Xiaomi Mi 11 Ultra Testbericht – ab 779€ – das Beste vom Besten? 6,81″ 120 Hz, SD888, 12/256GB, 5G

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Xiaomi macht es mir mit dem Mi 11 Ultra echt schwer: eine fantastische Performance, Super Display, tolle Verarbeitung, ebenso tolle Kamera, aber riesige Abmessungen, schwer, eine klobige Rückseite mit einem inkonsequent genutzte zweite Display machen es nicht einfach. Im gesamten ist es aber dennoch ein sehr gutes Smartphone!

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Das Xiaomi Mi 11 Ultra ist in der 8/256GB Version für 827€ zum neuen Bestpreis in der chinesischen Version bestellbar. Google Play Store wie auch Widevine Level 1 sind vorhanden, die Sprache selbst liegt in englisch/chinesisch vor (je nach gewählter ROM Version) 

Technische Daten 6,81" • AMOLED • 3200x1440 Pixel • 120 Hz • Snapdragon 888 • 8+256GB • LTE (inkl. Band 20) • 5G • USB Typ-C • 5000mAh • Android 11.0
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Technische Daten 6,81" • AMOLED • 3200x1440 Pixel • 120 Hz • Snapdragon 888 • 12+256GB • LTE (inkl. Band 20) • 5G • USB Typ-C • 5000mAh • Android 11.0
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Technische Daten 6,81" • AMOLED • 3200x1440 Pixel • 120 Hz • Snapdragon 888 • 12+512GB • LTE (inkl. Band 20) • 5G • USB Typ-C • 5000mAh • Android 11.0
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Hier findest du unseren Video-Testbericht.

Nachdem internationale Xiaomi Fans letztes Jahr in die Röhre gucken durften, als man für China das Mi 10 Ultra vorstellte, ist es dieses Jahr anders. Für das Jahr 2021 schiebt man nach dem bereits sehr gut ausgestatteten Xiaomi Mi 11 nun auch noch eine Xiaomi Mi 11 Ultra Version hinterher die es in sich hat und global erscheint! Das Smartphone bietet wie gehabt ein riesiges, randloses AMOLED-Display mit 6,81″ mit einer Auflösung von 3200×1440 Pixel und einer Bildwiederholfrequenz von 120 Hz. Dabei wird das Telefon natürlich von einem Snapdragon 888 angetrieben. Die Unterschiede zum Mi 11 liegen jedoch in der Kamera!

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Technische Daten im Überblick

 Xiaomi Mi 11 Ultra
Display6,81″, 120 Hz, 3200 x 1440 Pixel
ProzessorQualcomm Snapdragon 888 @ 2,84 GHz
GrafikchipQualcomm Adreno 660
RAM8/12/16 GB LPDDR5
Interner Speicher256 GB UFS 3.1, nicht erweiterbar 
Hauptkamera50 MP Samsung GN2 mit ƒ/1.79 Blende + 48 MP Sony IMX586 Weitwinkel (128°) + 48 MP Sony IMX586 Periskopkamera/Makro
Frontkamera20 MP Sony IMX586
Akku5.000 mAh mit Quick Charge 67W + 67W induktiv Laden
KonnektivitätDual-Band WLAN (inkl. AC + AX), Bluetooth 5.2, USB Typ-C, GPS/GLONASS/BDS, Dual-SIM, NFC, 5G
FeaturesFingerabdrucksensor im Display, Weiß-Keramik als Special Edition
BetriebssystemMIUI 12, Android 11
Abmessungen / Gewicht164,3 x 74,6 x 9,0 mm, 236 g

Testberichte / Erfahrungen / Meinungen

China Version, Google & Empfang kein Problem

Der EU Release lässt nach wie vor weiter auf sich warten, in den kommenden Wochen soll es aber auch langsam in Deutschland soweit sein. Wer sich aber, wie wir, die Chinesische Version geordert hat muss sich glücklicherweise keine Gedanken um ei fehlende Google Unterstützung machen. Per nachträglich installierter Play Store Apk und einem Accountmanager für den Google Account konnten wir das System vollumfänglich mit allen Google Tools und Apps nutzen. Der Background Check für die wichtigen Google Routinen ist auch komplett bestanden worden. Perfekt. Dennoch würden wir nicht die Hand ins Feuer legen ob auch wirklich alle Apps zu 100% funktionieren.
Wer mit der englischen Sprache kein Problem hat kann das Xiaomi Mi 11 Ultra auch ganz normal im Alltag nutzen: alle wichtigen LTE Frequenzen wie LTE Band 7/20/28 und 5G mit N28/N3/N1/N41/N78/N77/N79 werden unterstützt. Selbst das Digital Right Management Widevine Level L1 wird erreicht somit kann man Netflix auch in Full-HD streamen. Theoretisch auch Amazon, die stellen sich da aber bei manchen Geräten quer und liefern nur HD Inhalte.

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(Google Play Store läuft ohne Probleme, chinesische Apps gibts aber genauso wie Updates)

Schicke Optik in der Präsentation, aber ein Brocken im Real Life

In der Live Youtube  Präsentation sah man sicherlich auch ansatzweise das das Smartphone schon recht groß werden würde. 6,81 Zoll Bildschirmdiagonale kommen ja auch nicht von ungefähr. Was man aber nicht gesehen hatte ist die Dicke des Gerätes mit 9mm UND das wohlgemerkt ohne den fetten Kamerabuckel der ein Viertel der Gesamtfläche der Rückseite einnimmt. Hier kommen wir mal eben auf  1,3cm Dicke bei einem Gewicht von 236 Gramm. Zudem ist durch das Kamera/Display Setup auf der Rückseite das Gerät deutlich Kopflastiger als die gesamte Konkurrenz am Markt. Was die Optik angeht scheiden sich hier wohl die Geschmäcker, die einen feiern es, die anderen lachen drüber. 

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(Mal eben „flach“ hingelegt)

Verarbeitet ist das Xiaomi Mi 11 Ultra aber sehr gut, hier kann man  nicht meckern. Gerade die kratzfeste Keramikrückseite hat wieder einen richtigen Premium Touch. Allerdings kann diese bei ungewollten Stürzen auch platzen/kaputt gehen.
Der Powerbutton ist gut zu erreichen, für die die Lautstärkewippen muss man aber etwas umgreifen, zumindest mit normalen/kurzen Fingern. Der InCell Fingerabdrucksensor funktioniert wirklich gut, aber ein kurzer kompletter Aufdruck auf den Bereich ist notwendig, kurz antippen und entsperren hatte bei mir nicht geklappt. Die Alternative Gesichtsentsperrung klappt auch fantastisch und rasend schnell. Wer mit den größeren Abmessungen und dem Gewicht kein Problem hat bekommt hier ein fantastisch verarbeitetes und irgend wie auch schickes Smartphone.

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(Ein dezent auffallender Kameraaufbau)

Riesiges, tolles Display

Wenig Überraschung gibt es seitens des Displays als auch beim Prozessor. So setzt auch das Xiaomi Mi 11 Ultra auf ein 6,81″ randloses AMOLED-Display im 19:9 Format mit einer Auflösung von 3200×1440 Pixel. Die Bildwiederholfrequenz liegt wie zu erwarten bei 120Hz wobei man von einer AdaptiveSync Technologie spricht und bis 30 Hz heruntertakten kann. Hier wäre LTPO sicherlich noch der ultimative Schritt gewesen um dynamisch auf bis zu 1 Hz heruntertakten zu können.
Die Abtastrate des Displays liegt bei beachtlichen 480Hz und dürfte damit auch Gaming Smartphones Paroli bieten. Toucheingaben sind daher daher besonders flüssig. Dank 10 Bit können bis zu 1 Milliarde Farben dargestellt werden, was besonders weiche Farbverläufe ermöglicht. HDR10 und sogar Dolby Vision ist mit dabei. Die Frontkamera ist, ebenso wie im Mi 11, als Punch Hole in der oberen, linken Ecke platziert worden.

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Am Display selbst gibt es nichts auszusetzen, die Darstellung ist gestochen scharf und die 120Hz werden konsequent im System genutzt. Die Bedienung auf dem Glas erfolgt wunderbar und flüssig, trotz vorinstallierter Schutzfolie (eventuell nur beim China Import) und Rundungen auf allen 4 Kanten.
Wie gewohnt kann aber beispielsweise Youtube nur mit 60 Hz betrachtet werden, das gilt auch für die meisten Spiele oder Apps. Beim Scrollen, browsen oder surfen kann hier aber das volle Potential entfaltet werden. Dank der 480Hz Abtastrate werden sämtliche Eingaben auch ohne Verzögerung umgesetzt. Perfekt für schnelle Spiele.
Die Helligkeit ist sehr gut und so kann man auch noch halbwegs gut bei direkter Sonneneinstrahlung auf das Display die Inhalte ablesen. Die Farben können im System wieder angepasst werden, einen Flimmer-Schutz kann ich ebenso aktivieren. Wer auf Netflix unterwegs ist wird sicher auch das ein oder andere HDR/ Dolby Vision Filmchen genießen können.

Mit 1,1″ Display auf der Rückseite

xiaomi mi 11 ultra display

Spannend ist im Mi 11 Ultra das zweite, kleine 1,1″ Display auf der Rückseite mit einer Auflösung von 126 x 294 Pixel. Die Helligkeit gibt Xiaomi mit bis zu 450 nits an, weshalb es sich ideal eignet, um Selfieaufnahmen mit der Hauptkamera problemlos auch im Freien zu ermöglichen. Dank Always-On-Display werden hier bei Bedarf auch Benachrichtigungen oder auch die Uhrzeit und der Akkustand angezeigt.

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(Nettes Gadget, das kleine Display, hier fehlt es aber noch an Funktionen und Unterstützung)

Da es sich hier um einen kleinen Touchscreen handelt kann man sogar eingehende Anrufe ablehnen oder annehmen. Allerdings muss man, und das tun wohl eher wenige Nutzer, das Display auf den Tisch ablegen um auch das rückseitige kleine Display nutzen zu können.
Was die allgemeine Darstellung auf dem kleinen Display angeht hat man hier aber nur eine entweder oder Lösung von Xiaomi bekommen. Sprich entweder zeige ich die Uhrzeit und eingehende Nachrichten etc. an, lasse einen eigenen Text darstellen oder binde ein Bild ein. Durchscrollen der Funktionen ist aber nicht möglich. 

Nettes kleines Display, aber inkonsequent unterstützt

Tatsächlich ist die Nutzbarkeit aktuell etwas inkonsequent durchgeführt. Gerade in der Kamera App würde es durchaus Sinn machen die Hauptsensoren für Selfie Aufnahmen zu nutzen, da sie eine bessere Qualität bieten als die 20 MP Frontkamera. Allerdings kann ich das 1,1″ Display nur für Standard Fotos als Sucher benutzen. Aktuell wird weder Video noch der Portrait Modus unterstützt. Hier glotze ich beim umschalten der Modi dann dumm auf die Uhrzeit statt auf beispielsweise mein Gesicht als VLOG Ersatz.

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(Eingehende Nachrichten, Anrufe und SMS kann man ablesen, Anrufe sogar annehmen oder ablehnen)

Highend Leistung ähnlich zum Mi 11

Die Leistung liefert natürlich auch der Snapdragon 888 Octa-Core Prozessor mit 2,84 GHz weswegen es das Handy auf eine Antutu-Punktzahl von 770.000 schafft. Dem Entsprechend ist natürlich auch das Qualcomm Snapdragon X60 5G Modem mit dabei. Weiterhin stehen wahlweise 8/12/16 GB RAM LPDDR5 und 256 GB UFS3.1 Speicherplatz zur Seite. Der Speicher lässt sich nicht erweitern. Leistungsmäßig spielt man hier ganz oben mit.

Xiaomi Mi 11i

An der Performance kann man nicht mosern oder meckern. Das System ist super flott und flüssig, lange Ladezeiten sucht man eigentlich vergebens. Aktuelle Spiele laufen wie warme Butter vom Brot und je nach Einstellung ist die CPU/GPU Konstellation nicht mal zu 1/3 ausgelastet.
Dank LPDDR5 RAM und UFS 3.1 Speicheranbindung hat man auch entsprechend sehr flotte Lese- und Schreibraten im System. Der Arbeitsspeicher selbst saugt über 50Gb/s an Daten durch.
Allerdings ist im Betrieb mit höherer Auslastung auch ein anstieg der Abwärme auf der Rückseite zu spüren. Zu merklichen Drosselungen kam es im System aber nicht.

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MIUI 12.5 mehr Ähnlichkeit mit iOS

Das Xiaomi sich gerne an Apple orientiert ist nicht von der Hand abzuweisen und auch nichts neues. Mit der neusten MIUI 12.5 Version hat man ein Pulldown Menü im Stile von Apple implementiert.
Links heruntergezogen (egal wo auf dem Display) bekomme ich das Nachrichten Zentrum mit eingetrudelten Nachrichten und Informationen. Wische ich mit zwei Fingern rechts auf dem Display herunter kommt eine Tool Ansicht, eben wie man es von iOS her auch kennt. Sicherlich etwas abgewandelt aber stark daran orientiert. Der Rest des Systems schaut aber so aus wie man es von Android her kennt. In den Einstellungen hat man vielfältige Möglichkeiten das System nach den eigenen Bedürfnissen anzupassen.
Das System selbst macht keine Mucken, liegt in der chinesischen Import Version aber nur in chinesisch oder englisch vor. Die ein oder andere App kann man bedingt der Herkunft nicht nutzen, einige Alternativen zu den Google Apps liegen entsprechend auch vor. Letzteres entfernt oder deaktiviert man und installiert eben die benötigten Apps aus dem Play Store nach. Alles wichtige wurde bestanden sei es DRM Widevine L1 oder der Google relevante SafetyNet Check. Mailware oder Schadsoftware wurde ebenso wenig im System entdeckt.

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(Links und rechts mit zwei Fingern auf dem Display heruntergezogen, dezente Ähnlichkeiten zu iOS kann man nicht abstreiten)

Vollausstattung sogar mit IP68

Am System und der Konnektivität gibt es keine Kritik zu äußern. Neben 5G, 4G/LTE (7/20/28) Dual-Band WLAN (inkl. AC & AX), Dual-SIM, NFC einen Infrarot-Port, USB Typ-C, Bluetooth 5.2 und GPS liegen auch wieder Stereo Lautsprecher mit einem ziemlich guten Klang vor.
Nicht zu vergessen ist die IP68 Zertifizierung für eine volle Staub- und Wasserdichtigkeit. 

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(Stereo Lautsprecher von Harman & Kardon)

Beim Empfang gab es keine Probleme, der war durchweg sehr gut. Gleiches gilt für die Gesprächsqualität, hier wurden beide Seiten sehr gut verstanden. Der GPS Empfang ist auch gut und erreicht eine Genauigkeit von minimal 3 Meter, mehr geht mit den Qualcomm Chipsätzen nicht. Die Bluetooth Anbindung erfolgte ebenso ohne Probleme, die maximale Reichweite liegt im normalen Schnitt und ist letztendlich auch vom gekoppelten Gerät abhängig.
Das Dual-Band 6 WLAN zeigt auch seine Stärken mit einer sehr hohen Durchsatzrate und einer großen Reichweite. 
Wirklich gut ist auch das haptische Feedback also die Vibrationen im System umgesetzt worden. Schön kurz, knackig aber auch unterschiedlich kräftig. Das hat mir wieder sehr gut gefallen.
Lediglich eine Speicherweiterung oder eine Nachrichten LED fehlen.

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Die Kamera macht den Unterschied?!

Hier wurde scheinbar der Fokus beim Mi 11 Ultra gesetzt. Anders als es aktuell gerade im Trend ist, entfernt man sich hier vom Megapixel-Wahnsinn und weicht von den bekannten 108 MP Sensoren von Samsung ab. Gemeinsam mit Samsung entwickelte man den neuen Samsung ISOCELL GN2 Sensor, der neben einer Auflösung von 50 Megapixel, eine beachtliche Größe von 1/1,12″ bieten soll und auf eine f/1.95 Blende setzt. Neben schnellerem Autofokus dank „Dual Pixel Pro“ Technik soll auf eine optische Bildstabilisierung und TOF (time of flight) Sensor für Tiefeninformationen dabei sein. 8K Videos sind natürlich auch wieder möglich. Insgesamt ähnelt das Setup vom Design her dem des Poco M3 mit dem großen Kameraschild.

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Nötig macht das auch das bereits angesprochene, zweite Display das im Kameraschild integriert wurde. Neben dem neuen Sensor kommt außerdem noch ein 48 MP Sony IMX586 Sensor als Ultraweitwinkel zum Einsatz. Außerdem gibt es eine 48 MP Periskop-Kamera ebenfalls mit einem Sony IMX586 und 5-fach optischen Zoom. Der Sensor ist dabei sogar optisch stabilisiert. Xiaomi spricht in Kombination mit Digitalzoom von bis zu 120x Zoom und das alle Sensoren 8K Videos unterstützen würden. Gleichzeitig kann die Kamera auch für Makroaufnahmen genutzt werden. Die Frontkamera besitzt einen 20 MP Sony IMX586 Sensor. Schade hingegen ist das hier nicht die neusten 600 Serien der Sony IMX Sensoren verbaut wurden.

Hauptkamera

Wie zu erwarten bekommen wir hier natürlich auch ziemlich gute Bilder. Man verzichtet auf die 108 MP  Boliden und nutzt einen sehr lichtempfindlichen 50 Megapixel Sensor. Die Aufnahmen sehen aus dem Stehgreif sehr gut aus, meist mit neutraler Farbgebung, guter Schärfe und guten Bildinformationen und Details in der Bildtiefe. Der Dynamikumfang klappt ebenso wunderbar und lässt kaum Platz für Kritik. Je nach Motiv kann es aber wohl auch mal zu übersättigten Farben kommen, in meinem Testszenario viel das aber nicht so stark auf. Auffällig ist auch das in der Breite der Bilder mehr aufgenommen wird als bei den meisten aktuellen Smartphones.

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native 50 MP Bilder

Die nativen 50 Megapixel Aufnahmen bieten teils sichtbar mehr Bildinformationen und Schärfe im herangezoomten Zustand. Die Datengröße wächst aber von ~10MB auf bis zu 35MB Pro Bild an. Grundsätzlich kann man diesen Modus nutzen, aber der 5x optische Zoom liefert einfach deutlich mehr Bildschärfe und Details.

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(Pixel Binning Vs nativer 50 MP Modus)

5x optischer Zoom

Ohne vernünftigen optischen Zoom braucht mir eigentlich kein Smartphone mehr kommen. Das meister das Mi 11 Ultra mit Bravour. Sicherlich hat man hier nur einen recht kleinen Bildausschnitt aber die Details, Bildinformationen sind klasse, sichtbar deutlich besser als vergleichsweise der native 50 MP Ausschnitt.

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Makro Funktion

Was zum……. Kurz gesagt Makro ist einfach etwas anderes, aber nicht diese Fischaugen verzerrten Bilder über den Weitwinkel Sensor. Xiaomi: 6 setzen!

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(Wenn das irgendwer Makro Aufnahmen nennt…… Keine Ahnung was da in der Produktion schiefgelaufen ist)

Portrait Funktion

Hier gibt es wie gewohnt nichts zu meckern, die Software regelt es einfach wirklich super. Die Abtrennung zwischen Vorder- und Hintergrund erfolgt wie gewohnt sehr gut. Bis auf gelegentliche Ausnahmen ist die Hautfarbe auch passend.

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(Wieder gute Portrait Aufnahmen, ohne hats mit der Hautfarbe aber mal nicht ganz so gut geklappt)

Weitwinkel

Das nenne ich mal Weitwinkelaufnahmen. Es ist irgendwie ziemlich erstaunlich wie viel Informationen noch zusätzlich in der Breite aufgenommen werden. Da sogar weitestgehend ohne extreme Unscharfe Randberieche oder zu starken Krümmungen. Der Dynamikumfang funktioniert ebenso gut wie bei der Hauptkamera, lediglich die Farbgebung wird etwas wärmer.

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Frontkamera

Die Frontkamera bleibt im normalen Durchschnitt und erzeugt gute Bilder die sich im gesamten aber nicht von der Masse abheben können. Sehr schade hingegen ist das Videos hier weiterhin nur in Full-HD bei 60fps aber nicht in 4k aufgezeichnet werden können. Verschenktes Potenzial, zumal das zweite kleine Display in der Videoaufnahme (noch) nicht funktioniert.

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Low light Performance

Bei wirklich schwachem Licht ist es beachtlich wie wenig Grundrauschen auf den Bildern zu sehen ist und wie die Helligkeit recht stark angehoben wird. Mit zugeschaltetem Nachtmodus erzielt man meist eine noch besser ausgeleuchtete und klar erkennbare Szenarien. Allerdings kann es auch mal vorkommen das es etwas an Bildschärfe und Details fehlt.  Das liegt aber stark an der Lichtstimmung und der Motive welche man abknipsen will. Im gesamten könne die Nachtaufnahmen aber wirklich überzeugen. Im Vergleich zu anderen Hochkarätern können sich die Nachtaufnahmen aber auch nur leicht absetzten. Einen klaren Gewinner zu anderen Pro Modellen könnte ich jetzt nicht benennen.

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(ganz links: fast dunkler Raum, die LED Augen waren fast die einzige Lichtquelle, sehr beachtliche Ergebnisse)

Gute Videoqualität

Aufnahmen könne auch in 8k aufgezeichnet werde, ersichtlich ist der Unterschied aber auf dem Smartphone Display nicht. Andererseits reicht meine PC Leistung ebenfalls nicht aus um diese Videos flüssig darzustellen, entsprechend kann ich hier kein Urteil fällen. Momentan ist 8k nur ein nett gemeintes Gimmick, ohne entsprechende Wiedergabe Geräte ist es mehr oder weniger Sinnfrei.

Die normalen Aufnahmen können in 4k bei 60fps aufgezeichnet werden, hier ist das Bild gut und optisch stabilisiert, der Autofokus rasend schnell und der Ton wirklich gut (Stereo, 320kBits/s). 
Bei 4k 30fps kann man auch beim zoomen auf den Weitwinkelsensor wechseln, hier fallen aber direkt beim umschalten die wärmeren Farben auf. 

Kabelloses laden mit 67 Watt

Dank induktiven Ladens kann das Telefon auch drahtlos mit bis zu 67W aufgeladen werden. Setzte man mit dem Mi 10 Ultra noch eine Superlative und bot erstmals 120W Aufladen per Netzteil an, so fällt das Laden mit bis zu 67W via Netzteil eher bescheiden dagegen aus. Fokus setzt man daher auf das induktive Aufladen mit bis zu 67W und spricht von einer kabellosen Ladezeit von nur 36 Minuten. Andere Geräte können per Reverse-Charging mit bis zu 10W aufgeladen werden. Dem Lieferumfang der chinesischen Version fehlt es übrigens an einem Ladekabel und Netzteil das könne in der globalen Version aber schon wieder anders aussehen.

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Die Akkulaufzeit ist aber leider nur durchschnittlich. Der 5000 mAh Akku muss eine Menge bei dem großen Display und der hohen Helligkeit und Auflösung sowie der 120 Hz Bildwiederholfrequenz leisten. Mit voller Auflösung und 120 Hz Darstellung erreicht man ~6-7 Stunden Display an Zeit, bei FHD+ und 120 Hz erreicht man ~7-8 Stunden aktive Displayzeit, reduziert man die Hz Anzahl auf 60 schafft man in Schnitt etwas 8-9 Stunden aktive Zeit am Display. Allerdings ist das für einen normalen Tag ausreichend und dank der wirklich sehr flotten kabellosen oder kabelgebundenen Lademöglichkeit in unter 40 Minuten, sollte es nicht so ins Gewicht fallen. Zumindest wenn man entsprechende Ladegeräte besitzt.

  • Auf Amazon wurde das Telefon bisher nicht bewertet. (Stand 29.03.2021)

Fazit

Hier zeigt Xiaomi teilweise mit das Beste was aktuell so machbar ist. Seitens des Displays und der Performance gibt es kaum Überraschungen und Unterschiede zum bereits sehr guten Mi 11. Mit dem zweiten Display auf der Rückseite geht man jedoch einen mutigen Schritt den es so häufig noch nicht gab und der das neue, beachtliche Kamera-Setup sogar bequem für Selfies nutzbar macht.
Hier muss Xiaomi aber noch einiges anpassen, dafür fehlen einfach entscheidende Unterstützungen in der Kamera App oder ein einfaches durchscrollen für mehr Informationen als nur die Uhrzeit oder einen Text. Meizu hats vor 4 Jahren deutlich bessergemacht.
Auf den neuen Samsung GN2 Sensor waren wir mit am Meisten gespannt. Hier bekommen wir uns neben einem knackigen und schnellen Autofokus auch eine sehr gute Lowlight Performance.
Beachtlich ist ebenfalls das 67W induktive Aufladen, wohingegen das Aufladen via Kabel mit bis zu 67W schon eher bescheiden wirkt. Mit dem Mi 11 Ultra hat  Xiaomi dieses Jahr eines der besten Smartphones am Markt.

In China starten die Preise ab umgerechnet 770€, wobei auch das Mi 11 in China damals um einiges günstiger als global bzw. in Deutschland war. Daher kostet auch das neue Mi 11 Ultra in Deutschland bedeutend mehr. In Deutschland wird das Mi 11 Ultra in der 12/256 GB Version für 1199€ erhältlich sein und auch bei der Telekom angeboten werden. Informationen zum Release Termin für Deutschland gibt es bisher jedoch noch nicht.

Features

  • 6,81″, 3200×1440 Pixel, AMOLED, 120 Hz
  • Snapdragon 888
  • 12GB RAM, 256GB Speicherplatz (nicht erweiterbar)
  • 50+48+48 MP Triple-Kamera, 20 MP Frontkamera
  • Dual-Band WLAN (+AC/AX), Dual-SIM, LTE (inkl. Band 7/20/28), Bluetooth 5.2, USB Typ-C
  • 5000mAh Akku, Android 11.0, NFC
  • Metallgehäuse, InCell-Fingerabdrucksensor
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Kommentare (5)
  • TasMania

    29.03.2021, 17:24

    Ich bin gespannt, ob man die back Kamera zum Vloggen benutzen kann mit dem kleinen Screen sieht man ja, was man aufnimmt.

    Unglaublich spannendes Telefon auch wenn die Kamera Sensoren von Sony schon alt sind.

    Die Software ist entscheidender.

  • Avfreak

    07.05.2021, 23:38

    Ich gebe zu, ich habe mich bei der Premiere über den Kamerabuckel erschrocken. Mittlerweile finde ich das Design aber gar nicht mehr so übel. Xiaomi traut sich endlich wieder was, Form follows Function, das ist nicht so verkehrt und schaut nicht so aus wie der allgemein übliche Smartphone-Einheitsbrei.
    Die Kamera macht es für mich, den Rest habe ich ja jetzt schon bei meinem Mi 11. Das hintere Display sorgt wenigstens dafür, das das Gerät nicht kippelt.😁 Ich lege kein Handy auf dem Tisch aufs Display, für mich spielt das kleine auf der Rückseite nur bei Selfies eine Rolle und die mache ich nur, wenn meine bessere Hälfte mich dazu nötigt.
    Dafür hat sie nichts gegen meine Technik-Spinnereien, so wird es das Mi 11 Ultra werden, es ist einfach zu verlockend mit dieser Kamera.👍🏻
    Danke für den Test!⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

  • Kay

    12.05.2021, 12:23

    @Avfreak
    da gebe ich dir Recht 🙂 Beim Display hätte ich dennoch mehr erwartet und hoffe noch auf Updates. Mir ist der Buckel dennoch zu mächtig aber das ist ja letztlich immer Geschmackssache.
    VG, Kay

  • Wil

    05.06.2021, 11:22

    Wenn ihr chinesischer Version mit globaler ROM anbietet, dann warnt wenigstens die Leser.

    Cect-shop.com und Tradingshenzhen.com verkaufen chinesische Versionen mit globaler ROM.

    Ich denke, man muss nicht erklären wo sich die verschiedenen Versionen unterscheiden. Fachleute sollten es wissen.

  • Ronny

    07.06.2021, 09:17

    @Wil: Wenn ihr chinesischer Version mit globaler ROM anbietet, dann warnt wenigstens die Leser.

    Cect-shop.com und Tradingshenzhen.com verkaufen chinesische Versionen mit globaler ROM.

    Ich denke, man muss nicht erklären wo sich die verschiedenen Versionen unterscheiden. Fachleute sollten es wissen.

    Da wir hier überwiegend uns auf Importe beziehen, sparen wir uns das meist. Können wir natürlich auch wieder mit einbringen, frisst ja kein Brot. 🙂
    Aber eine Grundregel gibt es eh immer: genau lesen was der Shop anbietet um spätere Überraschungen zu vermeiden, gilt ja nicht nur für den Import.
    Dennoch Danke für den Hinweis, Grüße Ronny

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