Nothing Phone 4a Pro – Mittelklasse-Smartphone mit Snapdragon 7s Gen 4 und 50 Watt Schnellladen 6,83″, Snapdragon 7s Gen 4, Periskop-Kamera, Glyph Matrix
Das Nothing Phone (4a) Pro bietet mit Snapdragon 7s Gen 4, 12 GB RAM und 120 Hz OLED-Display eine solide Mittelklasse-Ausstattung. Die Periskop-Kamera mit optischem Zoom und die erweiterte Glyph Matrix heben es von Konkurrenten ab. Kratzanfälliges Aluminiumgehäuse und fehlendes kabelloses Laden trüben jedoch das Gesamtbild.
NerdsHeaven.de ist Teil des Amazon Partnerprogramm und eBay Partner Network. Wir verdienen Provision für qualifizierte Käufe über Links auf unserer Seite, ohne Mehrkosten für euch. Das hat keinerlei Auswirkung auf unsere Bewertungen.
Wenn euer aktuelles Smartphone langsam den Geist aufgibt, aber ihr nicht gleich eure Niere für ein Flaggschiff verpfänden wollt, könnte das Nothing Phone (4a) Pro interessant sein. Die Marke Nothing hat sich in den letzten Jahren einen Namen damit gemacht, Smartphones mit ungewöhnlichem Design zu vernünftigen Preisen anzubieten. Das Phone (4a) Pro setzt diese Tradition fort und versucht, mit transparenten Elementen und LED-Spielereien zu punkten.
Persönlich bin ich bei transparenten Gehäusen immer etwas zwiegespalten. Klar, das war in den 90ern bei Game Boys cool, aber bei einem Gerät, das man täglich dutzendfach in die Hand nimmt, muss die Verarbeitung stimmen. Das Nothing Phone (4a) Pro nutzt ein Aluminium-Unibody-Design, was erst mal gut klingt, aber dazu später mehr.
Technische Ausstattung: Solide Mittelklasse mit Snapdragon-Herz
Im Inneren werkelt ein Qualcomm Snapdragon 7s Gen 4, der sich in der gehobenen Mittelklasse ansiedelt. Gekoppelt mit 12 GB RAM sollte das Phone (4a) Pro auch beim Multitasking nicht ins Schwitzen kommen. Der Speicher umfasst 256 GB im UFS-3.1-Standard, was für Fotos, Apps und die unvermeidliche Sammlung an vergessenen Screenshots mehr als ausreicht.
Das 6,83″ große Display bietet neben einer Auflösung von 2800 x 1260 Pixel eine Bildwiederholfrequenz von 144 Hz auf einem flachen AMOLED-Panel mit einer Spitzenhelligkeit von 5000 nits. Flach bedeutet hier: keine gekrümmten Displayränder, die versehentliche Eingaben provozieren. Ein Feature, das im Alltag mehr wert ist als viele Marketing-Gimmicks. Die höhere Bildwiederholrate sorgt dafür, dass Scrollen und Animationen geschmeidig aussehen, auch wenn der Unterschied zwischen 120 und 144 Hz für die meisten Nutzer eher akademisch sein dürfte.
Akkulaufzeit und Laden: Vernünftige Werte ohne Überraschungen
Mit einem Akku zwischen 5.080 mAh sollte das Phone (4a) Pro problemlos durch einen durchschnittlichen Tag kommen. Die 50 Watt Schnellladefunktion kabelgebunden ist ebenfalls ordentlich, auch wenn andere Hersteller mittlerweile mit dreistelligen Wattzahlen prahlen. Interessant ist die Unterstützung für Reverse Charging, mit der ihr andere Geräte aufladen könnt, was praktisch ist, wenn der Kollege mal wieder sein Ladekabel vergessen hat.
Was fehlt, ist drahtloses Laden. In dieser Preisklasse kein Dealbreaker, aber durchaus eine Funktion, die mittlerweile auch günstigere Modelle bieten. Wer sich daran gewöhnt hat, das Smartphone einfach auf eine Ladematte zu legen, wird das vermissen.
Kamera: Periskop-Zoom als Highlight
Die Hauptkamera löst mit 50 Megapixel auf und nutzt ein Periskop-System für den Zoom. Damit sind 3,5-facher optischer Zoom, 7-facher verlustfreier Zoom und bis zu 140-facher Digitalzoom möglich. Letzterer ist eher eine Spielerei, ab etwa 20-fachem Zoom wird es bei den meisten Smartphones unscharf und pixelig.
Käufer heben in Rezensionen den erweiterten Zoom positiv hervor, auch wenn die Bildqualität bei extremen Vergrößerungen naturgemäß abnimmt. Das transparente Kameramodul sieht zwar schick aus, passt laut Marktrecherche aber farblich nicht optimal zu den Premium-Modellen der Reihe. Ein Detail, das designaffine Nutzer stören könnte.
Design und Verarbeitung: Schick, aber kratzanfällig
Das Aluminium-Unibody-Gehäuse mit transparentem Element sieht auf Pressefotos durchaus elegant aus. Im Alltag zeigt sich aber ein klassisches Problem von Aluminiumgehäusen: Sie neigen zu Kratzern. Wer sein Smartphone ohne Hülle nutzen möchte, sollte darauf vorbereitet sein, dass das Phone (4a) Pro nach einigen Monaten Gebrauchsspuren zeigen wird.
Die IP65-Zertifizierung schützt gegen Staub und Strahlwasser, aber nicht gegen Untertauchen. Beim Händewaschen oder im Regen habt ihr nichts zu befürchten, in die Badewanne sollte das Gerät aber nicht fallen.
Ein besonderes Feature ist die Glyph Matrix, Nothings LED-System auf der Rückseite. In dieser Generation wurden mehr Funktionen integriert: Timer, Uhr und benutzerdefinierte Benachrichtigungen lassen sich damit anzeigen. Das ist zugegebenermaßen eher Spielerei, aber eine, die Nothing von der Konkurrenz abhebt.
Einschätzung: Vernünftige Mittelklasse mit Ecken und Kanten
Das Nothing Phone (4a) Pro positioniert sich als solides Mittelklasse-Smartphone mit einigen durchdachten Features. Die Kombination aus Snapdragon 7s Gen 4, 12 GB RAM und einem hochauflösenden Display sollte für die meisten Alltagsaufgaben mehr als ausreichen. Die Periskop-Kamera mit optischem Zoom hebt sich von vielen Konkurrenten ab, auch wenn die extremen Digitalzoom-Werte eher Marketingmaterial sind.
Kritisch zu sehen sind das kratzanfällige Aluminiumgehäuse und das Fehlen von kabellosem Laden. Auch die farbliche Abstimmung des transparenten Bereichs scheint nicht optimal gelungen zu sein. Die Frage ist: Welche Kompromisse seid ihr bereit einzugehen, um das ungewöhnliche Design und die Glyph-LEDs zu bekommen?
Habt ihr bereits Erfahrungen mit Nothing-Smartphones gemacht oder überlegt ihr, auf die Marke umzusteigen? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare, besonders interessiert mich, ob das transparente Design und die Glyph Matrix für euch ein Kaufargument oder eher Marketing-Gedöns ist.


