aber keine Unikate Rahmen- oder Fahrgestellnummer hat, kann man das Bike ohne Einzelabnahme (was auch immer das für Kosten nach sich zieht) nicht anmelden. Zudem würde es einen Führerschein benötigen.

M1 oder M1 Pro?

So gesehen darf keines der beiden E-Bikes ohne Anpassung auf deutschen Straßen fahren. Das Pro Modell ist im Kern identisch, bietet aber eben doppelt soviel Leistung und macht noch mal mehr Spaß als das Ursprungsmodell. Wenn ich die Wahl hätte würde ich wohl zum Pro Modell greifen. Hier muss man allerdings abwägen ob es überhaupt Sinn machen würde. Wer Außerhalb von Deutschland fährt hat eh andere Richtlinien und darf vermutlich beide E-Bikes fahren.

Features

  • 20″ E-Bike mit 4″ breiten Offroad-Reifen
  • 250W Motor, bis zu 31km/h (serienmäßig auf 24km/h gedrosselt, entsperrbar)
  • bis zu 100km Reichweite im unterstützenden Modus und bis zu 65km im rein elektrischen Modus
  • 2 mechanische Scheibenbremsen, Display mit Geschwindigkeit und Akkukapazität
  • LED-Frontbeleuchtung
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