Artillery Sidewinder X2 ab 335€ – einer der Besten noch besser? 3D-Drucker, 300x300x400, Autolevel Sensor

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Mit ein paar wenigen aber effektiven Veränderungen soll die gute Basis des Vorgängers nochmals verbessert werden. So erhält der beliebte 3D-Drucker einen Autolevel Sensor und die Kabelführung wurde neben dem neuen 32-Bit Mainboard ebenfalls verbessert. 

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Artillery Sidewinder X2

Mit dem aktuellen Gutschein bekommt ihr den Sidewinder X2 für 335€ auf Geekbuying.com aus einem EU Lager.

Technische Daten 300x300x400 • Silent printer • Autolevel Sensor
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Der direkte Nachfolger eines der besten 3D-Drucker der vergangenen Jahre steht in den Starlöchern. Der Artillery Sidewinder X2 will mit kleineren, aber durchdachten Verbesserungen wieder an die Spitze der 3D-Drucker Charts. Erhältlich ist dieser ab 335,00€ auf Geekbuying.com.

Artillery Sidewinder X2 Testdruck Octoalien
(Drucken kann er schon mal gut)

Technische Daten des Sidewinder X2 und Sidewinder x1

 Artillery Sidewinder X2Artillery Sidewinder X1
Druckfäche300x300x400300x300x400
Mainboard 32 Bit Ruby Board8-Bit Makerbase
Extruder TypTitan Direct Drive ExtruderTitan Direct Drive Extruder
Düsen TypVolcano Düse, 0,4mm, 1,75mm FilamentVolcano Düse, 0,4mm, 1,75mm Filament
DruckbettGlass-KeramikGlass-Keramik
Temperatur Düse/Druckbett240°C/130°C240°C/80°C
Stepper DriverUltra SilentUltra Silent
Drucker Auflösung X/Y0,05mm, 0,1mm0,05mm, 0,1mm
Layer/Schichte Auflösung0,01mm0,01mm
Maximale Druckgeschwindigkeit150mm/s150mm/s
Stromverbrauchmax. 700 Wmax. 600 W
Besonderheiten
  • Filamentsensor
  • Resume Print Funktion
  • Duale Z-Achse
  • LED-Beleuchtung
  • Auto-Leveling Funktion
  • Filamentsensor
  • Resume Print Funktion
  • Duale Z-Achse
  • LED-Beleuchtung
   

Sidwinder X2 vs X2 Frontansicht
(Artillery Sidewinder X2 vs. Sidewinder  X1)

Wenige aber durchdachte Unterschiede 

Auf den ersten Blick erkennt man wohl eher nur geringfügige, kosmetische Veränderungen am Artillery Sidewinder X2. So sticht die blaue Extruder Abdeckung sowie die blaue Abdeckung die quer oberhalb verbaut wurde ins Auge. Eine nicht sichtbare Änderung ist das eigens entwickelte 32-Bit Board im Inneren des Gehäuses. Im Erstlingswerk werkelte noch ein 8-Bit Mainboard.  

Artillerie Sidewinder X2 Mainboard 32 Bit

Weiterhin hat man an der schon ziemlich guten Kabelführung weitere Verbesserungen vorgenommen. So ist die Stromversorgung auf der Hinterseite des Druckbettes (Y-Achse) besser und dicker ummantelt. Ebenso bekommen die Flachbandkabel nun bessere Kabelklipse spendiert.

Artillery Sidewinder X2 Druckbett Kabel

Eine weitere eher kleine Verbesserung ist die Filametrollen Führung auf dem Drucker. Hier wird nun eine durchgehende Rolle verwendet um Größenunterscheide der Filamentrollen besser abzudecken. Beim alten Modell lagen hier 4 einzelne Rollen mit recht wenig Spielraum vor.

Die wohl größte Verbesserung ist der nun integrierte Autolevel Sensor. Nicht das es diesen unbedingt benötigt hätte, aber so spart man sich ein paar Arbeiten und Handgriffe.

Artillery Sidewinder X2 Autolevel Sensor
(Endlich auch mit einem Autolevel Sensor ausgestattet)

Testberichte / Erfahrungen / Meinungen

Schnellerer Aufbau

Der Vorgänger konnte schon recht angenehm flott (auch ohne großartige Vorkenntnisse) aufgebaut werden. Der Sidewinder X2 soll hier nochmals flotter zusammengebaut werden können. Wie gewohnt liegt eine Anleitung bei, die Schritt für Schritt durch den Aufbau und die Menüs des Touchscreens führt. Der Aufbau soll wohl in 10 Minuten machbar sein.

Tatsächlich ist der Aufbau absolut kein Problem. Man muss lediglich alles aus der großen Umverpackung herausnehmen und hat gerade mal 2 Bauteile auf dem tisch liegen: die Recheneinheit mit dem Druckbett und die Z-Achse mit dem Druckkopf. Beides wird nun aufeinander gesteckt (Druckkopf zeigt nach vorn) und wird nun von unten, mit schon 4 vorliegenden eingesetzten Schrauben, verschrauben.

Ein paar Klebebänder und Kabelstrapse die als Transportsicherung dienten, müssen noch entfernt werden. Die nun frei liegenden Kabel sind so kurz gehalten das sie nur an eine Position passen. Die 3 Kabel sind schnell eingesteckt nun muss lediglich noch der Filamentrollenhalter mit integriertem Filament Sensor aufgebaut werden.

Auch das geht flott, wenn man sich an die farbige Anleitung hält.  

Alles beim Alten

Wenn es um die technische Umsetzung geht, ist bis auf das neue Mainboard, alles eher beim Alten geblieben. Hier und da sind kleinere Verbesserungen am Druckkopf ersichtlich. Die Funktion als Direct Drive Extruder bleibt aber identisch.

Artillery Sidewinder X2 Druckkopf

Der integrierte Feeder bleibt weiterhin aus Kunstsoff. Beim Vorgänger musste ich ihn nach mehr als 1000 Stunden Druckzeit austauschen. Auch hier wird wieder die Volcano Düse verwendet.

Die Z-Achse wird ebenso erneut doppelt geführt. Ob sie nun etwas mehr Stabilität im oberen Bereich hat, kann ich noch nicht beurteilen. Auffällig ist aber das man nun keinen Aluminium Querträger verbaut sondern einen aus Kunststoff mit dem Sidwinder Schriftzug drauf. An der Stabilität sollte das eigentlich nichts ändern, wirkt natürlich etwas frischer, aber auch günstiger. 

Artillery Sidewinder X2 Touchdisplay
(Touchdisplay und die USB/ MicroSD Karten Slots)

Die Bedien- und Recheneinheit verfügt erneut über ein farbiges Touchdisplay. Das System ist einfach und strukturiert aufgebaut. Oberhalb, seitlich davon befindet sich der USB-A Anschluss und MicroSD Slot um die Daten einzuspeisen, die man am PC per Slicer Software errechnet hat. Welche Software ihr hier nutzt obliegt euch.

Ich kann euch aber nach wie vor die angepasste Versionen von Creality3D empfehlen. Diese liefert aus dem Stehgreif ein besseres Druckergebnis als die Standard Cura Versionen.

Das Display reagiert wie beim Vorgänger schon sehr gut auf die Eingaben. Allerdings fehlt es hier und da an eine klaren Struktur und bessere Möglichkeiten zum einstellen.  Der Autolevel Sensor wird beispielsweise nicht über den Menüpunkt „leveln“ angesprochen sonders versteckt sich unter „More“. Dort kann man dann das automatische ausrichten durchlaufen lassen.

Bisher bekannte Bugs 

Wer hier etwas zu forsch rangeht und die Autolevel Funktion mehrfach drückt muss es leider auch so lange abwarten bis der Sidewinder X2 fertig ist. Abbrechen kann ich den Vorgang nämlich nicht. 

Unsere eingetroffene Testversion hat aber Fehler in der Darstellung. Warum auch immer fehlen für eine längeren Zeitraum sämtliche Hintergrundgrafiken und man bekommt nur weiße Kästchen zu sehen. Irgendwann, warum auch immer passt die Darstellung wieder. Aber auch dann nur bedingt: im Druckmenü werden nur falsche Symbole dargestellt die nicht erkennen lassen was sich dahinter verbirgt. 

Artillery Sidewinder x2 Fehler in der Darstellung des Display
(Das soll definitiv nicht so aussehen…)

Ein neues Flashen des Displays ist mir aber noch nicht gelungen. Denn es macht auch die Datenträgererkennung Probleme. Der beiliegende USB Stick wird nur sporadisch erkannt, ebenso wie ein anderer den ich in Griffreichweite habe. Wird er erkannt und ich starte den Drucker neu, wird aber eben kein flashen Vorgang aktiviert, sondern nur neu gestartet. 

Hier muss ich noch etwas herumspielen und ausprobieren.

Anpassung der Slicer Software

Auf dem beiliegenden USB Stick sollte eigentlich Software und fertig bearbeitete Dateien vorliegen. In meinem Fall lag nur die PDF der Anleitung vor. Gut auf der Webseite von Arillery kann man den Inhalt herunterladen. Allerdings fehlt die Textdatei mit einer G-Code Anpassung für den Autolevel Sensor. Laut Anleitung sollte diese Datei vorliegen, fehlt aber auch im Download vom Hersteller. 

Folgende Textzeile müsst ihr in der Start G-Code nach der ersten Zeile unter den Drucker Einstellungen hinzufügen:

M420 S1 Z10

Danach sollte es in Etwa so aussehen:

G28 ;Home
M420 s1 z10
G1 Z15.0 F6000 ;Move the platform down 15mm
;Prime the extruder
G92 E0
G1 F200 E3
G92 E0

Die Textzeilen sind aber variabel und können von Software zu Software etwas unterschiedlich sein.  Mein Beispiel entstammt von der Creality Slicer 4.8 Software.

Erste Druckversuche

Filament lag leider nicht bei, also besorgt euch da gleich dazu. Meine Empfehlung geht an das PLA Filament von Geeetech, das bekommt ihr auf Amazon.de für ~20-23€. Die Angebote wechseln und schwanken, oft gibt’s auch Rabatt.

Die Testdatei „Cube“ liegt auf dem USB Stick/als Download des USB Stick Inhalts bei. USB Stick eingelegt, Filament eingeführt, auf das aufheizen gewartet und los gings. Das ausleveln klappte gut, wobei es noch ein Hauch genauer hätte sein können. Der Cube war nach nicht allzu langer Zeit fertiggestellt. Mein verwendetes Filament war nicht das Beste, aber der Sidewinder x2 hat direkt ein gutes Druckergebnis erzielt.

Klar sieht man bei gutem Licht die einzelnen Layers des Drucks. Aber im gesamten bin ich mit dem Ergebnis ohne Anpassung schon ziemlich zufrieden.

Artillery Sidewinder x2 erste Druckversuche Artillery Sidewinder x2 erste Druckversuche Artillery Sidewinder x2 erste Druckversuche
(Der Test Cube schaut schon mal gut aus)

Auch mit einer  selbst erstellten Datei gab es keine Probleme. Das Octo Alien (auf Thingiverse.com zu finden) wurde sauber gedruckt und weist keine groben Probleme auf. Die Schichthöhe lag hier bei 0,16mm und wurde mit dem Creality Slicer 4.8 bearbeitet. Anpassungen hab ich in den Einstellungen nicht vorgenommen.

Ein paar Druckstreifen sind durch die Aufnahme erkennbar, unter realen Bedingungen ist der Druck sehr sauber geworden.

Artillery Sidewinder X2 Testdruck Octoalien Artillery Sidewinder X2 Testdruck Octoalien
(Auch das bewegliche Octo Alien wurde sauber gedruckt)

Vorzeitiges Ende…

Das wars dann aktuell aber auch erst einmal mit dem testen, denn ich bekomme weder eine MicroSD Karte noch einen USB Stick mit Daten im Drucker zum laufen. Er erkennt sie einfach nicht mehr an.

Ebenso bleibt das Problem mit den weißen Kästchen der Optionen im Display  bestehen. Momentan bin ich mit meinem Latein am Ende da selbst eine frische MicroSD Karte und eine Originale Firmware/ Update einfach nicht funktionieren. Ich denke hier liegt ein Hardware Fehler vor. Bis dahin hat der Sidewinder X2 aber sauber gedruckt. 

Andere Reviewer oder Tester haben/hatten scheinbar dieses Problem nicht. 

Fazit

Schnell aufgebaut, schnell in Betrieb genommen und mit zuverlässiger, guter Druckqualität gesegnet. Der leicht verbesserte Artillery Sidewinder X2 hat direkt gute Ergebnisse erzielt und ist leicht bedienbar. 

Die Firmware selbst ist aber identisch zum X1 und bietet wenige Einstellmöglichkeiten. Auch kann ich das Autoleveln in der Durchführung nicht beenden. Gerade dann ärgerlich wenn man zweimal das Autolevel angetippt hat und es nicht abbrechen kann. zudem sind einige Funktionen unlogisch im System verteilt. 

Leider kann ich kein finales Fazit abgeben da mein Testgerät Fehler aufweist die ich nicht ohne weiteres beheben kann. So ist das Display ohne farbige Symbole versehen, was die Navigation schwieriger gestaltet und es werden weder USB Sticks noch MicroSD Karten erkannt. Ebenso gelingt es mir nicht eine andere Firmware zu flashen. Somit konnte ich eben nur 2 Testdrucke durchführen. Danach war Schluss.😥

Wirklich drastische Veränderungen hat Artillery hier nicht vorgenommen. Eher behutsame Anpassungen die den ohnehin schon sehr guten Vorgänger nun einfach noch etwas besser machen sollen. Drucktechnisch hat sich hier nichts großartig verändern. Die Basis ist ja im Kern, bis auf das eigens entwickelte Mainboard, gleich geblieben. Spannend wird es natürlich beim Preis. Ob wir hier auch unter das 300€ Niveau des Vorgängers kommen?

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