FLSUN V400 Testbericht – ab 600€ – extrem flotter Delta Drucker! 300x410mm, 400mm/s, Klipper Speed Pad, Autolevel- & Filamentsensor

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Einen schnellen Drucker wünscht sich fast jeder, ebenso einen großen Bauraum. Der Flsun V400 bietet beides und kann mit maximal 400mm/s drucken! Wie üblich kommt er als Bausatz: bei den Abmessungen von 48 x 43.5 x 109cm kein Wunder. Macht schon mal Platz. 😁

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Flsun V400 Testbericht & Review

Top! Auf Banggood.com bekommt ihr den riesigen Drucker für 600,20 €. 

Technische Daten 300x410mm • 400mm/s • Klipper Speed Pad • Autolevel- & Filamentsensor
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FLSun hat in er Vergangenheit schon einige Drucker auf den Markt gebracht. Bei uns in der Redaktion gab es aber nur sehr wenige zum Testen. Der V400 ist dank der 400mm/ Druckgeschwindigkeit und der Klipper Firmware richtig spannend. Aktuell bekommt ihr den Monsterdrucker ab 600,20€ auf Banggood.com  im Angebot.

FLSUN V400 Delta Drucker Features

Technische Daten des FLSUN V400

 FLSUN V400
DrucktechnologieFDM (Direct Drive)
Druckgeschwindigkeitmax. 400 mm/s, Bewegung max. 500mm/s
Bauraum300 x 410 mm (Durchmesser x Höhe)
Druckbettbeheizbar  <110 C°, magnetische PEI-Auflage
max. Düsentemperatur300 Grad
Düsendurchmesser0,4 mm
Schichthöhe0.05-0.3 mm
KonnektivitätWLAN, USB Stick
Features
  • Auto-Level Sensor
  • Filamentsensor
  • Klipper Firmware
  • Direct-Drive Extruder
  • MKS-Board & TMC2209
  • Speeder Pad 
  • 7 Zoll-IPS-Touchscreen
    • externer Einplatinen-Rechner (1GB DDR4, 16GB interner Speicher)
Stromverbrauch 450 Watt,  Durchschnitt ~150 bis 200 Watt ( Je nach Settings)
MaterialienPLA/PLA+/ABS/PETG/WOOD/TPU/PC/NYLON
Abmessungen / Gewicht48×43.5x109cm | 20 kg

Delta Drucker? Was?

Neben den üblichen kartesischen Druckern, den Core x/y Druckern und ein paar Kuriositäten, gibt es auch noch die Delta-Drucker.  Tatsächlich kamen die uns in all den Jahren des 3D Drucks diese Drucker kaum unter. Ich glaube, bisher hatte ich nur einen im Test. Der Aufbau eines Delta Drucker unterscheidet sich offensichtlich von den bekannten Bauarten der 3D-Drucker.

In erster Linie ist der Aufbau deutlich größer und höher als bei herkömmlichen Druckern, die auch um die 41cm an Höhe drucken können. Das liegt daran, dass Delta Drucker 3 Säulen, mit je 3 bewegliche Armen, mit einem mittig platzierten Druckkopf nutzen. Diese benötigen, für das Abfahren der runden Druckfläche auf Bodenhöhe mehr Platz. Das Druckbett/der Boden sind fest und unbeweglich, es bewegen sich ausschließlich die 3 Arme auf der X / Y und in der Höhe natürlich auch auf der Z Achse.

FLSUN V400 Delta Drucker Bauvolumen

Das sieht im Druckvorgang sehr interessant aus, da wirklich nur die Arme und der mittige Druckkopf sich bewegen. Drucke können so theoretisch sauberer werden, weil es kein bewegliches Druckbett mit entstehenden Vibrationen gibt.

Bausatz mit Platzbedarf

Wie gewohnt müssen die meisten Drucker, einschließlich des Flsun V400 zusammengebaut werden. Mittlerweile sind da nur noch wenige Handgriffe notwendig. Aufgrund der Abmessungen benötigt dieser Delta-Drucker aber gerade in der Höhe mit 1,09m viel Platz, in der Breite /Tiefe mit 48 cm bzw. 43cm ist er aber nicht merklich breiter als andere Drucker. Ebenso ist das Gesamtgewicht von ~20 Kg auch nicht zu unterschätzen.

Anders als bei den meisten Delta-Druckern hängen am Druckkopf ein 385g leichte Effektor, der einen Direct Drive-Extruder, eine doppelte Bauteilkühlung und eine LED-Beleuchtung beinhaltet. Üblicherweise versucht man das Gewicht des Druckkopfes gering zu halten, um schnelle Bewegungen ausführen zu können.

Einfacher Aufbau

Der Aufbau stellt eigentlich kein Problem dar, man benötigt aber eben etwas Platz auf dem Tisch. Die Anleitung ist farblich bebildert und was man machen soll ist klar erkennbar. Eine deutsche Anleitung fehlt aber, man muss mit Englisch auskommen.

Flsun V400 Testbericht & Review Aufbau Flsun V400 Testbericht & Review Aufbau
(Wuchtig, gewaltig und Stabil, aber recht einfach aufgebaut)

Im Grunde muss man nur die 3 Arme an die obere und untere Dreieckige Plattform mit je 4 Schrauben befestigen, vorher noch ein Kabel für den jeweiligen Motor anklemmen.

Flsun V400 Testbericht & Review Aufbau Flsun V400 Testbericht & Review Aufbau

Die drei Carbon Arme mit halbrunden Aufnahmen und Federung klemmt man an die Achsen und an den/das Extruder /Effektor Modul. Die Kabelenden sind markiert, falsch anklemmen kann man hier kaum etwas. Dank Kabelschlauch hängt auch nichts umher. 

Flsun V400 Testbericht & Review Aufbau

Der Filamentsensor ist etwa fummelig auf der Unterseite der oberen Plattform anzuklemmen, aber auch das geht soweit ohne Probleme. Ein weißer Port mit „Sensor“ bleibt unbelegt, dem Lieferumfang liegt ein magnetischer Sensor für das Autoleveling bei, den man zum Leveln anklemmen und an den weißen Port stecken muss. Das war bei den Vorgängern auch schon so, das der Level Sensor nicht im Druckkopf integriert wurde. Das spart eben auch am Gewicht.

Flsun V400 Testbericht & Review Aufbau

Durch den Y-Motor Schacht schiebt man die kleine Kabelpeitsche nach unten hin, um das Speed Pad und einen Anschluss am Mainbord zu erreichen. Kabelwirrwarr hat man so absolut nicht, lediglich zwei Kabel auf der Unterseite zum Pad hin für Strom und die USB Datenverbindung. Rückseitig liegt aber noch das benötige Stromkabel für den Drucker an. 

The need for Speed

Mit den beworbenen 400mm/s gibt es kaum greifbare Konkurrenz neben dem Bambu Lab X1 mit bis zu 500 mm/s oder dem jetzt im Vergleich eher langsam klingenden Anker Ankermake M5 mit „nur“ 250mm/s. Hat man aber den Anker in Betrieb gesehen und vergleicht es mit normalen üblichen 60 mm/s, ist es schon super schnell. Dann kann man sich auch in etwa vorstellen, was 400 oder gar 500 mm/s Geschwindigkeit bedeuten.

FLSUN V400 Delta Drucker Geschwindigkeitsvergleich

Ums anders auszudrücken: ein Benchy Testschiff mit 60mm/s dauert je nach Drucker 1,15 h, der Ankermake macht es mit 250 mm/s in 41 Minuten, Bambu Lab X1 schaffte es in krassen 15 (!) Minuten. Somit reiht sich der V400 irgendwo bei ~30 Minuten ein. Eine enorme Geschwindigkeit.

Geschwindigkeit allein ist natürlich nicht nur Trumpf, die Druckqualität muss stimmen. Da konnten der Bambu und Anker schon überzeugen. In einigen Videos schneidet der V400 auch schon sehr gut ab, gerade wenn man bedenkt, was für eine enorme Geschwindigkeit hier an den Tag gelegt wird.

FLSUN V400 Delta Drucker Direct-Extruder

Mit unter zuständig dafür sind:  das Auto-Leveling, das 300-Grad-Hotend und natürlich Direct-Drive-Extruder der sich das Filament selbst zieht und nicht über einen Feeder geschoben bekommt. Dafür benötigt es natürlich auch eine stabile Konstruktion. Wichtig ist ebenso die genutzte Firmware beziehungsweise die genutzte Hardware, die sämtliche Bewegungen berechnet und koordiniert.

FLSUN V400 Delta Drucker Stabilität

Druckergebnisse

Die folgenden Drucke sind allesamt in PLA entstanden. Das verzeiht sehr viel und ist für hohe Geschwindigkeiten sehr gut geeignet. Andere Materialien wie PETG, TPU oder ABS gehen auch (siehe weiter unten) sollten aber langsamer gedruckt werden. Um das volle Potential und Geschwindigkeit des Flsun v400 auszuschöpfen, solltet ihr auf PLA setzen.

Schraube & Mutter

Dank vorliegendem USB-Stick und einiger Testdateien kann direkt loslegen, denn auch 250g Filament sind enthalten. Spontan hab ich die Schraube mit Mutter als erstes gedruckt. Nach gut 1h 54 Minuten war der 12 cm hohe Druck schon beendet. Die Mutter passte super locker auf das Gewinde, die Druckqualität schaut sehr gut aus.

Flsun V400 Testbericht & Review Testdrucke Flsun V400 Testbericht & Review Testdrucke

Benchy Schiffchen

Da das aber ein einfaches Model ist, musste natürlich das Benchy Schiffchen wieder herhalten. Mit den Standardeinstellungen von Cura war hier der Druck nach 31 Minuten beendet. Also gut 10 Minuten schneller als der Ankermake M5. Ok ich hab eher 20-25 Minuten erwartet, dennoch bin ich mit dem Resultat sehr zufrieden. Je nach Lichteinfall erkennt man die ein oder andere Drucklinie, im gesamten aber ein gutes Ergebnis.  

Flsun V400 Testbericht & Review Testdrucke Benchy Test Flsun V400 Testbericht & Review Testdrucke Benchy Test

Ultimate Torture Test

Wie schauts mit Überhängen oder filigranen Spitzen eigentlich aus? Dafür nehme ich gerne den Ultimate Torture Test. Nach 1h 33 min war auch dieser Test beendet. Die Überhänge.. Naja nicht gerade eine Glanzleistung, aber durchschnittlich. Die Turmspitzen sind sehr gut geworden, hier war die Drucktemperatur mit 210°C aber etwas zu hoch und somit kam es zu stringing. Der größere schräge Überhang wurde erfolgreich beendet, die Unterseite sieht nur minimal unsauber aus

Flsun V400 Testbericht & Review Testdrucke Torture Test
(Die Überhänge sind nicht perfekt, der Rest aber passend, Temperatur ist noch zu hoch eingestellt: Stringing)

Torture Cube

Diese Datei drucke ich auch sehr gerne. Gerade mit einer höheren Geschwindigkeit ist die Präzision des Druckkopfes, die hier an den Tag gelegt wird, extrem erstaunlich. Wie auch der Ankermake schlägt sich der Flsun V400 hier mit Bravour. Die Unterseiten sind nur minimal unsauber, sämtliche quer verlaufenden Säulen sind sehr sauber gedruckt. Ein Top-Ergebnis.

Flsun V400 Testbericht & Review Testdrucke Torture Test Flsun V400 Testbericht & Review Testdrucke Torture Test

Kleinere, filigrane Modelle

Kleinere Modelle kann man natürlich auch drucken, zu filigran wie der Eifelturm darf es dann aber auch nicht werden. Das liegt nicht unbedingt an der Geschwindigkeit, sondern am Düsendurchmesser. Der Druck dauerte 1,5 Stunden. Vergleicht man das mit der Mutter & Schraube weiter oben ist das nicht so ein schnelles und gutes Ergebnis.

Flsun V400 Testbericht & Review Testdruck Eifelturm
(mit 12 cm Höhe etwas mickrig und nur in bescheidener Qualität, in größer kein Problem)

Desk Skull

Ich als Schädelfan hab auch den Desk Skull erneut gedruckt. Nach 6 Stunden war der recht große Druck auch schon beendet. Wenn ich es noch ganz richtig in Erinnerung habe, brauchte der Anker hier 7,5 Stunden. Überwiegend schaut der Kopf wirklich super aus.

Flsun V400 Testbericht & Review Testdrucke Desk Skull Flsun V400 Testbericht & Review Testdrucke Desk Skull

Hat man aber eine starke Lichtquelle an, beispielsweise die LED vom Druckkopf, dann schaut es irgendwie erschreckend aus. So schlimm ist es aber nicht. Das Ergebnis kann sich absolut sehen lassen und steht dem des Ankermake M5 in nichts nach.

Flsun V400 Testbericht & Review Testdrucke Desk Skull Flsun V400 Testbericht & Review Testdrucke Desk Skull 
(Je nach Licht schwankt das visuelle Ergebnis, wirkt auf den Bildern aber schlimmer als es tatsächlich ist)

Große Drucke

Terminator Kopf

Ja ich muss meinem T-800 Fetisch erneut frönen. Allerdings klappte es leider so überhaupt nicht. Die ersten paar Zentimeter liefen gut, im laufe des Druckes gab es aber eine Layershift und später erneut einen. Zu all dem kam noch das Ende des Filamentes. Der Druck stoppte entsprechend. Am Druck selbst konnte ich somit auch nichts retten. Das war für die Tonne.

Flsun V400 Testbericht & Review Testdruck Terminator Kopf Flsun V400 Testbericht & Review Testdruck Terminator Kopf

Die Druckqualität des Schädels war mit erhöhter Geschwindigkeit aber auch nur Durschnitt. Die Schichten hab ich im einzelnen in unterschiedlichen Bereichen erkennen können. Also doch wieder die Standard Settings von Cura nutzen. 

Also noch neu in Cura berechnet, anderes Filament genommen, erneut gestartet. Ok das Filament reichte auch dieses mal nicht, was grundlegend kein Problem ist. Denn den Filamentwechsel muss ich mir ja ebenso anschauen.😜 Der klappte übrigen soweit ohne Probleme.

Flsun V400 Testbericht & Review Testdruck Terminator Kopf Layershift Flsun V400 Testbericht & Review Testdruck Terminator Kopf Layershift

Ich vermute mal der Druck an sich schaut ganz gut aus.. Aber zu meinem Entsetzen muss ich erneut feststellen das wieder ein Layershift während des Druckes entstanden ist. Zwar etwas später/ höher als beim ersten mal, aber wieder ist ein langer großer Druck versaut. 

Aktuell ist das ein absolutes KO Kriterium für mich, egal wie schnell oder wie gut die anderen Modelle gedruckt worden sind. Woran es liegt weiß ich allerdings auch nicht, da das Homing und sämtliches manuelles bewegen in unterschiedlicher Höhe ohne Probleme funktioniert.

Scheinbar liegst an der Breite des Modells und dem Support. Irgendwo fängt die Düse an auf dem gedruckten Bereichen hörbar zu kratzen und bleibt scheinbar auch hängen. Normal dürfte das aber einfach nicht passieren.  

Ich werde nun erneut einen höheren Druck nun in 37cm starten, zwar nur eine Säule, aber hier werde ich ja erneut sehen, ob es erneut scheitert oder klappt. Aber selbst wenn es klappt: ein flaues Gefühl im Magen bleibt wenn ich weiß das einige Vorhaben nicht auf diesem Drucker druckbar sind… 

Flsun V400 Testbericht & Review Testdruck hohes Modell Flsun V400 Testbericht & Review Testdruck hohes Modell

Leck mir doch die Beulen! Warum klappt das jetzt mit einer höheren aber schmaleren Datei ohne Probleme? Wie man sieht ist die Säule absolut astrein ohne Probleme oder Layershift zu Ende gedruckt worden.. Ein Grund zur Freude, aber wiederum ist mein Problem damit nicht gelöst.

Gut also noch mal was größeres Drucken und abwarten, aber eine andere Datei als den T-800 Schädel. Also schmeißen wir den Slicer noch mal an.

Flsun V400 Testbericht & Review Testdruck große Eule

Ja fast, aber auch nur fast…Ein „movement Error“ auf den letzten paar Zentimeter überraschte mich direkt am Morgen im Büro.. Wieder ein 16h Druck der nicht beendet wurde.. Lieg es an Cura? Liegt es am USB Stick? Liegt es and er Datenübertragung zum Speeder Pad? Liegt es am Drucker selbst?

Mir vergeht echt die Lust größere Modelle zu drucken. Nicht nur das es viel Zeit kostet, sondern auch das Material was dabei verwendet wird ist nicht zu unterschätzen. Im Gesamten hab ich so schon wieder gut 2 kg Filament verdruckt, teils einfach nur für die Mülltonne. Da ist so extrem ärgerlich, da ich eben auch nicht weiß warum es an bestimmten Modellen oder im allgemeine am Druck scheitert. 

PETG

PETG ist natürlich auch druckbar. Bei kleinen Modellen wie dem Benchy Schiffchen auch ohne Probleme. Bei größeren Modellen ist bei mir die Grundeinstellung der Geschwindigkeit für den Support aber zu schnell. Den druckt er nicht, entsprechend hat man eine totale Verwüstung auf dem Druckbett und überall loses Filament Teile liegen. Also muss man hier die Geschwindigkeit herunterschrauben um PEG auch sauber zu drucken. Die Haftung auf dem Druckbett bei 80°C war gut, Düsentemperatur lag bei mit bei ~230°C. 

ABS

ABS und ich werden wohl nie so richtig freunde. Ok das Benchy Schiffchen klappte wunderbar. Nur war ich beim abnehmen von der noch warmen Druckfläche zu schnell und hab den Boden abgerissen. Egal der Druck hat geklappt und schaut auch gar nicht so schlecht aus. Bei größeren Modellen hatte ich wie üblich etwas Probleme mit der Haftung. Hier muss ich die Druckbett Temperatur noch weiter erhöhen. Ansonsten ist auch ABS weniger das Problem, wobei man ABS ja eigentlich immer etwas langsamer druckt.

Speeder Pad mit Klipper

Dafür kommt neben dem normal verbauten MKS Board mit TMC2209 Stepper Treibern, das nur für ausführenden Aufgaben „degradiert“ wird, noch ein über eine externe Schnittstelle angeschlossenes, mit einem ein-Platinen Rechner ausgestatteten Speeder Pad zum Einsatz.

Flsun V400 Testbericht & Review Klipper Speeder Pad

In dem Speeder Pad stecken 1GB DDR4, 16GB interner Speicher, die mit der Klipper Firmware bestückt ist und per 7 Zoll IPS Display bedient wird. Per WLAN kann man die Bedienung ebenso ausführen. Normalerweise wird hier gerne ein Raspberry Pi genutzt, aufgrund der extrem gestiegene Preise entschiedet man sich aber für ein anderes Board.

So kann nun Plug & Play die Druckqualität mit Input Shaping oder Pressure Advance verbessern. Wer richtig krass darauf ist, kann im Handumdrehen sicher auch die Klipper Firmware anpassen.

Das Speeder Pad ist allerdings nicht open Source, Updates werden von Flsun bereitgestellt, um sicherzugehen, dass auch alle Funktionen am jeweiligen Drucker funktionieren. 

Um die Updates zu beziehen muss man sich lediglich in ein Netzwerk einloggen. Unter Firmware kann man dann entsprechende Updates beziehen.

Flsun V400 Testbericht & Review Klipper Speeder Pad

Einfache Nutzung

Tatsächlich hatte ich anfänglich bedenken wie das Speeder Pad mit der Klipper Firmware sich bedienen lässt und ob man erschlagen wird von Funktionen oder ob man sonstiges erst alles einstellen muss. Dem ist nicht so, Entwarnung an dieser Stelle an all diejenigen die ebenso wie ich noch keinen Kontakt zu Solchen Zusatzboards hatten.

Angeklemmt, angeschmissen, kurz die Menüs betrachtet und festgestellt: das ist übersichtlich und bedient sich sehr gut. Wie üblich ist der erste Schritt immer das ausrichten/Leveln des Druckkopfes. Also den entsprechenden Menüpunkt ausgewählt, den magnetischen Sensor angeklemmt und die Messung kann starten.

Ebenso kann ich die Druckfläche einmessen lassen. Hab ich das getan muss nur noch der Z-.Achsen  Nullpunkt bestimmt werden. Hierfür muss der Level Sensor wieder entfernt werden. Hab ich den Punkt eingestellt, kann ich auch den ersten Druck starten.

Will ich eine Netzwerkverbindung einrichten finde ich die entsprechenden Menüpunkte auch sehr bequem.

Durchweg bedient sich das Speeder Pad sehr angenehm. Die Eingaben per Finger werden direkt umgesetzt, Verzögerungen gibt es nicht. Durch die Kabelverlegung am Boden hat man aber das Nachsehen wenn der Drucker auf dem Boden und nicht auf einem Tisch oder Hocker steht. Man muss immer in die Knie gehen.

Schade ist ebenso das Cura keine Vorschaubilder der zu druckenden Datei liefert. So hat man eben nur die Namen des zu druckenden Objektes im Menü.

Wer eine Netzwerkeinbindung per WLAN eingerichtet hat kann per Browser am PC oder auch Handy Klipper komplett steuern und bedienen. Leider nur im eigenen, lokalen  Netzwerk ein Zugriff von unterwegs ist so nicht möglich. Irgendwelche Sicherheitsangaben kann man nicht vornehmen wie Login oder Passwort.

Flsun V400 Testbericht & Review Browser Steuerung Klipper

Cura mit Profil

Flsun hat keine eigene Software, stattdessen setzt man auf die mitgelieferte Cura 5.0 Version, in der man den Drucker einfach auswählen kann und entsprechende Pre-Settings erhält. Im Kern muss ich hier nicht wirklich etwas verändern. Von Werk aus sind allerdings nur 2 Wände angegeben und der Boden lag glaube bei 3 Schichten. Für mehr Stabilität kann man hier die Werte anheben. 

Die Geschwindigkeits-Einstellungen sollte man soweit auch in Ruhe lassen, da sich mit den erhöhen der Geschwindigkeit das Druckbild verschlechtert. Die ersten beiden schichten werden in 50mm/s gedruckt, auch diesen Wert sollte man so belassen. ansonsten haut es mit der Haftung nicht so wirklich hin. Ok, alternativ könnte ich hier auch die Druckbett Temperatur anheben. 

Flsun V400 vs Ankermake M5

Hier mal ein Vergleich der Settings des Ankermake M5 und des Flsun V400.

Flsun V400 Testbericht & Review Cura Settings

Vergleicht man die Werte beider Geräte wird eins direkt klar: wahnsinnig viel schneller ist der FLsun V400 nicht, nur bei maximalen Druckgeschwindigkeit, dem Innfill oder innenliegenden Wänden. Außenwände werden mit 130mm/s gedruckt wo der M5 mit 150 mm/s an die Sache herangeht.

Somit hat man teils eine höhere Geschwindigkeit beim V400, das sich auch auf die Druckzeit positiv ausübt, im Kern ist der M5 aber nur bedingt langsamer. Gerade im Betracht der Rohdaten von 250mm/s zu 400mm/s ist das Ergebnis dann doch nicht so überwältigend wenn man normal große Modelle Druckt.

Nüchtern in Zahlen ausgedrückt ist der V400 je nach Modell und je Druckstunde 10-20 Minuten schneller. Aber weit entfernt von Doppelt so schnell. Dennoch gerade bei größeren Modellen Zeitlich deutlich im Vorteil.

Stomverbrauch

Die Herstellerangabe liegt bei 450 Watt. Beim anheizen des Druckbettes und des Druckkopfes liegt man zwischen 320 Watt und 340 Watt. Danach fällt der Verbrauch auf unter 300 Watt. Im Durchschnitt beim drucken von ABS mit 220°C Düsentemperatur und einem Druckbett bei 80°C lag ich anfänglich bei bei 250 Watt Verbrauch, im laufe des Druckes dann eher bei deutlich angenehmeren 150-170Watt.

Fazit /Einschätzung: Flsun V400 kaufen?

Mit dem Druckergebnissen und der erreichten Geschwindigkeit bin ich wirklich zufrieden. Die 400mm/s suggerieren aber eine höhere Grundgeschwindigkeit die an vielen Stellen aber nicht erreicht wird. Dennoch ist man flotter als beispielsweise der AnkerMake M5 der mir ja schon sehr gut gefallen hat. 

Die Druckqualität stimmt in jedem Fall, das hab ich mit unterschiedlichsten PLA Filament Herstellern ausprobiert. Die Zeitersparnis und die fertigen Modele sprechen für sich. Die Haftung auf dem Druckbett ist meist sehr gut, komplett füllen konnte ich die Fläche aber nicht immer, da sich ein Teil irgendwie immer gelöst hatte. Hier hilft aber da blaue M3 Tape Wunder.  Die anderen Verdächtigen wie PETG, TPU und ABS lassen sich auch drucken, hier aber eher langsamer. 

Was mich aber wirklich ärgerte waren die beiden 10h Drucke des T-800 Kopfes die nach etwas 10-15cm Höhe in beiden Fällen eine Layershift bekommen haben. Der Druck ist somit nicht mehr brauchbar. Grundsätzlich kann man aber hohe und große Modelle Drucken, siehe am 37cm hohen  Stab. Woran es letztendlich lag konnte ich leider nicht herausfinden, die Dateien wurden jeweils neu in Cura berechnet. Vielleicht liegt der Fehler auch nur in meinem Drucker vor, das kann ich aber nicht beurteilen.

Für mich druckt er somit leider nicht zuverlässig genug.

Das Klipper basierende Speeder Pad ist grundsätzlich einfach aufgebaut und Plug & Play fertig. Mittels WLAN Anbindung kann ich im Browser am Handy oder dem PC Einstellungen vornehmen oder den Drucker im gesamten steuern und stoppen. So kann ich auch eine Webcam anklemmen sofern vorhanden. 

Es gibt natürlich auch technisch fortschrittlichere Drucker wie den Bambu Lab X1 der mit Sensoren die erste Schichthöhe und den Filamentfluss berechnet. Das kann der Flsun V400 nicht liefern. 

Je nach Shop liegt man hier zwischen 750€ und 950€. Gerade bei letzterem Preis würde ich wohl auch zu einem anderen Drucker greifen. Rein technisch gesehen bietet der V400 Drucker an sich nicht viel Neues, lediglich das Speeder Pad. Schaut man zu Crealitys Sonic Pad liegt man da bei 150€. Also sprengt dieses Feature auch nicht den Preisrahmen. Sorgt aber für eine sehr hohe Geschwindigkeit und eine sehr gute Druckqualität.

Wer ein ebenfalls sorglos rundum Paket mit Kamera, App Steuerung und hoher Geschwindigkeit, denjenigen kann ich bedenkenlos den AnkerMake M5 empfehlen. Der Druckt auch nach etlichen Stunden immer noch extrem zuverlässig, dürfte aber gerne über eine etwas größere Druckfläche verfügen.

Wer einen State of the Art 3D Drucker sucht und noch ein paar Mark mehr ausgeben kann oder möchte: Bambu Lab X1! unangefochten wohl der König um die 1000 €.

YouTube Review
Ronny

Mittlerweile schreibe ich nun schon über 8 Jahre für NerdsHeaven.de und bin somit auch für den überwiegenden Großteil der Inhalte verantwortlich und bin das Gesicht auf unserem gleichnamigen YouTube Kanal. Nebenbei beantworte ich eure Fragen, kommentiere auf YouTube, Instagram, Twitch, Twitter, Facebook, TikTok und was weiß ich wo noch so ^^ Gaming und Metal sind mein Leben 🙂 & Sport!

Kommentare (5)
  • Welle

    27.08.2023, 19:53

    Danke
    hab ein durch Dich gekauft und bin extrem zufrieden. Hab 4 Filament Drucker und 2 Resin Drucker.

  • Falko

    14.09.2023, 11:36

    Ich bin immer noch unerschlossen welchen Drucker

    Selber habe ich den q5 / SR und den k1 gehabt SR mir Klipper war ganz gut aber muss was neues her der K1 nur Problem gehabt vom Deckel mir der Schleppnette mal abgesehen extremes vibrieren in der YX Achsen
    Der k1 ging zurück montagsmodell ?

    So was mein ihr K1 noch mal bestellen ? V400 oder doch den P1S aber den dem stört mich das das er kein Display hat

    Habe langsam keine Ahnung mehr

  • Falko

    14.09.2023, 11:41

    Achso der Fehler das der Druck abbricht habe ich von jemand gehört das kann sein wenn der Sprecher von Speeder Pad voll ist ob das so ist bei ihm hat’s geholfen

  • Ronny

    14.09.2023, 11:43

    @Falko: Ich bin immer noch unerschlossen welchen Drucker

    Selber habe ich den q5 / SR und den k1 gehabt SR mir Klipper war ganz gut aber muss was neues her der K1 nur Problem gehabt vom Deckel mir der Schleppnette mal abgesehen extremes vibrieren in der YX Achsen
    Der k1 ging zurück montagsmodell ?

    So was mein ihr K1 noch mal bestellen ? V400 oder doch den P1S aber den dem stört mich das das er kein Display hat

    Habe langsam keine Ahnung mehr

    Sprichst du vom Creality K1? Die andern erwähnten Modelle kann ich ohne Hersteller auch nicht zuordnen^^
    Den Creality K1 hab ich da, 3 Druck gemacht, vibriert stark, aber Druck ist 1a. Keine Probleme.
    Den Bambulab p1p hab ich auch da, druckt super zuverlässig, super sauber, Software Slicer auch etwas besser als der Creality Print.
    Ich finde beide Geräte auf jeden Fall besser als den V400, (auch im Zuge der Präzision und Geschwindigkeit.)der bei mir bei großen Projekten immer Fehler produziert hatte.
    Grüße

  • Falko

    16.09.2023, 20:07

    @Falko: Ich bin immer noch unerschlossen welchen Drucker

    Selber habe ich den q5 / SR und den k1 gehabt SR mir Klipper war ganz gut aber muss was neues her der K1 nur Problem gehabt vom Deckel mir der Schleppnette mal abgesehen extremes vibrieren in der YX Achsen
    Der k1 ging zurück montagsmodell ?

    ok den wirds wohl ein P1S DANKE dir

    So was mein ihr K1 noch mal bestellen ? V400 oder doch den P1S aber den dem stört mich das das er kein Display hat

    Habe langsam keine Ahnung mehr

    @Ronny: Sprichst du vom Creality K1? Die andern erwähnten Modelle kann ich ohne Hersteller auch nicht zuordnen^^
    Den Creality K1 hab ich da, 3 Druck gemacht, vibriert stark, aber Druck ist 1a. Keine Probleme.
    Den Bambulab p1p hab ich auch da, druckt super zuverlässig, super sauber, Software Slicer auch etwas besser als der Creality Print.
    Ich finde beide Geräte auf jeden Fall besser als den V400, (auch im Zuge der Präzision und Geschwindigkeit.)der bei mir bei großen Projekten immer Fehler produziert hatte.
    Grüße

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