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Artillery Sidewinder-X1 Testbericht – ab 351€

300x300x400mm • Touchscreen • Filamentsensor • Titan Extruder Direct Drive • Volcano Düse • Doppel Z-Achse

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Hier findest du unseren Video-Testbericht.

Mit dem neuen Artillery Sidewinder-X1 erscheint ein weiterer 3D Drucker auf dem Markt. Mir war er bisher gänzlich unbekannt, wirkt aber sehr robust und stabil durch seine breite X-Achsen Führung. Momentan kannst du den großen Drucker mit einer Druckfläche von 300x300x400mm ab 351,41€ auf Gearbest.com kaufen. Die zwei Z-Achsen sollten in Kombination mit dem Direct Drive Titan Extruder für ein sauberes Druckergebnis sorgen. Für eine leichte Bedienung ist der Touchscreen nutzbar und für erfolgreich Drucke der Filament Sensor. 

Eine stabile Konstruktion ist immens wichtig für erfolgreiche und saubere Drucke. Der neu Artillery Sidewinder-X1 scheint hier einen ziemlich guten Weg zu gehen, da das Aluminium Profil der Achsen, gerade auf der X Achse breiter wirkt als bei den meisten anderen Druckern. Der Aufbau soll recht schnell erfolgen, denn 95% sind bereits zusammengesetzt im großen Paket verstaut. Ebenso sind zwei Z-Achen verbaut, wovon lediglich die linke mechanisch angetrieben wird. Die Bewegung der rechten Z-Achse wird per Riemen übertragen. Die Druckfläche misst 300x300x400mm und wird wohl nicht so oft maximal ausgeizt werden. Dem Entsprechend benötigt der Drucker aber auch eine recht große freie Stellfläche wenn man das nach vorn und hinten bewegende Druckbett mit einberechnet. Die Grundfläche misst 550x405x640mm. Wenn der Rollenhalter für das Filament oben aufgebaut ist misst es sogar 870mm in der Höhe. Das Gewicht liegt bei 15kg. 

In der benötigten Grundfläche ist auch die Bedieneinheit mit dem Touchscreen integriert. Diese dient als Aufbau für die Z-Achsen. Die Düse stammt von Volcano und ein Direct Drive Titan Extruder wird verwendet. Ebenso soll der Geräuschpegel beim Drucken sehr niedrig sein, dafür sorgen die laufruhigen Stepper. Hier kann man nur hoffen das die aktive Lüftung der Bedien- und Recheneinheit nicht zu hochtourig mit einem zu kleinen Lüfter läuft. Insgesamt werden maximal 600W gefordert. Die Druckplatte/Heizbett kann bis auf 130°C gebracht werden. Die maximale Temperatur des Extruders/Nozzle wird nicht genannt, diese wird jedoch sicherlich jenseits der 250°C liegen. 

Das Kabelmanagement wirkt sehr aufgeräumt und durchdacht, denn es werden durchweg Flachbandkabel genutzt auch direkt zum Extruder hin. Das Filament kann direkt auf der Z-Achse aufgenommen werden und führt so gerade nach unten in den Extruder. Dieser wird standardmäßig von einer 0,4m Düse bestückt. So wird das übliche 1,75mm Filament gefüttert. Wer möchte kann hier natürlich auch größere oder kleinere Düsen verwenden. Direkt an der Filamenthalterung sitzt auch der Filamentsensor, der einen Filamentwechsel bzw. das Stoppen des Druckers bei leerer Filamentrolle ermöglichen soll. Das Wiederaufnehmen des Druckes nach einem Stromausfall ist auch möglich. Das Leveln des Druckbettes muss aber händisch geschehen, denn ein Sensor dazu ist leider nicht verbaut. Die entsprechenden Drehknöpfe unterhalb des Heizbettes sind natürlich vorhanden.

Um die STL Dateien einzuspielen ist diesmal nicht nur ein Micro-SD Slot verbaut, sondern man kann auch direkt per USB Stick und dem vollwertigen USB Port seine Dateien ausdrucken. Alternativ könnt ihr auch eine USB Direktverbindung zum PC nutzen. Wie üblich wird STL und G-Code Dateien unterstützt. Beim Material seid ihr auch wieder recht flexibel, sei es PLA; ABS, TPU oder eben auch flexibles Filament kann gedruckt werden. Als Slicer Programm habt ihr wieder die freie Wahl was euch am liebsten ist, sei es Cura, Repetier-Host oder andere Programme.

  • Auf Amazon ist der Import Drucker nicht zu finden. (Stand 03.09.2019)

Testberichte / Erfahrungen / Meinungen

Auspacken & der Aufbau

Die Umverpackung des  Artillery Sidewinder-X1 ist riesig! Aber eines muss man der übermächtigen Verpackung zugute halten: alles ist sauber und wirklich gut geschützt. Die wenigen Bauteile lassen sich einfach entnehmen und man sieht direkt beim auspacken die wirklich ordentliche Qualität der einzelnen Komponente die auch zusätzlich mit Kabelstrapsen oder Klebeband für den Transport gesichert wurden.

Erfreulicherweise liegt neben der englischen Bauanleitung auch eine recht gut übersetzte deutsche Anleitung bei. Der Aufbau selbst ist mit wenigen Handgriffen, aber etwas Platz, schnell erledigt. Lediglich den Z-Achsen Aufbau muss man auf die Hautbasis/der Recheneinheit und Bedieneinheit aufsetzen und mit 4 Schrauben befestigen. Die Filamenthalterung die Oberhalb auf den Drucker geschraubt wird hat es mir direkt angetan: keine schnöder Metall oder Plastikarm, sondern aus Metall und mit 4 Rollen als Auflage für Filamentrollen bis zu 3kg.

Hier kann nichts fallen oder ruckartig nachgezogen werden, hier läuft die Filamentspule sauber mit dem Zug der durch das Direct Drive mit Titan Extruder das am Druckkopf das Filament sauber einzieht. Der Filamentsensor ist auch oben befestigt, da Kabel recht knapp aber passend bemessen. Der Sensor ist recht leichtgängig bietet  aber genügend widerstand der Rolle das das Filamt auf etwas Spannung gehalten wird.

Wirklich klasse sind die dünnen Flachbandkabel die ebenfalls mit Klebeband für den Transport gesichert wurden. Ein einfaches einstecken in die dafür vorgesehenen Öffnungen, noch das ein oder andere Kabel in die Motoren bzw. für die induktiven Stopper der jeweiligen Achse. Übrigens auch eine tolle fast geräuschlose Lösung im Vergleich zu den herkömmlichen normalen”klick Stoppern”. Sämtliche Kabel sind so kurz gehalten das man sie auch nicht versehentlich falsch einstecken kann.


(einer der fast geräuschlosen induktiven Stopper)

Übrigens liegt eine kleine Tasche mit allem benötigten Werkzeuge sowie Ersatzteile (auch Flachbandkabel) mit bei, nichts wildes mit der Tasche, aber ziemlich klasse. So hat man alles sortiert an einem Fleck 🙂


(Flachbandkabel, induktiver Stopper, Werkzeugtasche mit Zubehör und ein eingestecktes Flachbandkabel)

Ist das alles geschehen führt man nur das Filament in den Filamentsensor von oben nach unten ein, bzw in den Direct Extruder auf der X Achse ein. Rückseitig befindet sich der Power Schalter, durch betätigen dessen springt das Gerät an und ist nur durch ein leises Surren des auf der Unterseite befindlichen Lüfters zu hören. Die Menüführung des Touch Displays ist recht einfach, Leveln, Filament wechseln oder einen Druck starten findet man schnell, allerdings wie üblich nur in englisch. Das ausrichten der Druckplatte muss manuell vorgenommen werden, im System kann man aber eine unterstützende Funktion finden die auf Tastendruck 5 Punkte anfährt, so das ich an entsprechender Stelle die Stellräder auf der Unterseite nutzen kann um den richtigen Abstand zur Düse herzustellen. Alternativ kann man sicher auch einen BLTouch Autolevel Sensor nachinstallieren. 

Die ersten Druckversuche

Ein USB Stick liegt bei der auch direkt mit Repetier Host und entsprechende Einstellungen versehen ist, ebenfalls ist eine bereits fertige Datei zum Drucken beinhaltet. Der USB  bzw Micro USB Port liegen oberhalb links am Gehäuse, praktischer kommt man da kaum noch ran. Der Stick wird direkt anerkannt, man kann aber auch zwischen beiden Ports im System wählen sofern man beide parallel nutzen möchte. Alternativ kann man auch wieder per direkter PC Verbindung drucken.
Die Testdatei angeklickt, kurz gewartet und erstaunt wie schnell das Druckbett auf 80°C bzw die Volcano Düse auf 230°C Temperatur ansteigt. Schneller war bisher noch kein 3D Drucker. Das der Drucker sich bis zu 600W genehmigen kann merkt man spätestens jetzt. 🙂 Die Drucktemperatur der Düse bzw. des Heizbettes werden automatisch reduziert auf 70° bzw. später nach den ersten Schichten auf 55°C, die Düse druckt bei konstanten 210°C. 

  
(Das farbige sehr gute Touchdisplay, Druckergebnisse der beiliegenden Datei des USB Stick: Ergebnis: super erster Druck!)

Der Druck setzt an, findet direkt Haftung und zieht die Testdatei bis zum Ende hinweg durch. Das Ergebnis gefällt mir sehr gut, auch wenn ich persönlich die Z-Hopping Funktion (ein Sprung des Druckkopfes nach oben, zwischen zwei Punkten die nicht direkt miteinander verbunden gedruckt werden) ausschalten würde, bzw. noch Ironing für die oberste Schicht aktivieren muss. Ansonsten direkt beim ersten Druck, aus dem Stegreif ein wirklich super Ergebnis bekommen.

Danach kurz Repetier Host eingestellt, Benchy geladen und auch da bekannte Schiffchen gedruckt. Z-Hopping ist nach wie vor noch aktiviert, störte aber nicht. Ein leichtes Stringing ist zu erkennen, mag aber auch daran liegen das ich den Drucker 2x ausgeschaltet habe und danach den Druckvorgang wieder aufgenommen hatte. Das klappte absolut ohne Probleme. Das einzige was mich jetzt noch etwas stört: die Drucke kleben Bombenfest auf der Druckplattform, auch bei einer Resttemperatur von 55° oder auch erkaltet, bekomme ich die nur sehr schwer gelöst. Hier half mir nur eine mechanische Einwirkung: ein Schlag gegen das gedruckte Objekt, dann löste es sich von dem Heizbett. Keine optimale Lösung, das muss ich mir noch etwas näher anschauen.
Hier brach dann auch das Kabine des Schiffes beim manuellen versuch es zu lösen ab, vorher war der Druck intakt. Die Stelle war aber auch durch die erwähnte 2x Stromausfälle (zu Testzwecken um den Druck danach wieder fortzuführen) etwas anfälliger. Der Druck wurde aber bei der Wiederaufnahme sauber beendet. 
 Nachtrag: ein Spachtel, wie er bei anderen Druckern beiliegt löst die Drucke recht einfach von der Plattform, Problem gelöst 😀


(Das Benchy Schiffchen sieht etwas zerrissen aus, wurde aber komplett gedruckt, beim Versuch es von der Druckplatte zu lösen, brach die Stelle ab, an der ich 2x den Druck nach einem Stromausfall wiederaufnahm)

Druckergebnisse

Wirklich cool auch für Bild- oder Videoaufnahmen, kommt das verbaute LED Licht am Druckkopf. Gerade in Bewegung gibt es hier krass schicke Schattenspiele, bzw coole Bilder mit schöner punktueller Beleuchtung. Eigentlich unnötig, aber macht was her. 🙂


(Die anpassbare LED Beleuchtung wirkt nicht nur auf Bildern spektakulär)

Natürlich wollen auch größere Modelle getestet werden, da wird man auf Thingiverse.com schnell mit den Eiffel Tower/Eiffelturm fündig, kurz auf maximale Größe Skaliert und im jeweiligen Slicer berechnen lassen. Hier hab ich allerdings auf das  Cura Profil in Repetier Host gewechselt, da das eingestellte Slic3r Profil einfach nicht fertig werden wollte. Seltsam, ist aber so.
Nach schlappen 31:41 Stunden war er auch schon fertig, an den Einstellungen des Cura Profils hatte ich nichts verändert. Durchweg auch hier ein schönes Druckbild, die Geschwindigkeit war scheinbar etwas zu hoch, hier und da sieht man die Rillen des Druckes etwas zu stark. Aber so gesehen nichts dramatisches. Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden. Besonders schön ist die Spitze bei 40cm Höhe geworden, sauber ohne Versatz, sehr gut.

  
(Repetier-Host, Cura Profil, 0,2mm, Rest Standard Einstellungen) 

Ohne irgendwelche Marvel oder Comic Figuren teste ich keine Drucker 😛 VenomPool hab ich mir diesmal vorgenommen, die Settings hab ich auf 0,16mm Schichthöhe und die Geschwindigkeit auf max. 45mm/s geregelt, z-Hopping auf off gestellt. Der Druck brauchte so zwar auch mehr als 20 Stunden ist aber wirklich astrein geworden, das ich mit einem “oh wow” den Druck von der Plattform löste. Auf den gezeigten Bildern sieht man die ein oder andere Schicht mit minimalen hervorstehenden Filament, das ist durch das direkte Licht auf dem Bild stärker zu sehen als in natura. Ich bin sichtlich beeindruckt.


(Cura.4.4, 0,16mm Schichthöhe, max 45mm/s Druckgeschwindigkeit)

Cura Einstellung & Setting

Beim verwendeten Cura 4.5 habe ich keine Einstellungen vorgenommen die sich auf das Druckbild auswirken könnten, das hab ich bisher auch noch bei keinem Drucker gemacht. Hier nutze ich das Creality3D CR10 Profil, da es zum Sidewinder X1 noch keins gab, die Dimensionen der Druckfläche sind eh gleich, der Rest könnte (Flow, retraction etc), sofern notwendig, natürlich noch angepasst werden. Lediglich an den Support Einstellungen hatte ich meine Finger dran, die Settings die ich sonst für perfekt ablösbare Stützen hatte, klappen in der neuen Version allerdings nur bedingt. Wichtig ist nur das in ab Version 4.4 bei Cura nach “Support Walls” schaut (oder so ähnlich genannt) und die gegebenenfalls auch deaktiviert. Eine eher unnötige Funktion in meinen Augen, die um den Support noch Wände zieht (wie beim normalen Druckobjekt auch), das erschwert das abtrennen des Supportes immens. In meinem Fall waren es 2-3 Wände die den Support “Stützen oder schützen ” sollten. Was das für eine Arbeit war, könnt ihr euch sicher vorstellen.

Lärmpegel beim drucken

Die Geräuschentwicklung während des Druckes ist so gesehen absolut zu vernachlässigen. Das fahren/bewegen der Achsen bzw. des Druckkopfes ist kaum wahrnehmbar, der Lüfter im Gehäuse angenehm zurückhaltend. Übertrieben gesagt könnte man neben dem Drucker auch eine Nacht verbringen. 🙂 Hier hört man quasi das hochwertige Komponenten verbaut und genutzt werden. Die Vibrationen des Druckers halten sich auch soweit zurück, die Gummifüße auf der Unterseite schlucken schon einiges weg.

Fazit

Durchweg kann mich der Artillery Sidewinder-X1 direkt vom Beginn an begeistert, eine hochwertige Qualität in der Verarbeitung, ein durchdachtes System mit Filamentrollenhalter sowie einem extrem sauberen und guten Kabelmanagement, leises Betriebsgeräusch und direkt super Druckergebnisse. Ein flotter Aufbau und keine Probleme mit Software oder Hardware sorgen ebenfalls für Pluspunkte. Auch bei größeren Modellen druckt er anstandslos und sehr sauber. Das Ergebnis beeindruckt mich absolut. Aktuell würde ich sagen ist der Artillery Sidewinder X1 mein Lieblingsdrucker und löst damit erstmal den Creality3D Cr-10 V2 ab 🙂  Zur Vollendung fehlen jetzt nur Diagonale Streben um mehr Stabilität im hohen Z-Achsen Bereich zu erhalten und ein Autolevel Sensor wäre auch noch das i Tüpfelchen obendrauf. Letzteres kann man natürlich für ein paar Euros bereits kaufen und einbauen.

Features

  • 3D Drucker
  • 300x300x400mm Druckfläche
  • Touchscreen, Filamentsensor, Wiederaufnahme nach Stromausfall
  • Titan Extruder Direct Drive 
  • Volcano Düse 0,4mm
  • Doppel Z-Achse
  • Aluminiumrahmen
  • Leises Drucken

Video

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