Deals Computer & Entertainment Xiaomi Mi Laser 4K Projector

Xiaomi Mi Laser 4K Projector Testbericht – ab 1590€ LED Laser Beamer, 4K, 5000 Lumen, 3D, HDR

-
Zum Angebot

Die Neuauflage des beliebten und auch sehr guten Xiaomi Mi Laser Projektors kann was. Allerdings sind die Unterschiede wirklich marginal. Im direkten Vergleich ersichtlich, im Einzeltest hingegen nur bedingt.

Der 4K Laser Beamer ist wieder für 1380€ zum guten Kurs bei Banggood erhältlich.

Technische Daten Laser Projektor • 1920x1080 / 3840x2160 dank Pixel Shift • 5000 Lumen • HDR • maximal 150" • 3D • Bluetooth 4.0 • Dual-Band WLAN • 300W Verbrauch
GeekBuying.com Geekbuying.com 8-18 Tage Lieferzeit Versand aus china, volksrepublik

Hier findest du unseren Video-Testbericht.

Nachdem der Xiaomi Laser Ultrakurzdistanzbeamer bei uns im Test und auch bei den Lesern der Überraschungshit war, folgt nun der nächste logische Schritt. Xiaomi bietet den Mi Laser Projektor jetzt auch mit 4K Auflösung dank Pixel Shift Technologie an. Den Xiaomi Mi Laser 4K Projector (MJJGTYDS01FM) bekommt ihr aktuell ab 1590,01€ auf Geekbuying.com.

Mittlerweile hat der beliebte Ultrakurzdistanz Projektor einen 2020 Nachfolger bekommen der sich  Xiaomi Mi Laser Projector 1S 4K nennt. Bis auf die anscheinend nun namensgebenden 2000 ANSI Lumen hat sich zum „alten“ Modell nichts verändert. Die technische Kern, selbst Android 6 bleibt wohl absolut identisch. 

Die technischen Daten im Überblick

Modell Xiaomi Mi Laser Projector 1S 4K
Modellnummer MJJGTYDS04FM
Technik DLP
Auflösung 4K (3840 x 2160p via Pixel-Shift, nativ 1920×1080 Pixel)
Bildformat 16:9, 4:3
Bilddiagonale bis zu 150″ (~3,8 m)
Helligkeit 5000 Lumen (~2.000 ANSI Lumen)
Kontrast 3.000:1
Stromverbrauch max. 300 W
Anschlüsse 3x HDMI 2.0 (1x davon ARC), 1x USB 2.0, 1x USB 3.0,
Maße 410 × 291 × 88 mm
Gewicht 7 kg

Wie beim Vorgänger erscheint der Preis zunächst sehr hoch, doch gibt es keine wirkliche Konkurrenz und wenn liegt diese preislich deutlich über dem Xiaomi Modell. Die Optik hat sich zum Vorgänger nahezu kaum verändert außer das man den 4K Beamer aktuell nur in schwarzer Gehäusefarbe anbietet. Das integrierte 30W Soundsystem (DTS HD, Dolby Audio) konnte uns bereits in der Full-HD Variante überzeugen und ersetzt sogar günstige Soundbarlösungen und liefert einen erstaunlich guten Klang. Die maximale Bilddiagonale von bis zu 150 Zoll erreicht ihr auch beim neuen Ableger bereits mit einem Wandabstand von wenigen Zentimetern (beim Vorgänger waren es 49cm). Xiaomi gibt hier nur den Abstand für ein 100 Zoll Bild mit 24cm an weshalb die 49cm für ein 150 Zoll Bild auch hier realistisch sein dürften.

4K Laser Beamer mit Android Oberfläche

Auch mit dem Xiaomi Mi Laser 4K Projector bekommt man wieder feinste Heimkino-Qualität für sein Geld auch wenn man wieder mit einigen Kompromissen leben muss. Der Vorgänger setzte beim Betriebssystem auf eine angepasste MIUI Oberfläche für Fernseher auf Basis von Android 6.0 und bot anfänglich leider nur eine chinesische Systemsprache die sich später noch auf Englisch stellen lies. Ob man auch im 4K Beamer auf eine integriete Android TV-Box setzt ist aktuell nicht bekannt aber man kann davon ausgehen. Auch hier wird man jedoch mit 90% der angebotenen Streamingoptionen und Features nicht viel anfangen können, da dieser für den chinesischen Markt zugeschnitten sind. Wer den Beamer nur für seine eigentliche Aufgabe nämlich die Darstellung von Inhalten nutzen möchte, kann das sowieso getrost ignorieren. Alle anderen holen sich eine alternative, günstige TV-Box und lösen damit auch das Problem. Eventuell bietet Xiaomi später auch noch eine lokalisierte Version des 4K Beamers an, wie sie es bereits beim Vorgänger getan haben.

HDMI 2.0 und 3D

Egal ob Android Betriebssystem oder nicht, der Funktionsumfang fällt auch beim 4K Beamer mehr als beachtlich aus. So gibt es auch hier wieder eine Bluetooth Kopplung um Fremdgeräte wie Lautsprecher oder Telefone mit dem Beamer zu koppeln und so eine direkte Medienwiedergabe (Bilder, Videos, etc.) vorzunehmen. Alternativ kann man auch wieder auf USB-Ports am Beamer selbst zurückgreifen.

Für die Filmwiedergabe stehen wieder HDMI 2.0 Ports zur Verfügung. Die genaue Anzahl ist nicht bekannt, jedoch bot der Vorgänger 3 Ports weshalb man auch hier von 3x HDMI 2.0 Ports ausgehen kann. Die beliegende Fernbedienung ist auch unverändert und koppelt sich via Bluetooth mit dem Beamer und unterstützt eine (chinesische) Spracheingabe. Außerdem benötigt man die Fernbedienung zur bequemene Trapezkorrektur (Keystone, vertikal / horizontal, elektrischer Fokus) und kann Anpassungen an den Farben und der Helligkeit vornehmen sowie die Konfiguration des unterstützten 3D-Modus vornehmen (oben/unten, Side by Side, Frame Packing). Tiegreifende Anpassungen wie man sie von hochpreisigen Beamern her kennt, wird es höchstwahrscheinlich auch beim 4K Beamer diesmal wieder nicht geben. Xiaomi hält alles recht einfach und übersichtlich und damit anfängerfreundlich. Sofern man den 3D-Modus nutzen möchte, benötigt man noch 3D DLP-Link Shutterbrillen die nicht dem Lieferumfang beliegen. Auch der 4K Beamer unterstützt wieder Dual-Band WLAN und kann daher problemlos, drahtlos ins eigene Heimnetzwerk integriert werden.

4K Auflösung dank Pixel Shift

Auch der 4K DLP Beamer arbeitet weiterhin mit einem DMD Display mit einer Größe von 0,47″ und einer nativen Auflösung von 1920×1080 Pixel. Jedoch erzielt man hier durch Pixel Shift eine annähernd native 4K Wiedergabe. Pixel Shift sorgt für ein extrem schnelles Verschieben des integrierten Displays wodurch man ein 4K Bild in vier Full-HD Bilder aufteilt und durch Verschieben in kurzer Abfolge darstellt um auf die entsprechende Auflösung von 3840×2160 Pixel zu kommen. Da wir bereits einen Acer Beamer mit Pixel Shift testen konnten, können wir der Technologie eine sehr gute Bildqualität bescheinigen die nahezu mit nativer 4K Auflösung mithalten kann.

5000 Lumen Helligkeit?

Die Lichtquellentechnologie basiert weiterhin auf einen ALPD 3.0 Laser (Advanced Laser Phosphor Display 3.0) der eine Lebensdauer von bis zu 25.000 Stunden erreicht. Die angegebenen 5000 Lumen entsprechen vermutlich weiterhin nicht 5000 ANSI Lumen, sind aber hell genug um auch bei nur leicht abgedunkelten Räumen noch ein entsprechend helles Licht auf die Leinwand zu zaubern. Im Internet findet man eine realistischere Angabe von 2000 ANSI Lumen dem wir auch eher zustimmen würden. Der Vorgänger konnte uns hierzu bereits vollkommen überzeugen. Natürlich wird man das beste Bild weiterhin auch nur in dunklen Räumen mit einer entsprechenden Leinwand erwarten dürfen. Je nach Abstand zur Wand kann man so eine Bilddiagonale von 80 bis maximal 150″ (3,81m!) erreichen. Hier kann man absolut von einem TV-Ersatz sprechen, da man den Ultrakurzdistanzbeamer mit einem minimalen Wandabstand vor die Leinwand stellen kann und diesen nicht im Raum platzieren muss.

Der Mittenkontrast liegt weiterhin zwischen 2500:1 und 3500:1 und das Kontrastverhältnis bei 3000:1. Auf der Rückseite bieten sich weiterhin die HDMI 2.0 Ports (60Hz) wobei die genaue Anzahl nicht bekannt ist, jedoch der Vorgänger bereits 3 Ports bot, weshalb auch beim 4K Modell davon auszugehen ist. Außerdem wird man ebenfalls wieder einen optischen Ausgang, einen USB 3.0 Port, AV-In, 3,5mm Audio-Out und einen Netzwerkanschluss anbieten. Seitlich befindet sich ebenfalls wieder ein USB-Port der vermutlich ebenfalls wieder auf USB 2.0 setzen wird. Der Beamer selbst wiegt weiterhin 7kg und verbraucht nun mit 300W etwas mehr Strom als sein Vorgänger mit noch 250W.

Dennoch ist der Beamer mit nur wenigen Handgriffen einsatzbereit und nimmt mit weiterhin 41 x 29,1 x 8,8 cm wenig Platz in Anspruch. Auf eine lange Verkabelung kann man hier wie gesagt verzichten, da der Beamer bequem unterhalb vor die Leinwand gestellt wird. Xiaomi setzt weiterhin auf ein hochwertiges Audiosystem mit 2x Vollbereichs- und 2x Hochton Lautsprechern mit einer Gesamtleistung von 30 Watt. Das Betriebssgeräusch bleibt unverändert bei angenehmen 32 Dezibel. So nimmt man auch bei ruhigen Filmpassagen keine nervigen Lüftergeräusche wahr.

Testbericht

Wie zu erwarten gibt es an der Verarbeitung des neuen 4k Modells nichts zu bemängeln, erfreulicherweise kommt das Gehäuse es nun ihn schwarz daher, was eventuelle Reflexionen im Raum verringter. Die Anschlüsse sind nach wie vor gut auf der Rückseite zu erreichen und bringen gleich 3 HDMI 2.0 Ports, sowie ein USB 3.0 und ein seitlicher 2.0 Port mit sich. Eine Deckenmontage ist ebenfalls möglich, die Aufnahmen sind auf der Unterseite zu finden, ebenfalls einstellbare Füße zum ausrichten und justieren des Projektors. Neben dem Lichtauslass auf der Oberseite befinden sich ebenfalls zwei Sensoren die das Bild sofort dunkel schalten sofern etwa in die Projektion läuft oder zu nahe ist. 

Das System auf Englisch umstellen

Der Bootvorgang ist recht schnell erledigt. Damit wir und im System aber zurecht finden müssen wir erneut auf eine USB Installation zurückgreifen, denn mit der chinesischen Schrift werden wohl die wenigsten etwas anfangen können. Dazu muss man das Optionsmenü der „Settings“ erreichen in dem man sich auf der Fernbedienung ganz nach oben tippt und das Symbol ganz recht anklickt (Account & Security), dort befindet sich der Reiter für die „unbekannten Quellen/unknown sources“. Dort aktivieren und bestätigen. 

Danach geht es zurück ins Hauptmenü auf den Menüpunkt „My Apps“, dort ganz nach unten scrollen und den USB Stick/ Laufwerk auswählen das ihr in den USB Port gesteckt habt. Vorher müsst ihr am PC euch die “startSettings.apk” (76.45 kB groß) besorgen und auf den USB Stick kopieren. Nun könnt ihr die Datei kurz installieren und das App Symbol eines Zahnrades erscheint unter „My Apps“.  

Draufklicken und ziemlich weit nach unten begeben, dort auf die Weltkugel klicken und englisch aktivieren. Thats it. Das war´s nun ist zumindest das konfigurieren in englisch möglich. Weiterhin kann man so auch Apps und Programme nachträglich installieren, zB. Amazon, Netflix oder gar das ein oder andere Spiel. Für die Streaming Apps muss man aber erstmal eine richtige und lauffähige Version finden. Da wird man etwas rumprobieren müssen. Immerhin handelt es hier um ein vollwertiges Android 6.0 System 🙂

Das System selbst wird aber weiterhin überwiegend in Chinesisch dargestellt und die ganze Anwendung/Filme/Serien können durch den Regional Lock hierzulande eh nicht angeschaut werden. Entsprechend kann man aber den USB Port als Medienwiedergabe benutzen um so Filme, Bilder oder Audio wiederzugeben. Streamen ist via Mirrorcast ebenso ohne Probleme möglich. In den Optionen befindet sich auch die Einstellung welcher HDMI Port immer als Vorschau angezeigt werden soll. So sieht man direkt ob da angeschlossene Wiedergabegerät auch schon läuft und was aktuell gerade zu sehen ist.

Ausrichten / Einstellen des Bildes

Nun kann man sich auch bequem um das Ausrichten des Bildes kümmer. Wieder hoch in die Einstellungen und den Punkt „Display“ auswählen. Dort könnt ihr  Trapezkorrektur anpassen oder die voreingestellten Bild Profile auswählen und anpassen. Ebenfalls lässt sich unter dem chinesischen Schriftzeichen auch eine manuelle Schärfe Einstellung finden. Im Gegensatz zum FHD Modell kann man leider nicht mehr die einzelnen Ecken in der Trapezkorrektur anpassen. Hier ist man auf das „gerade ziehen/kippen “ beschränkt.

Bildqualität

Wenn man das Bild nach seinen Bedürfnissen angepasst hat könnte man sich der Helligkeit und dem Kontrast widmen. In diesem Fall würde ich direkt auf die „User“ Einstellung zurückgreifen. Wirklich viel ändern muss man hier aber nicht, den das Bild kann in erster Linie durch die schiere Größe absolut überwältigen und ebenfalls auch direkt mit einer satten Farbe, guter Helligkeit sowie guten Schwarzwerten und sauberen Kontrasten punkten.
In den Optionen sollte man lediglich drauf achten das auch der HDMI 2.0 Port als solcher angesprochen wird. Ansonsten erkennen die Wiedergabegeräte nicht die volle Auflösung und somit das Potential nicht.
Für das gewisse Quäntchen der Bildschärfe hab ich die „Sharpness/Schärfe“ auf 80 gestellt. Im Wechseln zwischen „User“ und „Standard“ erkennt man auf einen Blick was sich da ändert. Wem die Farben zu kräftig sind kann auch hier Einstellungen vornehmen und auch direkt blau, rot und grün im einzelnen anpassen. Wer entsprechendes Equipment zu Hause hat kann so auch das Display professionell kalibrieren.

(auf den Screenshots leider kaum erkennbar, im Video deutlich sichtbar.)

Notwendig ist das für meine Begriffe aber nicht unbedingt. Das Bild überzeugt mit sehr guten Schwarzwerten (für eine Projektion), mit ebenfalls ziemlich guten Kontrasten und eben kräftigen Farben und einem scharfen Bild. Je nach Geschmack kann man natürlich auch die fertigen Profile für Games, Sport, Movie, Picture etc. nutzen.  Hier sind die Unterschiede in Farbtemperatur (warm/kalt), Schärfe und Helligkeit auch direkt ersichtlich. Ebenso die teils zu kräftigen Farben die gerne ein paar Details fressen wenn sie zu grell sind. Da man aber alles manuell einstellen kann ist das weniger ein Problem.

(der Modus Highlight erzeugt das besser und hellere Bild)

Für mich ein wichtiger Punkt im Menü „light mode“ hier kann man im „Backlight Mode“ zwischen Movie und Highlight (inkl. falscher Schreibweise wie beim FHD Modell :D) wählen. Der Movie Modus erzeugt ein wärmeres Bild, ist aber zeitgleich auch etwas dunkler und kann zusätzlich noch kalt oder warm getrimmt werden.  Das ist allerdings dann oft zu viel des guten, neben dem gelbstich wird das Bild auch etwas dunkler. Wenn nun noch die HDR Wiedergabe dazukommt wird man ein völlig übersättigtes gelbstichiges Bild erhalten. 

(auf den Screenshots leider kaum erkennbar, im Video deutlich sichtbar.)

Im Modus Highlight hab ich das angenehmere bessere und hellere Bild. Gerade in dunklen Szenen mit einer weißen  Lichtquelle hat man hier das deutlich schönere und realistischere Ergebnis. Allerdings hat dann warm oder kalt keinen Einfluss mehr auf das Bild. Ebenso wenig scheint der HDMI Farbraum etwas zu verändern. Egal ob voll oder begrenzt, am Bild ändert sich nichts. Auch das wurde vom FHD Modell aus dem Vorjahr übernommen..
Ebenso fehlt es nach wie vor an einer Zwischenbildberechnung, so kann es bei schnelleren Schwenks zu sichtbaren Rucklern in der Wiedergabe kommen.

Lohnt sich  eine Ultra Kurzdistanz Leinwand?

Endlich konnten wir auch eine Ultra Kurzdistanz Leinwand ausprobieren und Erfahrungen sammeln. Der Anschaffungspreis speziell für die Kurzdistanz Leinwände ist locker 2-3x so hoch wie für normale Leinwand. Sprich wenn ich mir eine normale Leinwand in 150″ Größe kaufe (inklusive Spannrahmen aus Aluminium ) Liege ich so bei 350€, eine Ultra Kurzdistanz Leinwand kostet dagegen einfach schon mal 800-900€ für ca. 100″ Größe. Soll das ganze auch noch mechanisch herausbahrbar sein wird entsprechend noch teuer gerade beim Kauf in Deutschland. Wer den Platz für eine dauerhafte Anbringung hat und nicht hinter der Leinwand noch den TV versteckt/verdeckt, kann so natürlich mit einer Rahmenleinwand am hart verdiente Kleingeld sparen. Alternativen und Möglichkeiten gibt es ja genügend. 
Die Investition kann sich aber lohnen.


(Funktionsweise der speziellen Lamellen Kontrast Ultra Kurzdistanz Leinwand)

Doch kommen wir zur den speziellen Ultra Kurzdistanz Leinwand. In unserem Fall ist es eine Kontrast Leinwand (gibt es auch für normale Projektoren, kosten auch mehr) das bedeutet das das Tuch nicht weiß sondern grau ist. Das allein gibt schon einen besseren Schwarzwert und Farben sowie Kontraste können dadurch auch etwas satter ausfallen. Die Ultra Kurzdistanz Leinwand verfügt aber über spezielle Lamellen die das Licht von oben komplett abblocken (und so nichts vom gegebenen Licht des Projektors klauen) und durch den gut 90° Winkel wird das Bild direkt auf den Zuschauer zurückgeworfen, unnötige Reflexionen nach oben oder schräg zur Seite gibt es nicht. So verteilt man nicht die notwendige Helligkeit im Raum, sondern nur da wo es benötigt wird: direkt vor der Leinwand für den Betrachter. 

 
(Dunkler Raum, oben normale Leinwand, unten Ultra Kurzdistanz Leinwand, Unterschiede macht man nur schwer aus, dennoch sind Farben und Kontraste besser.)

Nutzt man diese Leinwand im dunklen Räumen wird die Ernüchterung wohl anfänglich groß sein, hier kann sie ihr Potential nicht wirklich ausspielen, obwohl im direkten Vergleich die Schwarzwerte, Farben und auch Kontraste lebendiger aussehen. 

  
(Heller Raum/Tageslicht: Der Unterschied zur normalen Leinwand oben und der Lamellen Kontrast Leinwand mit grauem Tuch ist extrem)

Der wirklich große Vorteil ist das man den Projektor in nicht komplett abgedunkelten Räumen oder gar im vollen Tageslicht nutzen kann. Und hier ist der Unterschied wirklich riesig: Schwarz ist satt und kernig, die Farben hell, satt und leuchtend, die Details saufen nicht im Grauschleier ab, der Kontrast offenbart alle Details die man sonst in heller Umgebung nur erahnen könnte. 
Das Bild könnte fast mit einem TV der neueren Generationen mit halten, wirkliche Unterschiede gibt es kaum noch (je nach TV natürlich). Die Darstellung wirkt aber hier nun fast wie auf OLED Niveau, unglaublich. Und vor allem das bei der Größe.


(die genutzte Vividstorm mechanisch herausfahrbare 100″ Leinwand im Detail)

In unserem Fall lag eine VIVIDSTORM S Pro elektrische Leinwand mit 100″ Diagonale vor. Da kann so schnell kein TV mithalten. Mit dem Xiaomi Mi 4k Ultra Kurzdistanz Projektor sind wir dann vom Bild ehr aber doch etwas abgeschnitten, denn hier könne wir ja mit 50cm Abstand auf 150″ kommen. Den Platz muss man natürlich auch erst einmal haben.

Fassen wir kurz zusammen: die speziellen Ultra Kurzdistanz Lamellen Leinwände lohnen sich vor allem dann, wenn man am Tag ohne den Raum abzudunkeln auf großer Leinwand Medien oder Filme konsumieren will. Gerade im Sommer ein Grund erst abends Filme schauen zu wollen, da man ja nach der Arbeit oder sonstigen Aktivitäten ja nicht gleich wieder im dunklen Raum sitzen möchte. Oder wer gerne auf der Leinwand zockt, kann dies direkt tun, auch ohne den Raum vom Licht her anpassen zu müssen. Wer vorrangig im abgedunkelten Raum seinen Kurzdistanz Projektor nutzt wird hier jetzt nicht so die Verbesserungen oder großen Vorteile sehen. Der wirkliche Unterschied und das absolute Highlight ist eben der Einsatz unter Tageslicht Bedingungen. 

Wer einen normalen Projektor nutzt sollte eventuell auch hier über die Anschaffung einer Hochkontrastleinwand nachdenken, auch hier kann man bei Tageslicht oder nur leicht gedimmten Räumen deutlich mehr an Farbe und Schwarzwerten erhalten. Das macht das nutzen des Heimkinos am Tage doch etwas entspannter. Gleiches gilt für die Kurzdistanzprojektion wenn man nicht die große Investition in diese spezielle Lamellenleinwand investieren will. Das Ergebnis wird aber nicht vergleichbar wie mit der hier genutzten Leinwand sein. 🙂

3D Wiedergabe

Mit unserem vorliegenden Gerät kann ich die 3D Funktion leider nicht final beurteilen, da es einen Fehler gibt. Unser gesamtes Bild wird leider von einem Grünstich überlagert. Zwar ist der 3D Effekt gut und klar erkennbar aber eben mit verfälschten Farben. Woran das genau liegt können wir leider auch nicht beurteilen. Eventuell ist unser Gerät fehlerhaft oder es ist ein Bug der noch gefixt werden kann. Ein ähnliches Problem gab es im FHD Modell in der englischen Version: dort konnte 3D nicht mehr genutzt  werden, in der chinesischen Version hingegen schon.

Auflösungsvergleich/Unterschiede beider Xiaomi Laser Projektoren

Eine kurze Gegenüberstellung beider Kurzdistanz Projektoren mit gleichen Bildeinstellungen zeigt klar das das 4k Modell in Helligkeit, Farben und Kontraste noch mal ein Stückchen besser ist als das FHD Vorjahresmodell (welcher nach wie vor nicht schlecht  ist!). 

 

Im allgemeinen kann man hier sagen das der 4k Projektor ohne großartig etwas anzupassen das deutlich bessere, lebendigere Bild mit mehr Schärfe darstellt. Sicherlich kann man mit umfangreichen Anpassungen das FHD Modell auch in die Bereich bewegen, der Auflösungsvorteil durch die Pixel Shift Technik liegt aber dennoch beim neuen Xiaomi Mijia 4k Modell. Der Unterschied ist im direkten Vergleich sichtbar, hat man aber nur ein Gerät vor der Nase wird es mit dem Urteil schon deutlich schwerer. Gerade mit größerem Abstand zum Bild lassen sich die kleineren Details auch nur schwer ausmachen.. Aber sie sind da. 


(auch hier passt der Screenshot nicht zur eigentlichen Qualität des Bildes)

Pixel Shift ist nicht gleich Pixel Shift

Lassen wir nun ein paar Bilder im direkten Vergleich zwischen dem FHD Xiaomi Laser Projektor, dem 4k Laser Projektor (1920×1080 + Pixel Shift) sowie meinem privat genutzten Acer M550 4K (2.716 x 1.528 + Pixel Shift) auf uns wirken.

Mal abgehen davon da mein genutzter Acer Projektor etwas zu dunkel eingestellt ist fällt aber direkt auch (gerade in Bewegung!) Das die Unterschiede in der Pixel Shift Technik und der verbunden vorliegenden echten nativen Auslösung gerade in Menüs oder bei beweglichen Schriftzügen klar erkennbar sind und hier die höhere Grundauflösung einfach für das saubere/schärfere Bild sorgt.  Leider können das die Screenshot aus dem Clip nicht so widerspiegeln. Aber auch hier sei nochmals gesagt: schaut euch das ganze im Testvideo mal in Bewegung an.
Zurück zu dem Xiaomi Beamer: auch hier sieht man beim neuen 4k Modell die etwas bessere Auflösung des Bildes, wenngleich ich persönlich etwas mehr erwartet habe. Dennoch bekommt man hier ein saubereres Bild als mit einer reinen Full-HD Wiedergabe.
Dabei darf man aber auch nicht die Hochskalierung des Laser Projektors oder des hochwertigen Zuspielers vergessen. So kann das Bild natürlich ebenso noch variieren.

Der Ton macht die Musik

Hier halte ich mich kurz: das integrierte 30 Watt Stereo System befeuert auch größere Räume mit einer sehr ordentlichen Lautstärke und einem kräftigen Bass. Der Ton ist minimal basslastig aber auch ganz locker für den einen oder anderen Kinoabend nutzbar. Ich bin wie im letzten Jahr ziemlich überrascht was hier für eine Klangqualität an den Tag gelegt wird. Vorteil dessen: eine Anlage braucht man nicht zwingend und  der Ton kommt auch direkt von vorne. 
Weil wir gerade bei Lautstärke sind: im Betrieb ohne Ton im Raum oder ohne Gespräche ist der Projektor dezent hörbar. Spätestens beim einsetzen der Musik oder eben einer Unterhaltung nimmt man den leisen Lüfter mit max 32dB nicht mehr war. Sehr angenehm. 🙂 Hier hat sich im Prinzip auch nicht zum Vorjahresmodell verändert.

Fazit

Die Neuauflage des beliebten und auch sehr guten Xiaomi Mi Laser Projektors kann was. Allerdings sind die Unterschiede wirklich marginal. Im direkten Vergleich ersichtlich, im Einzeltest hingegen nur bedingt. Ja das Bild ist brillanter, etwas heller, mit satten Farben (teils zu kräftig), guten Schwarzwerten und ebenso sauberen Kontrast, ist nach wie vor vielfältig anpassbar und schnell wie auch flexibel anpassbar. Was das Thema Pixel Shift und der resultierenden Auflösung angeht hätte ich aber ehrlich gesagt etwas mehr erwartet (eventuell bin ich in dem Punkt aber auch schon zu verwöhnt).
Klar auch hier ist der Unterschied im Detail sichtbar, aber eben auch nur im Detail. Für die Vorbesitzer des FHD Modells gibt es wohl wenig Gründe nun zu wechseln. Wer im allgemeinen auf einen Ultrakurzdistanzprojektor setzen wollte und zugleich auch auf die 4K Auflösung, wird hier kaum dran vorbei kommen. Der Preis ist ein Brecher, vergleichbare Modelle kosten sonst locker 3000€ aufwärts. 
Wer wiederum Platz in der Wohnung hat und auch von etwa mehr Auflösung profitieren möchte greift zu einem normalen Projektor, nur eben mit einer höheren nativen Auflösung. Die kosten nicht mal mehr müssen aber für eine gleiche Bildgröße aber auch entsprechend weit weg von der Leinwand stehen. 

Features

  • Laser Projector, ALPD 3.0
  • native 1920×1080 Pixel Auflösung, durch Pixel Shift 3840×2160 Pixel
  • 5000 Lumen, HDR
  • 150 Zoll bei (vermutlich weiterhin) 49cm Wandabstand, 100 Zoll bei 24cm Wandabstand
  • Stereo Lautsprecher, 30 Watt (DTS HD, Dolby Audio)
  • Eventuell wieder mit Android Betriebssystem
  • Bluetooth 4.0, Dual-Band WLAN
  • 300W Verbrauch
YouTube Review
Kommentare (114)
  • Ronny

    30.09.2020, 08:39

    @Christian: Habe den Xiaomi Beamer als 4K Version nun ein Jahr. Meine Tochter hat vor kurzem den Augenschutz getestet und seitdem habe ich einen deutlichen Helligkeitsabfall, welcher auch nicht über die Settings richtig gelöst werden kann. Woran kann das liegen?

    Du meinst wenn man in den Projektionsbereich läuft das das Bild abdunkelt?
    Ist uns nicht aufgefallen. Weder beim FHD noch beim 4K Modell. Könnte ein Software Bug sein. Eventuell hilft das zurücksetzen des Projektors auf die Werkseinstellung ja?

    Grüße Ronny

  • Christian

    30.09.2020, 12:42

    @Christian: Habe den Xiaomi Beamer als 4K Version nun ein Jahr. Meine Tochter hat vor kurzem den Augenschutz getestet und seitdem habe ich einen deutlichen Helligkeitsabfall, welcher auch nicht über die Settings richtig gelöst werden kann. Woran kann das liegen?

    @Ronny: Du meinst wenn man in den Projektionsbereich läuft das das Bild abdunkelt?
    Ist uns nicht aufgefallen. Weder beim FHD noch beim 4K Modell. Könnte ein Software Bug sein. Eventuell hilft das zurücksetzen des Projektors auf die Werkseinstellung ja?

    Grüße Ronny

    Habe den Beamer bereits zurückgesetzt, aber er ist trotzdem dunkler als vorher. Nutzt sich das Leitmittel ab aber das sind ja eigentlich nur die Laserdioden oder?

  • Ronny

    30.09.2020, 13:21

    Bei Laser kann die Helligkeit eigentlich nicht abnehmen. Da geht nur "geht oder kaputt" zumindest soweit ich weiß. Irgendein Zuspieler der da eigene Einstellungen nutzt?

  • Christian

    30.09.2020, 13:29

    @Ronny: Bei Laser kann die Helligkeit eigentlich nicht abnehmen. Da geht nur "geht oder kaputt" zumindest soweit ich weiß. Irgendein Zuspieler der da eigene Einstellungen nutzt?

    Habe jetzt den Auto-IR Helligkeit deaktiviert für den Augenschutz. Jetzt scheint es halbwegs normal zu sein

  • Ronny

    01.10.2020, 09:10

    Ok bei Gelegenheit schaue ich mir das bei uns auch mal an.

  • Ulrich Grewe

    03.10.2020, 10:36

    Hallo zusammen,
    evtl. kann mir hier jemand helfen ?
    Ich habe den Beamer (Chinesische Version mit englischer Sprache) nun eine Weile, und bin weitestgehend zufrieden (Danke für die ausführliche Beschreibung hier…). Nur bekomme ich hier keine 3D Betrachtung zustande… Sobald ich eine 3D Blu-ray starte bekomme ich ein breiten Grünstreifen in der Mitte (Bild ist Oben und Unten), meine unterschiedlichen 3D Brillen (DLP/ Shutter) reagieren nicht. Auch finde ich keinerlei Einstellungsmöglichkeiten in den Einstellungen ?! Kann mir jemand detaillierte Auskunft darüber geben, ob man hier irgendwie Abhilfe schaffen kann ? "Gearbest" hat mir hier bereits einen Austausch angeboten, aber ich bezweifle, das der Beamer überhaupt 3D verarbeitet ? Ich bedanke mich hier für eine entsprechende Auskunft…

    Kommentarbild von Ulrich Grewe
  • Christian

    03.10.2020, 15:25

    @Ulrich: Hallo zusammen,
    evtl. kann mir hier jemand helfen ?
    Ich habe den Beamer (Chinesische Version mit englischer Sprache) nun eine Weile, und bin weitestgehend zufrieden (Danke für die ausführliche Beschreibung hier…). Nur bekomme ich hier keine 3D Betrachtung zustande… Sobald ich eine 3D Blu-ray starte bekomme ich ein breiten Grünstreifen in der Mitte (Bild ist Oben und Unten), meine unterschiedlichen 3D Brillen (DLP/ Shutter) reagieren nicht. Auch finde ich keinerlei Einstellungsmöglichkeiten in den Einstellungen ?! Kann mir jemand detaillierte Auskunft darüber geben, ob man hier irgendwie Abhilfe schaffen kann ? "Gearbest" hat mir hier bereits einen Austausch angeboten, aber ich bezweifle, das der Beamer überhaupt 3D verarbeitet ? Ich bedanke mich hier für eine entsprechende Auskunft…

    Du musst auf der Fernbedienung unten rechts die Taste gedrückt halten um in die Zusatzeinstellungen zu kommen. Dort kannst Du gezielt 3D auswählen. Musste ich beim ersten Mal auf Google 🙂

  • Ulrich Grewe

    03.10.2020, 17:26

    Wie Geil ist das denn, selbst Ronny der Tester, scheint es nicht zu wissen 😅… und dann kommt Christian ! Nach Wochen langer Diskussionen mit "Gearbest", nur eine Frage im Kommentar meldet sich Christian, und öffnet mir die Augen… Vielen Dank dafür. Ich wünsche Dir lieber Christian noch ein schönes Wochenende. LG Ulli

  • Ronny

    05.10.2020, 09:27

    @Ulrich: Wie Geil ist das denn, selbst Ronny der Tester, scheint es nicht zu wissen 😅… und dann kommt Christian ! Nach Wochen langer Diskussionen mit "Gearbest", nur eine Frage im Kommentar meldet sich Christian, und öffnet mir die Augen… Vielen Dank dafür. Ich wünsche Dir lieber Christian noch ein schönes Wochenende. LG Ulli

    Lasst mir doch auch mal ein Wochenende Zeit 😉
    Ich hatte bei unserem Gerät aber einen Grünsstich übers komplette Bild, da hat umstellen der 3D Optionen leider nichts gebracht.

  • Ulrich Grewe

    05.10.2020, 17:14

    Nichts für Ungut, dem Ronny sage ich natürlich auch Danke 😉👍 LG Ulli

  • Christian

    05.10.2020, 22:33

    Gut das ich helfen konnte.

    @Ronny
    Mich würde mal ein Test interessieren zwischen dem Xiaomi 4K, einem Fengmi 4K Pro und einem neuen Optoma.
    Gerade die Helligkeitswerte wären von Interesse… also die Realwerte und nicht die 5000 Wunschlumen von Xiaomi 🙃

  • Ronny

    06.10.2020, 09:10

    Helligkeit haben wir so aber auch noch nie nachweißbar mit einem Messgerät getestet. Nur ersichtlich im direkten Vergleich.
    Die Geräte aber mal eben so bestellen ist nicht drin, liegen ja auch allesamt bei über 1500€ Die Shops selbst .. naja wird schwer..

  • Molle

    10.10.2020, 12:46

    Hallo zusammen,

    hat jemand schon mal eine Logitech Harmony (Hub) mit dem Projector verbunden? Im Netz kann ich da nicht wirklich aussagekräftige Infos finden… mit geht es vor allem ums Anschalten (geht zur Not auch über CEC) und das automatische Anwählen einer Quelle (HDMI1). Habe alle meine Zuspieler eh über meinen AV Receiver angeschlossen und der über HDMI1 an den Projektor. Immer die Projektrfernbedienung zu nehmen nur um HDMI1 einzustellen ist zwar okay, aber alles über die Harmony wäre schon super 😉

    Danke und Grüße

  • Ronny

    10.10.2020, 13:18

    @Molle: Hallo zusammen,

    hat jemand schon mal eine Logitech Harmony (Hub) mit dem Projector verbunden? Im Netz kann ich da nicht wirklich aussagekräftige Infos finden… mit geht es vor allem ums Anschalten (geht zur Not auch über CEC) und das automatische Anwählen einer Quelle (HDMI1). Habe alle meine Zuspieler eh über meinen AV Receiver angeschlossen und der über HDMI1 an den Projektor. Immer die Projektrfernbedienung zu nehmen nur um HDMI1 einzustellen ist zwar okay, aber alles über die Harmony wäre schon super 😉

    Danke und Grüße

    Mit dem Projektor hab ich es noch nicht versucht, aber mein gesamtes Heimkino ist mit dem HUB verbunden. Egal welcher Beamer oder AV-Receiver, Blu-ray bis her ging alles glatt.
    Grüße Ronny

Kommentar schreiben

Optional, wird nicht veröffentlicht.
Bild entfernen Bild zum Kommentar hinzufügen (JPG, PNG)

Xiaomi Mi Laser 4K Projector Testbericht – ab 1590€ LED Laser Beamer, 4K, 5000 Lumen, 3D, HDR Zum Angebot