Ulefone Armor 11 5G Testbericht – ab 309€ – Outdoor Smartphone mit Nachtsichtkamera 6,1″ HD+, 8/256GB, 5G, NFC, IP68

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Die 5G Konnektivität und die Infrarot Nachtkamera sind das ungeschlagene Highlight des Ulefone Armor 11. Der Rest bleibt nur Standardkost.

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Mit Lieferung aus China könnt ihr das spannende Outdoor Smartphone für 306,09€ auf Bangggood.com bestellen.

Technische Daten 6,1" • 1560x720 • MediaTek Dimensity 800 • 8+256GB (erweiterbar) • LTE (inkl. Band 7/20/28) • 5G • USB Typ-C • 5200mAh • Android 10
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Hier findest du unseren Video-Testbericht.

Nach nur wenigen Monaten wird direkt ein „Nachfolger“ des Ulefone Armor 10 5G veröffentlicht. Das neuste Smartphone aus der Outdoor Serie bekommt gleich 5 Kameras spendiert, wovon eine Kamera echte Infrarot Nachtsicht ermöglicht. Preislich liegen wir bei 309,15€ auf Banggood.com. Was das Gerät ansonsten auf dem Kasten hat, lest ihr hier.

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Das Ulefone Armor 9 konnte mit einer Wärmbildkamera punkten, das Armor 10 mit 5G Konnektivität und beim kürzlich erschienenen Ulefone Armor 11 5G setzt man auf eine Nachtsichtkamera. Damit ist es sicher nicht das erste Smartphone mit solch einem Feature, aber 5G wird auch mitgeliefert. In der Kombination gab es das garantiert noch nicht.

Technische Daten

 Ulefone Armor 11 5G
Ulefone Armor 10 5G
Display6,1″ IPS LCD, HD+, 1560×720 Pixel, 395 PPI6,67″ IPS LCD, Full-HD+, 2400×1080 Pixel, 410 PPI
ProzessorMediaTek Dimensity 800 @ 2,0 GHzMediaTek Dimensity 800 @ 2,0 GHz
GrafikchipARM Mali G57ARM Mali G57
Arbeitsspeicher8 GB LPDDR4X8 GB LPDDR4X
Interner Speicher256 GB UFS2.1 (erweiterbar)128 GB (erweiterbar)
Hauptkamera48 MP Sony IMX582 f/1.89, 13 MP Ultraweitwinkelkamera, 2 MP Portraitkamera f/2.0, 2 MP Makrokamera + 20 MP Sony IMX350 Infrarot-Nachtsicht64 MP Samsung GW1 f/1.89, 8 MP Ultraweitwinkelkamera, 2 MP Portraitkamera f/2.0, 5 MP Makrokamera
Frontkamera16 MP mit f/2.2 Blende16 MP mit f/2.2 Blende
Akku5.200 mAh mit 10 W induktives Laden5.800 mAh mit 15 W induktives Laden
KonnektivitätWLAN AC, Bluetooth 5.0, 5G, LTE Band 7/20/28, GPS/GLONASS/BDS/Galileo, Hybrid-SIM, USB-C, WLAN AC, Bluetooth 5.0, 5G, LTE Band 7/20/28, GPS/GLONASS/BDS/Galileo, Hybrid-SIM, USB-C, 
FeaturesFingerabdrucksensor seitlich, NFC, IP68/IP69K-RatingFingerabdrucksensor hinten, NFC, IP68/IP69K-Rating
BetriebssystemAndroid 10Android 10
Abmessungen / Gewicht163,8 x 81,6 x 14,2 mm / 295 g176,5 x 82,8 x 14,55 mm / 328 g

Testberichte / Erfahrungen / Meinungen

Optisch unterscheidet sich jedes Smartphone der Armor Reihe bei Ulefone. Eine konkrete Linie hat der kleine chinesische Hersteller scheinbar nicht. Sah der direkte „Vorgänger“ noch recht frisch und modern aus, setzt man nun wieder auf ein älteres Design mit abgeschrägten Kanten und einer Tropfen Notch, wohingegen das Armor 10 mit einer modernen Loch-Notch daher kam. 

Nur ein HD+ Display

Das Ulefone Armor 11 nutzt ein eher kleines, fast handliches 6,1″ IPS-Display im 19:9 Format welches tatsächlich den einen oder anderen erfreuen wird, da die Abmessungen und das Gewicht auch reduziert wurden. So kommet man nun auf 163,8 x 81,6 x 14,2 mm und reduziert das Gewicht auf 295g. Allerdings hat man auch an der Displayauflösung gespart: gerade einmal 1560×720 Pixel werden hier dargestellt. Sowas sieht man wenn überhaupt noch im unter 150€ Preissegment, aber ganz sicher will man so etwas nicht bei einem Smartphone für über 300€ bekommen. Gut man muss aber auch ehrlich sein: negative Auswirkung in der alltäglichen Betrachtung hat die geringere Auflösung nicht. Die dicken Displayränder sorgen jedoch ebenfalls für einen angestaubten Look. 

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Die Reaktionsgeschwindigkeit des Displays ist gut und auch die Farben sind für ein IPS Panel wieder recht kräftig. Geschuldet der Bauweise muss man bei hellen Hintergründen aber wieder mit leichten Schattenwürfen am oberen und unteren Rand leben.
Zudem ist die maximale Helligkeit des Displays etwas mager ausgefallen. Selbst an einem eher bewölkten oder dunklen Tag reicht es manchmal im Außenbereich nicht aus die Inhalte vernünftig lesen zu können. Hier verschenkt Ulefone wieder wichtige Punkte, immerhin soll es sich hier um ein Outdoor Smartphone handeln.

Der seitlich integrierte Fingerabdrucksensor funktioniert mit Bravour. Die Gesichtserkennung bei normalen Lichtverhältnissen passt auch, benötigt aber deutlich mehr Zeit zum Entsperren.

Gehobenen Mittelkasse Leistung

Die Leistung liefert ein MediaTek MediaTek Dimensity 800 Octa-Core (7nm) Prozessor mit 2,0 GHz der auch schon im 10er Modell steckte und für eine ordentliche Portion Leistung sorgte. Je nach Versionsnummer des Benchmarks kommen wir unter Antutu auf über 338.000 Punkte. Außerdem stehen wieder 8 GB LPDDR4X RAM und wirklich große 256 GB Speicherplatz zur Seite. Hier setzt man auch auf die flotte UFS 2.1 Speicheranbindung, verzichtet aber auf die Möglichkeit der Erweiterung. Die Dual-Sim Funktionalität bleibt aber dennoch erhalten.

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Mit der gegebenen Performance kann man alles aktuelle an Apps nutzen, das System bedient sich auch ebenso flott. Wer dennoch gerne eine Runde daddeln will kann das ohne Einschränkung tun. Die Spiele laufen flüssig, unterstützen oft aber nur mittlere Details obwohl viel mehr drin wäre. Hier fehlt es noch an Unterstützung des SOCs seitens der Spieleentwickler. Genügend Leistung ist ja vorhanden. Die Lese- und Schreibraten mit 870MB/s bzw. 194MB/s  sowie der Arbeitsspeicher mit 21GB/s sind ebenfalls ziemlich gut. 

Android 10 mit Bugs

Wie üblich setzt Ulefone auf ein fast unangetastetes oder angepasstes Android Betriebssystem. Auch beim Ulefone Armor 11 ist dies der Fall. Zusätzlich installierte Software liegt nur mit der Outdoor Toolbox vor. Ansonsten ist das System sauber von Mail-, Bloat- oder Schadsoftware.
Die Ersteinrichtung läuft an sich recht gut, dauert aber an bestimmten Stellen einfach zu lang. Gleiches bildet sich bei einigen Spielen oder Apps nach dem Hinzufügen eines Accounts auch ab, es lädt ewig. Manchmal hilft das Schließen der jeweiligen App. Ebenso funktioniert nicht jede Weiterleitung aus einer App zum Beispiel in den Play Store. Wirklich nervend hingegen ist die Tatsache das die Nachtsicht Funktion in deutscher Sprache einfach in der Kamera App fehlt. Stellt man das System auf Englisch um findet man ganz rechts die „Night Vision“ Auswahl.

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(Deutsche Spracheinstellung vs. englische Systemsprache)

Ansonsten fehlt es am aktuellen Sicherheitspatch, denn ein Update trudelte noch nicht ein. Eventuell kommen noch kleinere „minor Bugfix“ Updates die aber eher nur geringfügig kommen. Langfristig bleibt man auf diesem Stand stehen. Wie üblich, bleibt uns auch der DRM Widevine L3 Level erhalten. Streams via Amazon Prime oder Netflix laufen zwar, aber eben nicht in Full-HD.

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Solide Kamera mit Nachtsicht Funktion

Ulefone setzt im Armor 11 auf eine Penta-Kamera, also auf  gleich fünf Sensoren. Rückseitig werden ein 48 MP Sony IMX582 Sensor (f/1.89) zusammen mit einem 13MP Ultraweitwinkel eingesetzt. Des Weiteren gibt es noch einen 2 MP Sensor für Tiefeninformationen sowie eine 2 MP Makrokamera. Die größte Besonderheit ist der extra 20 MP Sony IMX350 Sensor der zusammen mit 2 Infrarot-LEDs für eine echte Nachtsicht sorgt. Die Frontkamera nutzt einen 16 MP Sensor.
Alle Sensoren werden auch angesprochen, wobei der Tiefensensor mit 2 MP eher auf Software als auf Hardware zugreift. Mit zugehaltenem Sensor fehlt es aber an ein paar ersichtlichen Informationen in den Bildern.

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Hauptkamera

Qualitativ bleibt die Kamera aber hinter dem Ulefone Armor 10 zurück. Die Bilder bieten eher blasse Farben, zeigen deutliche Überbelichtungen auf und sind zudem nachberechnet und -geschärft, was einen künstlichen Look verleiht. Die allgemeine Schärfe der Bilder ist aber dennoch gut. Farblich gibt es hier und da ein paar Abweichungen, auch in der Darstellung des Himmels. (HDR aktiviert)

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Weitwinkelaufnahmen

Hier fällt die Bildschärfe etwas ab (wie üblich eigentlich) , die Farben sind aber sichtbar kräftiger als in den normalen Aufnahmen. Eine leichte Randunschärfe und leichte Fischaugenoptik liegt auch hier vor. Die Ergebnisse sind aber gut.

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Portraitfunktion

Grundsätzlich funktionieren die Tiefeninformationen gut, allerdings nicht auf jeder Aufnahme. Hauptsächlich ist hier die Software für die Umsetzung  aktiv, der Sensor hat nur eine stützende Funktion. Hält man den Sensor zu, bekommt man auch noch Tiefeninformationen, aber nicht mehr mit konkreten Konturen. Die Ergebnisse schauen aber auch hier gut aus.

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Makrosensor

Mit den gegebenen 2 Megapixel brauche ich hier nichts zu erwarten, denn die Ergebnisse sind bestenfalls solide. Die Bilder sind schwach aufgelöst, haben farbliche Fehldarstellungen und allgemein muss der Mindestabstand zum Objekt recht groß sein bevor man im Fokus ist, wodurch jedoch der eigentliche Sinn der Makrofotografie weitesgehend verloren geht. Diesen Sensor hätte man sich getrost sparen können.

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Nachtsichtmodus

Der Nachtsichtmodus ist das Highlight am gesamten Smartphone. Hier kann ich Bilder, leider nur Bilder, zu jeder (dunklen) Lichtsituation aufnehmen. Egal ob nur schwach erhellt oder stockdunkel. Der Infrarot gestützte Kamerasensor erzieht wirklich gute Ergebnisse, ist qualitativ aber auch nur durchschnittlich. Dennoch wohl das praktischste Gadget für ein Outdoor Telefon, gerade dann wenn eine Taschenlampe nicht zu Hand ist oder nicht genutzt werden kann.

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Nachtaufnahmen

Hier bekommen wir auch durchschnittliche Ergebnisse. Das Zuschalten des Nachtmodus hellt die Bilder auf, entfernt etwas Grundrauschen, verändert aber die Farben und macht teils aus weißen Flächen eher gräuliche Bereiche. Hier scheint der Weißabgleich nicht ganz optimal zu arbeiten.

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Leicht stabilisierte Videoaufnahmen

Videos können in 4k bei 30fps aufgezeichnet werden, und per Option auch stabilisiert werden. Das Ganze funktioniert jedoch nur elektronisch und per Crop, sodass der Bildausschnitt dabei sichtbar verkleinert wird. Die Qualität ist soweit gut, die Stabilisierung recht nett, aber lässt sich mit den namenhaften Herstellern nicht vergleichen. Der Autofokus arbeitet recht träge. Das aufgezeichnete Audio ist dafür jedoch solide. Sichtbare Unterschiede gibt es bei der FHD Auflösung, die sich so nicht wirklich lohnt. Die Stabilisierung funktioniert hier auch auf dem gleichen Niveau.

Schwache Frontkamera 

Der 16 Megapixel Sensor kann leider nicht überzeugen. Die Schärfe stimmt nicht, die Bilder sind verwackelt und verwaschen und leiden teils an einer starken Überbelichtung. Gleiches gilt für die Videoaufnahmen. Aber auch diese sind wie die Hauptkamera  zumindest stabilisiert.

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Gute Ausstattung

Die weitere Ausstattung fällt gut aus: Dual-Band WLAN, Dual-SIM, LTE (inkl. Band 7/20/28), 5G, NFC, eine Benachrichtigungs-LED, USB Typ-C, Bluetooth 5.0 und GPS. Ebenso liegt auch die typische eine IP68 Zertifizierung vor und ist somit Staub- & Wasserdicht. Die Speichererweiterung ist dieses mal aber nicht mehr vorhanden. Bei 256 GB Speicherausstattung ist das aber nicht so das Drama. 

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Der Empfang ist soweit gut, die Gesprächsqualität auch. Ebenfalls macht das verwendete GPS Modul eine guten Job, der Hardware Kompass zeigt auch in die korrekte Richtung. Das Dual-Band WLAN ist soweit gut, hat aber Probleme bei größeren Abständen. Hier fällt es auf die 2,4 GHz Frequenz ab und bekommt teils keine Datenübertragung mehr hin. Der Wechsel oder das Wiederaufnehmen der Datenverbindung klappt danach auch nicht immer. Unsere vorliegende Internetanbindung konnten wir aber komplett ausreizen.

Durchschnittlicher Akku

Eher etwas untypisch für Outdoor Telefone fällt die Akkulaufzeit aus. Trotz 5200 mAh Kapazität sprechen wir hier eher nur von einer durchschnittlichen Laufzeit, trotzdem das Display geringer aufgelöst ist und eine schwache Gesamthelligkeit besitzt. Mit einer normalen Nutzung kann man aber immerhin über 10 Stunden Display an Zeit erreichen. Die Ladegeschwindigkeit mit dem beiliegenden 18 Watt Netzteil liegt im normalen Bereich. Das induktive Laden erfolgt jedoch nur mit 10W und dauert entsprechend länger als beim Vorgänger das noch 15 Watt unterstützte.

Fazit

Die Nachtsichtkamera und 5G sind das Highlight des Ulefone Armor 11. Die kompakteren Abmessungen und ein leicht geringeres Gewicht wissen ebenso zu gefallen. Die Speicherausstattung ist enorm. Weniger gefällt uns dagegen das zu dunkel und zu schwach aufgelöste Display. Gerade im aktuellen Preissegment von über 300€ ist das ein No Go für viele. Denn auch bei einem Smartphone das für den Außenbereich konzipiert wurde, darf das Display einfach nicht zu dunkel sein. Abheben kann sich das Armor 11 eigentlich nur durch den Nachtsensor, ansonsten wird hier zu teure Durschnittskost geliefert. Zudem machen mir die kleineren Bugs im System ein paar Kopfschmerzen. Schade das Ulefone hier so inkonsequent mit jedem neuen Ableger umgeht.

Features

  • 6,1″, 1560×720 Pixel
  • MediaTek Dimensity 800 Octa-Core Prozessor mit 2,0 GHz 
  • 8GB RAM, 256GB Speicherplatz (erweiterbar)
  • 48+13+2+2MP Quad-Kamera, 20MP Infrarot-Nachtsicht, 16MP Frontkamera
  • Dual-Band WLAN (+AC), Dual-SIM, LTE (inkl. Band 7/20/28), 5G, Bluetooth 5.0, USB Typ-C
  • 5200mAh Akku, Android 10
  • IP68, seitl. Fingerabdrucksensor
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