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Fiido M1 E-Bike ab 1019€

Wir hatten bereits mit dem Fiido D1 und dem Fiido D2S zwei E-Bikes des chinesischen Herstellers im Test und waren recht angetan angesichts der kompakten Abmessung und des Preis-/Leistungsverhältnisses. Mit dem neuen Fiido M1 geht der Hersteller nun jedoch eine etwas andere Richtung und bietet weiterhin ein recht kompaktes und faltbares E-Bike, dass jedoch mit recht großen 20″ Felgen mit überdimensionaler Bereifung eher dem aktuellen Lifestyle-Trend folgt. Aktuell kann man sich für das Fiido M1 für 1018,51€ auf Banggood.com benachrichtigen lassen bei Verfügbarkeit.

Neben dem üblichen Rahmen aus Aluminium kommt man auf ein Gesamtgewicht von rund 25kg inklusive dem Akku. Der Akku hat mit 12,5 Ah (36V) eine recht hohe Kapazität für chinesische E-Bikes und soll damit eine Reichweite von bis zu 100km im unterstützenden Modus ermöglichen. Im rein elektrischen (Moped-)Modus sollen es immerhin noch bis zu sehr hohe 65km sein. Als dritten Modus kann man die elektrische Unterstützung auch komplett abschalten.

 

Auffällig sind die großen 20″ Felgen mit einer 4″ breiten Bereifung (~10cm) die auch für Offroad-Fahrten geeignet sein sollen. Dank starker Elektromotor-Unterstützung wird man sicherlich dadurch auch im Gelände seinen Spaß haben können. Dadurch kommt das E-Bike auch auf eine Gesamtlänge von 1,72m und eine Höhe von 1,06m wobei sich die Sattelhöhe wieder individuell anpassen lässt. Dank Faltmechanismus lässt sich diese Größe auf lediglich 96cm Länge und 79cm Höhe reduzieren. Neben den 2 mechanischen Scheibenbremsen bietet das Fiido M1 auch eine 7-Gangschaltung von Shimano. An der Vorderseite wurde eine LED-Beleuchtung integriert. Für die Rückseite gibt es keine Beleuchtung.

 

Der 250W starke Elektromotor beschleunigt das E-Bike auf eine maximale Geschwindigkeit von bis zu 31km/h je nach Untergrund, Steigung und Gewicht des Fahrers. Fiido limitiert das E-Bike vorab jedoch auf 25km/h weshalb man diese Drosselung vorab wohl entfernen muss. Für den Einsatz auf Deutschen Straßen darf man eh mit E-Bikes nicht schneller als 25km/h im unterstützten Modus  fahren Wie genau das bewerkstelligt wird, ist noch nicht bekannt. Der verbaute Akku im Fiido M1 besteht aus 18650er Akkuzellen und liefert eine Gesamtkapazität von 12,5 Ah (36V). Da die Kapazität und auch die Reichweite recht hoch ausfallen, benötigt man auch bis zu 9 Stunden für eine vollständige Akkuladen von 0 bis 100%. Am Lenker verbaut Fiido wie gewohnt ein Display das Informationen zur Geschwindigkeit als auch zur Akku-Restkapazität gibt.

Fiido M1 im deutschen Straßenverkehr

Beim Fiido M1 handelt es sich konkret gesagt eher um ein E-Bike als um ein Pedelec da wir neben der Tretunterstützung auch einen rein elektrischen (Moped-)Modus nutzen können. Darum ist eine Zulassung in Form eines Versicherungskennzeichens, Betriebserlaubnis und eine entsprechende Fahrerlaubnis für den legalen Betrieb des E-Bikes unabdingbar. Man kann natürlich das M1 auch wie ein Pedelec nur mit der Tretunterstützung fahren, jedoch entspricht es nicht den rechtlichen Bedingungen zum legalen Betrieb eines Pedelecs und bei einer Kontrolle könnte man folglich Probleme bekommen.

Testberichte / Erfahrungen / Meinungen

(noch in Arbeit)

Erster Eindruck 

Unser Testgerät ist eingetroffen und war im Prinzip sofort einsatzbereit wenn man es aufklappt und den Lenker und Sitz auf Höhe bringt. optisch sieht das Bike ziemlich gewaltig und irgendwie monströs aus. Rein auf den ersten Blick wirkt die Verarbeitung auch sehr gut, die Schweißnähte am Rahmen sind sauber gezogen, das Kabelmanagement ist nicht unsichtbar aber ebenfalls soweit sauber am mattschwarzen Rahmen verlegt. Das LC-Display wirkt hochwertiger und zeigt rudimentäre Infos wie Geschwindigkeit, Akkustand oder welchen Modi man von den 3 wählbaren gefahren wird. Die Hupe und das helle Licht haben einen extra Knopf in Daumen Nähe.


(die breite Bereifung, das versteckte Schloss und das neue, gut lesbare Display)

Rückseitig liegt leider nur ein Reflektor vor. Wie bei jedem Import Bike gibt es auch wieder einen Gashebel der das E-Bike voll automatisch beschleunigt. So leider in Deutschland nicht erlaubt. Die Endgeschwindigkeit von eigentlich 30km/h wurde zugunsten der hiesigen Gesetze auf 25km/h gedrosselt. Ein entsprechender hinweis lag in Form eines Zettels dabei. Etwas ungewöhnlich ist Schloss für den Schlüssel und die damit verbundene elektrische Nutzung versteckt: auf der Unterseite des Großen Rahmenstückes in dem sich auch der Akku befindet ist das schloss, kaum sichtbar, versteckt. Diebstahlsicher ist da Fiido M1 aber dadurch nicht, ein normales in die Pedale treten ist auch ohne Schlüssel im Schloss möglich. Hier also eine entsprechende Fahradkette besorgen.

Probefahrt & Fahrgefühl

Für eine kurze Probefahrt hatten wir schon mal Zeit. 😛 Schlüssel einstecken, Display an der Lenkstange einschalten, Licht wenn man mag gleich dazu, daraufgesetzt und kurz in die Pedale getreten. Der Motor ist leise und zieht gleich ordentlich flott die Geschwindigkeit an. Die Shimano Gangschaltung ist auch wieder ein Einstiegsmodell, aber deutlich besser als beim kürzlich getesteten Same Bike eingestellt, kaum hörbar und das Schalten geht eben so merklich sauber von der Hand.


(zwar auch nur die günstigste Version der Shimano Schaltungen, aber sauber eingestellt und nur wenig hörbar beim Schalten, kein Schleifen oder Rattern)

Der Sitz ist straff gefedert, die Frontgabel ist ebenso gefedert. Beide können nach Bedarf auf das Gelände oder das eigenen Gewicht eingestellt werden. Die 25km/h sind schnell erreicht, dazu muss ich aber die Gangschaltung benutzen, ansonsten strample ich mich zu Tode. Man hat die Wahl zwischen 3 Stufen der Unterstützung, selbst Stufe ein zieht schon ordentlich an, das ist bei Drehungen/Wenden oder Lenkmanövern auf engen Raum tatsächlich schnell zu viel wenn man langsam fahren möchte. Das schalten der Gänge geht zum Glück bequem über den rechten Daumen an der Schaltkulisse.


(Heckansicht, Gangschaltung und der nicht erlaubte, vollautomatische Gashebel, sowie die Frontgabel mit anpassbarer Federstärke)

Das Fahrgefühl ist angenehm, die dicken Reifen schlucken viel der Unebenheiten des Untergrundes, beim lenken verspürt man aber durch die deutlich dicker Breite der Reifen ein schwereres Gefühl und mehr Widerstand. Daran gewöhnt man sich aber sicher schnell. Der Motor selbst surrt leise vor sich hin, kaum wahrnehmbar. 
Alles in allem schon mal ein ziemlich guter Start. Nun bin ich gespannt wie hoch die Akkureichweite tatsächlich ist.

Fiido liefert mit dem neuen M1 E-Bike ein wirklich interessantes Produkt ab: kompakt, klein, faltbar und trotzdem mit einem großen Akku und hoher Reichweite. Besonders die breiten Reifen und die Offroadfähigkeiten machen es aktuell zu einem eher einzigarten China E-Bike, dass jedoch vor allem aufgrund der maximalen Geschwindigkeit und des rein elektrischen Modus nicht legal in Deutschland bewegt werden darf.

Features

  • 20″ E-Bike mit 4″ breiten Offroad-Reifen
  • 250W Motor, bis zu 31km/h (serienmäßig auf 24km/h gedrosselt, entsperrbar)
  • bis zu 100km Reichweite im unterstützenden Modus und bis zu 65km im rein elektrischen Modus
  • 2 mechanische Scheibenbremsen, Display mit Geschwindigkeit und Akkukapazität
  • LED-Frontbeleuchtung

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12 Kommentare
  1. Kasen
    Kasen sagte:

    Bis zum Diebstahl hatte ich das Fiido D2s soweit umgebaut, daß ab 25 km/h die Motorunterstützung entfällt, der Mopedmodus nur bis 6 km/h geht, Rücklicht/Klingel/Katzenaugen ergänzt wurden und da der Motor nur 250 Watt hat, ging ich dann von StVO-Konformität aus.
    Ich habe mich an die Anleitung von Sino1985 auf youtube gehalten.
    Ob es bei diesem Modell auch geht, wüßte ich gern.

  2. Ronny
    Ronny sagte:

    An dem versuch irgendetwas an der Technik zu ändern hab ich mich noch nicht versucht,da fehlt es mir aber nicht nur an der Erfahrung sondern auch an der Zeit. Daher kann ich da erstmal nichts zu sagen.
    Grüße Ronny

  3. Kasen
    Kasen sagte:

    Danke für Deine Antwort!

    Controller, Kurbelsensor, Griffe und Display (ca. 75 $) habe ich gewechselt. Demontiert wurde der Licht/Hupe-Knopf, Stecker mußte gewechselt werden, das hat natürlich ewig gedauert, weil zum ersten Mal. Dafür konnte man mit 5 Stufen feiner abstimmen als mit dreien.

    Grüße

    Kasen

  4. Ronny
    Ronny sagte:

    Das klingt zumindest erstmal ziemlich gut und wenn dieser doofe, nicht erlaubte automatische Hebel weg ist, umso besser 🙂

  5. Kasen
    Kasen sagte:

    Noch ein kleiner Vorteil: da der andere Kurbelsensor mehr Magnete (12, glaube ich) hat, spricht der Motor mit einer spürbar geringeren Verzögerung an, als beim Original. Ok, da ohne Lichtschalter habe ich auch eine hellere Lampe mit eigenem Schalter montiert.

    Ich habe das M1 bestellt, hoffe aber trotzdem auf die finale Version Deines Tests (bestimmt mit Video).

  6. Ronny
    Ronny sagte:

    Ja ein Test kommt noch, aktuell kann/will ich da aber wegen des starken Windes nicht fahren. 🙂

  7. Kasen
    Kasen sagte:

    Das Fiido M1 ist da, es ist alles so, wie Du beschrieben hast und wesentlich stabiler und besser zu fahren als Fiido D1-D3. Um Probleme mit der Rennleitung zu vermeiden, habe ich das Daumengas samt Kabel in den diesmal üppigen Controllerraum zurückverlegt, aber elektrisch im System belassen. Ob das rechtlich, v.a. auch im Falle eines Unfalls, sauber ist, weiß ich natürlich nicht.

  8. Ronny
    Ronny sagte:

    Ah super, danke dir schon mal fürs kurze Feedback.
    Kannst du schon was zur Akkuleistung /und Reichweite sagen? Bei uns (Ronny/Kay) ist es ja so das wir jeweils 95kg aufs Bike bringen und damit andere Voraussetzung für die maximale Reichweite haben.
    Wenn du uns da kurz deine Erfahrung mitteilen würdest, wäre das sehr cool 😀
    Grüße Ronny

  9. Kasen
    Kasen sagte:

    Naja, ich bin 196cm bei 120 kg, ob den Wert jemand braucht?
    Zumindest schlägt bei dem Gewicht nichts durch, die Federung scheint im Gegensatz zum D2s für das angegebene Gewichtsmaximum ausgelegt zu sein.
    Bei Buckelpisten klackert der Akku im Rahmen ziemlich lautstark, das ist zu beheben.

  10. Ronny
    Ronny sagte:

    Ok also bist du quasi auch aus der Messtoleranz raus 😀 Das Klappern hatte ich jetzt noch nicht.
    Danke dir 🙂

  11. Schnuff
    Schnuff sagte:

    @Kasen ich hab 1000 Fragen! Kannst du sehen, ob sich das Daumengas abklemmen lässt (viele Pedelecs haben so einen Stecker bzw zweigeteiltes Kabel, wo man das einfach abstecken kann) oder geht das direkt in den Controller? Ansonsten ist die Idee nicht schlecht, dass einfach im Gehäuse zu verwahren. Allerdings würde ich hier noch mit Kabelbinder sicherstellen, dass er nicht automatisch mal auf "Gas" geht/verklemmt – wobei die Bremshebel ja beide einen Kontakt haben der den Motor unterbricht (?? das ist jedenfalls bei meinem Trio Frontantriebs Bike so) die trigger ich beim Kurvenfahren immer an (Motorunterstützung direkt weg) und lass sie auf der "geraden" wieder los (instant Torque).

    Meinst Du es ist nötig, beim M1 den Regler zu ersetzen? Wie viele Magnete für den Kurbelsensor hat es denn, oder ist das "okay" wie es ist?
    Gibt´s eine Möglichkeit über USB oder Bluetooth hier ein Softwareupdate zu machen, oder kommt man ins Menü um ggf. individuelle Einstellungen vorzunehmen (im Rahmen der StVZO also zb sanfteres Unterstützen für mehr Reichweite / smootheres Fahrgefühl … )?

    Zum Licht: die Frontlampe benötigt einen Reflektor, eventuell muss ich die auch erstzen gegen eine "zugelassene" – idealerweise mit "Output" für das Rücklicht, was genau weiss ich jedoch noch nicht. Mal schauen, wann es an kommt, bin sehr gespannt 🙂 Ach ja, Reflektoren in den Speichen sind auch vorgeschrieben, hier gibt´s solche Sticks (benötigt dann jede Speiche einen, kann Sch***e aussehen) oder eben weisse Katzenaugen. Die Aufkleberfolien (gibts auch in schwarz, sind bei Lichteinwirkung reflektierend) haben soweit ich weiss leider keine "Zulassung".

  12. Kasen
    Kasen sagte:

    Am Controller sind alle Kabel absteckbar, also auch das Daumengas. Beim D2s ergab ein Abstecken des Daumengases einen Fehler, daher habe ich es hier nicht probiert. Ja, man kann das Daumengas im Controllerraum auch fixieren, ich halte ein eigenständiges Auslösen bei entsprechender Positionierung für unwahrscheinlich.
    Ja, es gibt eine Bremshebelkontaktunterbrechung.
    Der Kurbelsensor scheint baugleich dem des D2s zu sein und bei jenem fand ich 6 Magnete. 12 sorgten beim D2s für ein spürbar direkteres Ansprechverhalten. Jetzt weiß ich leider nicht, ob ein Wechseln des Sensors reicht, kann es der Controller verarbeiten?
    Leider habe ich wie beim D2s keine technischen Beschreibungen zu irgendetwas, kann da also auch nichts ändern.
    Man braucht den vorderen Reflektor nicht zwingend in der brauchbaren, aber nicht guten Lampe.
    Wenn man die Powertaste am Display nochmals drückt, erscheint dort ein Lichtsymbol und es ist auch noch ein Anschluss am Controller frei, hoffentlich dafür. Dann könnte man das vordere Licht samt Tröte und Schalter entfernen. Für das Rücklicht ist eine Combo Rücklicht/Alarmanlage mit Fernbedienung, welche temporär am Lenker befestigt werden kann, im Zulauf.
    Ich denke nicht, dass man jede Speiche mit einem Reflektor versehen muss (2 um 180 Grad versetzt je Rad sollten genügen), irgendwann ist auch mal gut und auf ein dahingehendes Ordnungsgeld würde ich es ankommen lassen.

    Tja, bei Aliexpress gibt es jetzt auch BT-fähige Controller mit bunten Displays, aber noch scheue ich den Versuch, weil ich noch nicht genug getestet habe und es auch nicht zwingend nötig ist. Erstmal teste ich Strassenreifen, weil ich nicht der Geländefahrer bin und mich das Abrollgeräusch stört.

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